Ich kann gar nicht sagen, wann ich den Film zum letzten Mal gesehen habe, aber das ist wirklich schon Jahrzehnte her. Zugegeben, nach heutigen Maßstäben sind hier Handlungsbogen und Inszenierung sehr simpel gehalten. Andererseits haben dies Highschool-Liebesfilme im Stil von Regie-Legende John Hughes viele späteren Filmemacher stark beeinflusst. Man denke nur mal an die ganzen RomComs, die in den 90ern und Anfang der 2000er gefolgt sind: "Eine wie keine", "10 Dinge, die ich an dir hasse", "Ungeküsst". Die haben alle in dieselbe Kerbe geschlagen.
Sehr lustig fand ich ja, den noch arg jungen Patrick Dempsey mal wiederzusehen. Ich glaube, zuletzt habe ich den Kerl in "Grey's Anatomy" gesehen. Hauptdarstellerin Amanda Peterson ist ja 2015 verstorben, mehrere Opioide sollen die Todesursache gewesen sein, nachdem die Schauspielerin lange mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte. Jedenfalls liefern die beiden Jungdarsteller hier eine überzeugende Leistung ab.
Das Thema wurde zwar damals in vielen Filmen behandelt, aber "Can't Buy Me Love" macht das schon ziemlich vorbildlich: nämlich die Hierarchien an Schulen. Auf der einen Seite die Coolen und Beliebten, auf der anderen Seite die Nerds und Außenseiter. Schon krass, wie präsent das Thema damals war. Ich glaube, das hat sich über die Jahrzehnte wirklich gewandelt. Nerds sind heute eigentlich keine Außenseiter mehr, sondern eher Verfechter von Individualität. Gehört ja im Grunde zum guten Ton, sich selbst als Nerd bezeichnen.
Jedenfalls hat es wirklich mal wieder Spaß gemacht, einen Film aus der "guten alten Zeit" zu schauen, zumal auch der Soundtrack nostalgische Gefühle geweckt hat. Living in a Box, Billy Idol – alles Interpreten, die ich damals auch gern gehört habe. Diese Songs in einem Film zu hören, ist schon irgendwie was Besonderes.
Meine Wertung:
