2013 // World War Z

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2013 // World War Z

Beitragvon Sponskonaut » Mo 24. Nov 2014, 13:00

Nachdem ich ihn lange vor mir hergeschoben hatte, habe ich mir nun endlich mal "World War Z" angeschaut.

https://www.youtube.com/watch?v=OIao7wurFbQ
  Handlung
Der ehemalige UN-Mitarbeiter Gerry Lane (ĂĽberzeugend dargestellt von Brad Pitt) wird in seiner Heimatstadt Philadelphia Zeuge einer "Zombie-Apokalypse", die sich weltweit ausbreitet. Gemeinsam mit seiner Familie versucht er, dem Wahnsinn zu entkommen und sich in Sicherheit zu bringen. Und als ehemaliger UN-Berater wird er natĂĽrlich in den "Fall" hineingezogen...
Zunächst mal muss gesagt sein, dass man es mit einem Film zu tun hat, der sich irgendwie zwischen Zombie-Horror und Seuchen-Thriller bewegt, wobei Letzteres dann doch zweitrangig behandelt wird. Im Vordergrund steht eher die "Zombie-Action", und ich hatte durchweg das Gefühl, dass man als Zuschauer kaum eine Verschnaufpause gegönnt bekommt. Auch wenn ich die angesprochene Horror-Action ganz spannend fand, hätte ich es besser gefunden, wenn das Drehbuch ein paar ruhige Momente mehr bereitgehalten hätte. Im Nachhinein würde ich sogar sagen, dass mir die Action teilweise "too much" war und der Pandemie-Aspekt ein bisschen zu kurz gekommen ist.

Die Effekte waren auf der einen Seite zwar ganz ordentlich, auf der anderen Seite konnte man aber mal wieder den "CGI-Faktor" zweifelsohne erkennen. Nicht, dass ich etwas gegen CGI-Effekte einzuwenden hätte, aber was mich daran stört, ist, dass diese Szenen irgendwie wirken, als würden sie sich viel zu schnell abspielen. Da fällt mir z.B. spontan die Szene in Israel ein, als die Zombies...

SpoilerZeigen
... ĂĽber die Mauern klettern.


Selbiges hat mich auch schon bei "Spider-Man" gestört, wobei ich jetzt nicht mehr genau in Erinnerung habe, welcher Teil das war. Jedenfalls kann ich mich da noch an eine Szene erinnern, in der der Superheld über die Dächer rennt und schwingt und alles viel zu flott animiert ist, sodass es wirkt, als hätte man es mit einem Computer-Spiel zu tun. Wie gesagt, streckenweise hatte ich bei WWZ dasselbe Gefühl.

Schauspielerisch kann man den Darstellern keinen Vorwurf machen, die agieren durch die Bank eigentlich recht überzeugend. Was man aber womöglich detailreicher hätte zeichnen können, ist die Vergangenheit von Gerry Lane. Da ist zwar mehrfach von der UN die Rede, aber nicht so wirklich davon, welche Funktion die Figur von Brad Pitt überhaupt hatte. Wenn die Drehbuchautoren näher darauf eingegangen wären, hätte ich die Rolle noch wesentlich ernster nehmen können. Sicherlich kann man diese Aspekte bei einer solchen filmischen "Zombie-Schlachtplatte" guten Gewissens außer Acht lassen, aber grundsätzlich lege ich schon Wert darauf, dass solch ein politisch-militärisches Szenario auch authentisch dargestellt wird. Sonst kann man durchaus das Gefühl haben, dass einer Figur schnell mal eine entsprechende Vita "angedichtet" wird, damit sie auch gut (und einfach) in die Story passt...

Apropos einfach: Ein bisschen zu offensichtlich und simpel fand ich zum Schluss dann auch die Worte des Protagonisten aus dem Off. Generell bin ich ja kein Freund davon, wenn solche Aussagen wenig subtil verpackt werden. Ich bin ja eher ein Verfechter davon, dass man es gleich ganz bleiben lässt, die Intention der Geschichte dem Zuschauer zum Abschluss noch mal so offensichtlich unter die Nase zu reiben und einfach die Story für sich selbst sprechen lässt - vor allem dann, wenn die Message ohnehin nicht gerade schwer zu erfassen ist. Noch lieber ist es mir aber, wenn man sich nach einem Film noch lange Gedanken über eine Geschichte machen kann oder gar muss. Aber auch hier greift wieder die Tatsache, dass es sich schlicht und ergreifend um Mainstream-Kino handelt, das in erster Linie unterhalten soll und gar nicht erst den Anspruch erhebt, die grauen Zellen des Cineasten zu bemühen... [zwinker]

---

Wie gesagt, fĂĽr mich war WWZ zwar ein solider "Zombie-Actioner", aber man kann oder muss auch dazusagen, dass es sich hier definitiv um "Blockbuster-Popcorn-Kino" handelt - nicht mehr und nicht weniger. Aus diesem Grund glaube ich auch nicht, dass mir der Streifen lange in Erinnerung bleiben wird. FĂĽr die kurzweilige Grusel-Unterhaltung aber sicherlich ausreichend. [zwinker]

Meine Wertung: [popcorn] [popcorn] [popcorn] von 5 Popcorn-Portionen


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Re: 2013 // World War Z

Beitragvon Lupos » Mo 24. Nov 2014, 19:52

sowohl deine beschreibung als auch der Trailer versprechen einen Film der wie gemacht fĂĽr mich ist [grinsen]
Danke fĂĽrs reinstellen Sponsko


wo kämen wir denn da hin ? wenn jeder sagen würde , wo kämen wir denn da hin und niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge

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