2023 // The Mill

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Sponskonaut
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2023 // The Mill

Beitrag von Sponskonaut »

Beim Scrollen auf Disney+ ist mir heute "The Mill" ins Auge gestochen, den ich mir dann gleich mal angeschaut habe. Dass ich zwischendurch mal ein bisschen gedöst habe, hat allerdings nichts mit der Qualität der Produktion zu tun. [zwinker]


  Handlung
Der Geschäftsmann Joe (Lil Rel Howery) erwacht in einem kleinen Hof, umgeben von hohen Mauern. Er hat aber keine Erinnerung daran, wie er an diesen Ort gekommen ist, an dem sich nur eine eiserne Tür und eine Art alte Getreidemühle befinden. Es stellt sich heraus, dass der Konzern, für den er arbeiten, ihn wegen mangelnder Arbeitsleistung dorthin geschickt hat. Sie Aufgabe ist nun, eine bestimmte Anzahl an Umdrehungen mit der Mühle zu schaffen – und wer von den Mitgefangenen die schlechteste Lesitung erbringt, muss sterben...

Puh, was soll ich sagen? Wie gesagt, der FIlm hat mich irgendwie angelacht, nachdem ich nach Sci-Fi gefiltert hatte. Da hab ich spontan entschieden, ihn mir anzuschauen. Übrigens liegt er bei Disney+ nur im englischsprachigen Original vor, was auch recht gut zu verstehen war. Trotzdem hab ich ihn vorsichtshalber mit Untertiteln geschaut, weil ab und an doch ein bisschen genuschelt wird.

Tatsächlich fühlte ich mich ein bisschen an "Cube" erinnert, falls sich hier noch jemand an diesen Sci-Fi-Horror-Thriller erinnert. Soll heißen: "The Mill" gibt sich auch als Kammerspiel, dass sich irgendwie zwischen Sci-Fi, Mystery und "Horror" einordnen lässt. Der Hauptdarsteller trägt also weitgehend den Film, was ihm (wie ich finde) auch recht gut gelingt. Allzu viel charakterliche Tiefe sollte man hier allerdings nicht erwarten, was aber zu einem erheblichen Teil am Drehbuch liegt. Die Leistung von Lil Rel Howery würde ich aber mal als recht solide bezeichnen.

Auch was das visuelle angeht, fand ich dieses Sci-Fi-Kammerspiel ganz ordentlich in Szene gesetzt. Zugegeben, ein High-Budget-Blockbuster ist "The Mill" beileibe nicht, aber auch kein ausgesprochener B-Movie. Darstellerisch und inszenatorisch kann man dieser kleinen Produktion also keinen Vorwurf machen. Was das Skript, die Umsetzung und die Botschaft des Films angeht, allerdings schon...

Es wird nicht nur viel zu schnell klar, worum es geht – nämlich wie inhuman der Kapitalismus in seiner schlimmsten Form sein kann –, die Message wird auch einfach viel zu deutlich und plakativ ausformuliert. Sowohl in der Inszenierung als auch in den Dialogen. Hier hätte es mir viel besser gefallen, wenn wesentlich subtiler vorgegangen worden und dem Publikum nicht gleich jede Botschaft auf dem Silbertablett serviert worden wäre. Am Ende ist das gefühlt zwar alles gut gemeint, aber viel zu platt umgesetzt. Dabei wäre die Prämisse ideal gewesen, um wenigstens ein bisschen im Unklaren zu lassen und dem Zuschauer die Deutung zu überlassen.

Meine Wertung: [popcorn] [popcorn] von 5 Popcorn-Portionen (bzw. mit viel Wohlwollen 2,5, weil mich die Story trotz der Schwächen unterhalten hat und ich nicht dauernd aufs Smartphone geschaut habe)
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
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