Der Nebel

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Der Nebel

Beitragvon Gregor » So 1. Aug 2010, 16:41

Wer hat von euch gestern Der Nebel gesehen?
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In der Nebel geht es darum dass sich viele Leute in einem Supermarkt verschanzen um sich vor den Monstern die aus einem paralleluniversum gekommen sind zu schützen. Das Militär hatte ein Tor in eine andere Dimension gemacht wodurch diese Monster kamen. Das Ende war sehr sch*** fand ich. Die Hauptfigur hat seinen Sohn umgebracht und andere Leute weil sie glaubten alles ist verloren durch kurze Zeit später kam das Militär und der Nebel verschwand.



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Re: Der Nebel

Beitragvon Alexslider » So 1. Aug 2010, 20:53

Nein hab ich leider nicht gesehen, wo kam der denn?

EDIT: ah ich seh grad... auf RTL läuft heute Abend ne Wiederholung um 23:45 Uhr. Ich schau mal rein...


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Re: Der Nebel

Beitragvon Sponskonaut » So 1. Aug 2010, 22:17

Ja, ich hab ihn auch geguckt und fand ihn ziemlich cool. Als ich im Videotext davon gelesen hab, musste ich ihn mir einfach anschauen, und ich hatte auch im richtigen Moment noch eingeschaltet. Den Hauptdarsteller Thomas Jane hab ich zuletzt in "Deep Blue Seas" gesehen. Wer es nicht mehr weiß: Das war der Film mit den Haien. Ist aber auch schon ein paar Jährchen alt.

Bei "Nebel" war ich anfangs eher der Ansicht, dass er nicht unbedingt gut wird, was sich im Laufe des Films aber geändert hat. Da kamen dann einige krasse Splatter-Szenen, und auch die gesellschaftliche Komponente, die im Film verarbeitet wird, fand ich auch recht gut in Szene gesetzt. War auf jeden Fall ziemlich spannend, und gerade das Ende fand ich gut - und vor allem ziemlich bitter! Ich denke, solch ein Schluss hätte es in einem richtigen B-Movie wohl nicht gegeben.

Ich war auf jeden Fall ziemlich positiv ĂĽberrascht und wĂĽrde jedem Splatter-Fan den Streifen weiterempfehlen! :D


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Re: Der Nebel

Beitragvon Alexslider » Mi 4. Aug 2010, 22:38

Hab den Film nun auch gesehen und naja... es gibt bessere Filme. Gefallen haben mir, klar, die Szenen im Lagerraum oder in dieser Apotheke mit den ganzen Vieschern.
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Bei der Stelle als dieses Rieseninsekt gegen die Scheibe klatscht bin ich sogar richtig erschrocken (meine Katze auch :D)


Der Part mit dem ganzen Gequatsche im Supermarkt war mir zu langatmig und langweilig.
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Vorallem diese Verrückte ging einen etwas auf den Nerv. Die Stelle als der Soldat von den Experiment erzählt hat, hätte ich mir anders gewünscht. In Form von Flashbacks hätte man das Experiment auch verbildlichen können. So war es einfach nur husch husch dahinerzählt.


Das Ende war ja auch unerwartet und mal was anderes. Wobei ich gern gesehen hätte wie sie diesen Giganten erlegen (ohne Nebel).


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Re: Der Nebel

Beitragvon Sponskonaut » Do 5. Aug 2010, 02:27


Alexslider hat geschrieben:Hab den Film nun auch gesehen und naja... es gibt bessere Filme.

Der Part mit dem ganzen Gequatsche im Supermarkt war mir zu langatmig und langweilig.
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Vorallem diese Verrückte ging einen etwas auf den Nerv. Die Stelle als der Soldat von den Experiment erzählt hat, hätte ich mir anders gewünscht. In Form von Flashbacks hätte man das Experiment auch verbildlichen können. So war es einfach nur husch husch dahinerzählt.

Dass es bessere Filme gibt, ist natĂĽrlich unbestritten. :wink: Aber gerade das "Gequatsche" fand ich gut. Wie gesagt, ich fand das ganze soziale Verhalten gut umgesetzt, und gerade das ist ein Element, dass man in solchen Filmen so gut wie gar nicht vorfindet. Aber soweit ich weiĂź, ist der Film auch eine Stephen King-Adaption, deswegen wundert es auch nicht, dass soviel Wert auf die Figuren gelegt wird. Gerade das hat mir an dem Film so gut gefallen!

Ansonsten waren die CGI-Effekte teilweise ein bisschen "B", aber sonst ganz solide in Szene gesetzt. War wirklich eine Runde Sache.

@Alexslider

Kannst du vielleicht in Gregors Posting das Ende, das er da schon verraten hat, in eine Spoiler-Box stecken? Für alle, die den Film noch nicht gesehen haben, wäre es ja sonst bisschen blöd...


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Re: Der Nebel

Beitragvon Alexslider » Do 5. Aug 2010, 16:45

Besonders unverständlich war die Sache mit dem Nachbarn des Hauptprotagonisten. Eine Handvoll Leute erzählt ihm was diese im Lagerraum gesehen haben und er glaubt ihnen aufs Messer nicht. Ich selbst würde doch einfach da hingehen und schauen was an der Sache dran ist.


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Re: Der Nebel

Beitragvon Sponskonaut » Fr 6. Aug 2010, 01:20

Ja, ich glaube, die Stelle war ein bisschen schlecht umgesetzt. Ich hab irgendwo (weiß nicht mehr, wo das war) gelesen, dass der Charakter im King-Roman wesentlich detaillierter ausgearbeitet ist als in der filmischen Adaption. Im Roman spielt diese Figur wohl eine wichtigere Rolle bzw. tritt sie öfter in Erscheinung.


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Re: Der Nebel

Beitragvon Sponskonaut » So 10. Aug 2014, 10:12

So, nach langer Zeit habe ich mir den Film mal wieder angeschaut und muss sagen, dass ich ihn nach wie vor ganz cool finde. [yeshappy]

Schauspielerisch habe ich an dem Streifen nichts auszusetzen, da alle Akteure ihren Job ganz gut machen. Ach ja, fĂĽr alle, die es noch nicht wissen: Den Film hat Frank Darabont gemacht, der sich ja auch schon fĂĽr den Piloten von "The Walking Dead" verantwortlich zeigte. Dementsprechend sieht man auch in einigen Rollen Gesichter aus TWD. Hat man ja oft so, dass Regisseure ihre favorisierten Darsteller in ihre Werke bringen. So sieht man z.B. Jeffrey DeMunn, Laurie Holden oder Melissa McBride.

Der Part mit dem ganzen Gequatsche im Supermarkt war mir zu langatmig und langweilig.

Wie gesagt, genau das ist ja das Interessante an den Geschichten von Stephen King, und das Falscheste, was man machen kann, ist, seine Stories nur auf den Horror-Faktor zu reduzieren. "Der Nebel", der auf der Kurzgeschichten "Im Morgengrauen" basiert, ist mal wieder eine typische King-Story: mehrere Menschen, die sich in einer Ausnahmesituation wiederfinden und an einem Ort feststecken. Eigentlich kann man sagen, dass diese Grundidee (und natĂĽrlich auch die Umsetzung) eine Parade-Disziplin von King ist.

Es gibt ja etliche Geschichten von ihm, die eine ähnliche Handlung haben. Man denke nur mal an "Under the Dome", "Der Sturm des Jahrhunderts" oder "Langoliers" - und das sind nur ein paar. Was King da immer sehr schön herausarbeitet, ist das Zwischenmenschliche, die Dynamik in der Gruppe, eben die gesellschaftliche Komponente. Jetzt kann es natürlich sein, dass das in "Der Nebel" nicht immer so geglückt ist. Jedenfalls gab es da mehrere Stellen, an denen ich mir dachte, dass sie in der King-Geschichte höchstwahrscheinlich wesentlich tiefergehender und detailreicher erzählt wurden.

Besonders unverständlich war die Sache mit dem Nachbarn des Hauptprotagonisten. Eine Handvoll Leute erzählt ihm was diese im Lagerraum gesehen haben und er glaubt ihnen aufs Messer nicht. Ich selbst würde doch einfach da hingehen und schauen was an der Sache dran ist.

Wie schon mal gesagt, denke ich, dass diese Stelle so ein Beispiel ist. Man muss halt auch hinhören, was der Kerl sagt. Da ist von Vorurteilen gegenüber den Großstädtern die Rede, dazu ist er noch schwarz, und überhaupt scheint er ein recht grantiger Typ zu sein. Ich vermute, dass die Vorgeschichte zu dieser Figur (und natürlich auch ihr "Standing" in der Gemeinde) in der Kurzgeschichte wesentlich detailreicher herausgearbeitet wurden. Dementsprechend fällt die Diskussion um seinen Weggang in der Geschichte von King wahrscheinlich viel dramatischer und tragischer aus. Im Film wird das Ganze wohl einfach zu schnell abgehandelt. Dass er sich selbst nicht von dem Gemetzel im Lagerraum überzeugen will, liegt einfach daran, dass er den anderen nicht vertraut und sich mehr oder weniger als Außenseiter sieht und sich schlichtweg verarscht fühlt.

Ist natürlich jetzt etwas unglücklich ausgefallen, dass man dieses ganze Misstrauen, dass er in sich trägt, darauf kompensiert hat, dass nur er von diesen Vorurteilen ihm gegenüber erzählt. Das mag dann vielleicht so aussehen, dass er der Uneinsichtige ist und die anderen mehr oder weniger unfair behandelt. Der Grund dafür ist aber der, dass ihm vorab aber genauso ergangen ist. Deswegen kann ich seine Haltung ganz gut nachvollziehen, auch wenn diese Vorgeschichte in der filmischen Adaption nicht visuell erzählt wurde. Da ist die Krux wohl, dass das Film-Format ja oftmals "gestaucht" werden muss. Am stärksten sind die verfilmten King-Stories, die vor allem die gesellschaftliche Komponente thematisieren, immer dann, wenn man ihnen genug Zeit einräumt. "Der Sturm des Jahrhunderts" ist da ein glänzendes Beispiel.

Gleiches gilt sicherlich auch für den Handlungsstrang um die religiöse Fanatikerin (recht überzeugend gespielt von Marcia Gay Harden). Das wird im Film viel zu schnell erzählt, und die ganze Problematik um Religion, Moral und Ethik wird im Film (arg komprimiert) nur mal eben im Gespräch in der kleinen Gruppe abgehandelt. Auch das ist etwas, dass King vermutlich viel detaillierter in seiner Story vermittelt hat.

Was die Tiefe der Erzählung angeht, hätte man zugegebenermaßen wesentlich mehr rausholen können, sodass der ein oder andere Handlungsstrang nachvollziehbarer geworden wäre. Hätte man der Geschichte mehr Raum zum Atmen gegeben (wie z.B. im Dreiteiler "Der Sturm des Jahrhunderts" oder dem fast dreistündigen "Salem's Lot), dann wäre es sicherlich eine richtig grandiose Adaption geworden. Leider dominieren in Darabonts Adaption eher die Splatter-Effekte und die Horror-Elemente, sodass die eigentliche Intention dieser King-Geschichte (nämlich die sozialkritische Thematik) zu sehr ins Hintertreffen gerät.

Abschließend noch meine Eindrücke zu den Effekten: Die wirken anfangs (respektive die Szene in der Lagerhalle) noch eher "B", während sie sich im Laufe der Spielzeit wesentlich verbessern. Alles in allem jedenfalls visuell solide inszeniert.

---

Prinzipiell ist der Film schon ganz cool, nur hat Frank Darabont es teilweise versäumt, Kings Intention adäquat auf die Leinwand zu transportieren. Trotzdem ein recht abendfüllender Streifen, den man als King-Fan sicherlich mal gesehen haben sollte. [yeshappy]


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