2023 // The Boogeyman

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Sponskonaut
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2023 // The Boogeyman

Beitrag von Sponskonaut »

Weiter geht es im Shocktober 2026 mit "The Boogeyman" von 2023, basierend auf einer Kurzgeschichte von Horror-Ikone Stephen King. Und ja, ich bin von dem Streifen doch recht angetan.


  Handlung
High-School-Schülerin Sadie Harper (Sophie Thatcher) und ihre jüngere Schwester Sawyer (Vivian Lyra Blair) haben gerade ihre Mutter verloren. Doch ihr Vater Will (Chris Messina), der von zu Hause aus als Psychologe arbeitet, ist seinen Töchter keine große Hilfe, leidet er doch selbst unter dem Verlust. Als eines Tages der verstörte Lester (David Dastmalchian) bei ihm auftaucht, hat das Folgen – denn der Patient lockt ein Monster in ihr Haus.

Da ich die Stephen-King-Verfilmungen in der Regel mag, habe ich mich auch mal ganz unvoreingenommen auf "The Boogeyman" eingelassen – und wurde nicht enttäuscht, weil die Adaption dann doch einiges richtig macht und an den passenden Stellen zu überzeugen weiß.

Vor allem visuell kann ich dem Horror-Thriller keinen Vorwurf machen. Regisseur Rob Savage spielt hier gekonnt mit Licht und Schatten, lässt das Monster in seinem Creature Feature nicht zu inflationär auftauchen und lässt sich damit auch ein bisschen Zeit, aber auch nicht zu viel. Vor allem das Spiel mit Licht und Schatten passt zur Geschichte und zu dem Monster wie die Faust aufs Auge. Ich denke, Horrorfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

Und apropos Erzählung: Auch wenn es natürlich in erster Linie um einen Horrorfilm geht, nimmt sich das Drehbuch nicht nur für die Einführung der Figuren Zeit, wie es für das sensible Thema Tod und Verlust angemessen ist, es erzählt die Geschichte auch im genau richtigen Tempo. Jedenfalls hatte ich schnell das Gefühl einen Zugang zu der Familie zu haben und ihren Schmerz nachempfinden zu können. So was klappt eigentlich nur dann, wenn es ein Skript auch schafft, seine Figuren tiefgründig genug zu zeichnen.

Auch die Darsteller machen ihre Sache absolut überzeugend, wobei mich vor allem die Leistung der kleinen Vivian Lyra Blair begeistert hat. Denn der habe ich ihre Angst und dass sie durch den Tod der Mutter ein tiefsitzendes Trauma zu verarbeiten hat, von der ersten Minute an abgenommen. Was jetzt auch nicht die schauspielerische Leistung von Messina und Thatcher schmälern soll. Aber bei so jungen Darstellern ist das einfach eine Erwähnung wert.

Wie gesagt, das Thema und die Umsetzung haben mich auf Anhieb "gekriegt", zumal ich den Boogeyman als Metapher für unverarbeitete oder verdrängte Traumata und Trauer einfach sehr passend finde. Denn dieser innere Dämon nährt sich ja von emotional instabilen Menschen. Für mich ist "The Boogeyman" auf jeden Fall ein komplett runder Horrorfilm, dem man im Grunde nichts vorwerfen kann.

Meine Wertung: [popcorn] [popcorn] [popcorn] von 5 Popcorn-Portionen (wobei ich definitiv dreieinhalb sagen muss, mit leichter Tendenz zu vier Portionen)
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
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