Wie gesagt, zwischen all den Horrorfilmen, die ich mir aktuell anschaue, brauchte ich mal ein anderes Genre. Dass es ein Action- oder Kriegsfilm wird, war eher eine spontane Idee. Eva Green mag ich ohnehin, also fiel die Wahl nicht sonderlich schwer. Zumal Martin Campbell hier Regie geführt hat, den die meisten vermutlich für die beiden Bond-Filme "Casino Royale" und "GoldenEye" kennen dürften. Und mit "Dirty Angels" habe ich genau das bekommen, was ich erwartet hatte.
Hier gibt es wirklich Action satt – und das sogar ziemlich heftig und blutig. Wobei ich (leider) mal wieder diesen unsäglichen Einsatz von CGI-Blut bemängeln muss, zumindest in einigen Szenen. Für mich muss ein perfekt inszenierter Actionfilm einfach komplett handgemachte Effekte bieten, weil ich finde, dass in so "realistischen" Szenen Authentizität gefragt ist. In der Hinsicht ist "Dirty Angels" leider nicht konsequent, wofür es leider ein bisschen Punktabzug gibt.
Was die Tonalität und die Inszenierung angeht, habe ich mich teilweise sogar ein bisschen an Kathryn Bigelow ("Zero Dark Thirty", "The Hurt Locker") erinnert gefühlt, das aber nur in Ansätzen. Bigelows Werke sind da noch um einiges komplexer und vielschichtiger. Lediglich eine Sequenz mit einem Monolog von Eva Green deutet ein bisschen in diese Richtung, mehr aber auch nicht. Unterm Strich ist "Dirty Angels" einfach nur ein brachialer Actioner.
Schauspielerisch kann ich hier nichts Negatives sagen. Natürlich sticht Eva Green hier hervor, was nicht zuletzt daran liegt, dass ihr Charakter logischerweise im MIttelpunkt steht. Ich glaube, mit einem anderen Drehbuch hätte die Darstellerin aus ihrer Figur noch wesentlich mehr rausholen können. Aber noch tiefgründiger zu werden, war offensichtlich nicht Campbells Absicht – was auch völlig in Ordnung ist. Wer einen treibenden Action- bzw. Kriegsfilm sehen will, kommt hier definitiv auf seine Kosten.
Meine Wertung:
