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2014 // Interstellar

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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Slide

#41

Beitragvon Alexslider » Di 7. Okt 2014, 20:59

Jepp, ich habe mir auch noch keinen Trailer weiter angesehen. Aber ich habe mir mal das offizielle Spiel zum Film auf das iPhone geladen. Am Anfang dachte ich: "Was für ein Schrott". Denn die Steuerung war grottig. Jedoch, nach ein paar mal spielen, gewöhnt man sich an die Steuerung.

Im Prinzip hat das Game keine wirkliche Handlung. Alles was man da tut, sind Punkte in Planetenorbits (ist das die Mehrzahl von Orbit), zu sammeln. Also alles eher unspektakulär. Aber zum kurzen Abschalten machts schon irgendwie fun. Man kann auch sein eigenes Sonnensystem "bauen". Die Grafik ist jedenfalls gut gelungen. Hier der Link (für iOS):
https://itunes.apple.com/de/app/interst ... &at=10lxDH

fĂĽr Android gibts das auch:
https://play.google.com/store/apps/deta ... llar&hl=de

Unter den Links findet ihr auch Bilder.


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Slide

#42

Beitragvon Alexslider » So 26. Okt 2014, 11:37


MartyMcFly hat geschrieben:Soo... ich habs wirklich geschafft seit dem letzten Beitrag mir keinen neuen Infos zu "Interstellar" durchzulesen. Habe zwar auch mitbekommen, dass wieder ein neuer Trailer erschienen ist, aber ich bleibe standhaft. Ein Monat (ganz genau) geht jetzt auch noch. Alle Zusatzinfos und Videos, etc. hole ich nach der Premiere nach. Der Film hat satte 169min, wow ;)
Obs IMAX wird ist noch nicht klar, habe erstmal Karten fĂĽrs "normale" Kino fĂĽr die Premiere am 6.11., 20:00 Uhr reserviert.

Soll wohl auch als IMAX-Version gezeigt werden.
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18489466.html


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Slide

#43

Beitragvon MartyMcFly » Fr 7. Nov 2014, 01:05

-spoilerfrei - wichtige Handlungen des Filmes werden nicht erwähnt-

Der Film, auf den wir ĂĽber 8 Jahre lang - ich die letzten etwa 18 Monate mit groĂźer Vorfreude - gewartet haben, hatte nun seine Premiere und ich war mittendrin.
Es wäre müßig jetzt eine große Kritik zu schreiben, denn das geht einfach nicht. Ich muss den Film minimum 2mal gesehen haben, um mich ordentlich darüber zu äußern. Und da ich kein zweites Mal ins Kino gehen werde, muss ich warten, bis das ich mir ihn in Ruhe zuhause ansehen kann.

"Interstellar" ist ein Film der nachwirkt und nachwirken muss, denn je mehr ich den Film im Kopf Revue passieren lasse, umso klarer wird er und die genialen Momente dahinter werden auch verständlicher. Es ist viel Wissenschaft im Film, allein deswegen ist schon eine gründliche Nachlese und Nachrecherche notwendig. Ich werde jetzt erstmal ein paar Berichte und Meldungen der letzten 3 Monate nachholen und auch aktuelle Kritiken aus Zeitung und Internet lesen.
Ob sich meine Meinung (jetzt mal zu drei weniger guten Dingen:) von "bisschen zuviel Fokus auf Hauptdarsteller McConaughey", "zu wenige brilliante 'Weltraumfnahmen' ", sowie "dass das eine oder andere -trotz der 169min - zu kurz kam" bestätigt oder auch nicht, wird sich wie gesagt erst nach dem zumindest zweiten Mal sehen weisen.

Viele kleine und große "Messages" bringt uns "Interstellar" und die Zeit, Gravitation und die Relativitätstheorie, sowie die Quantenmechanik spielen eine Rolle und hinterlässt wie gesagt ein paar offene Fragen, vorallem zum Schluss, auf die ich sicher noch ein paar Antworten finden werde.

@Alexslider: Ja, dass der Film auch im IMAX läuft, ist ja seit etwa Produktionsbeginn bekannt. Ich war aber doch nicht im IMAX, 300km Fahrt nach Wien war mir dann doch zu weit, dort lief der Film um dieselbe Zeit. Aber das "normale" Kino hats auch getan, obwohl ich zwei Dinge anmerken muss, und so wie ich das sehe, lags am Film bzw. die Machart selber des Films oder wars doch das Kino? Das etwa dunklere Bild (wie wenn man den Monitor dunkler stellen würde), und mir fehlte die Brillianz oder bin ich schon so HD verwöhnt, dass mich die "Unreinheit" im Kino so auffällt, naja teilweise war das so...bin aber selten im Kino, muss ich dazusagen.

EDIT: Bezüglich Bildqualität lag es wohl doch eher am Kino selber, da ich diesbezüglich nichts gelesen habe. Ich hätte mir den Film wohl doch im IMAX ansehen sollen, für die bestmögliche "Experience".
Nach etwas Abstand und einiger Nachlese möchte ich nochmals in "Interstellar" eintauchen, die Frage ist, ob ich soviel Geduld habe zu warten, oder doch nochmals einen Kinobesuch wage...:)


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Slide

#44

Beitragvon Lupos » Sa 8. Nov 2014, 14:55

dann ist das ein Film fĂĽr mich ...wĂĽrde ich gerne im Kino sehen


wo kämen wir denn da hin ? wenn jeder sagen würde , wo kämen wir denn da hin und niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge

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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Slide

#45

Beitragvon MartyMcFly » So 9. Nov 2014, 12:51

Jep es lohnt sich ganz sicher!

"Interstellar": Das Wurmloch im Herzen (Spoiler)


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Slide

#46

Beitragvon Sponskonaut » Do 13. Nov 2014, 19:17

@Marty

Würde mich freuen, wenn du uns in absehbarer Zeit mit einer Rezension beglücken könntest! [yeshappy] Ein Kumpel von mir war zwar auch schon drin, allerdings konnte ich ihn bisher nicht dazu interviewen.

Ich denke zwar nicht, dass ich ihn mir im Kino ansehen werde, weil ich überhaupt kein begeisterter Kinogänger mehr bin, aber sobald der Streifen auf Blu-Ray zu haben ist, werde ich sicherlich zuschlagen.

Kann man denn auch Parallelen zu "Contact" ziehen? Ich vermute mal, dass "Interstellar" kein Sci-Fi-Kracher ist, sondern vielmehr ein Film, über den man nachdenken muss - so wie du es schon angedeutet hattest. Wie gesagt, würde mich freuen, wenn du noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen könntest, sofern das nach einmaliger Sichtung möglich ist. [yeshappy]


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#47

Beitragvon MartyMcFly » Mi 25. Feb 2015, 18:19

Es gibt zwei Publikationen, die sich mit der Wissenschaft, die in Interstellar dargestellt wird, befasst. Leider gibt es die BĂĽcher bis dato nur in englisch. Hier ein interessanter Artikel zu diesen BĂĽchern: (sollte man erst lesen, wenn man den Film gesehen hat) http://www.nzz.ch/wissenschaft/physik/i ... 1.18489595

DIe Blu-ray erscheint am 31. März. Da ich mir den Film kein zweites Mal im Kino angesehen habe, gibts dann eine ausführliche (und persönliche) Rezension Anfang April. Besonders so einen langen und wissenschaftlichen Film, sollte man zumindest zweimal gesehen haben.

"Interstellar" hat ĂĽbrigens auch den Oscar fĂĽr die besten "Special Effects" eingheimst, verdient will ich meinen. Es war aber der einzige. Ich war ĂĽberrascht, dass der Film nicht in mehr (und wichtigeren) Kategorien nominiert war. "Nur" in den "technischen" Disziplinen: Production Design, Sound Editing, Sound Mixing und den besten Score. Hans Zimmer hat groĂźartige Arbeit abgeliefert, soweit lehne ich mich schon mal raus das zu sagen.



Da ich den Film bereits kenne, kommt bei mir schon mal Gänsehaut auf, wenn ich das höre. Aber wie es ist, wenn man den Soundtrack anhört, ohne den Film zu kennen? Hmm...gute Frage. Sagt ihr's mir.
Da kann ich jetzt schon mal sagen, dass ich finde, dass sich da "Interstellar" viel mehr verdient hätte, was den Oscar angeht. In "Bester Film" oder "Bestes Drehbuch", oder, oder....schauspielerisch gabs da auch grandiose Vorstellungen. Aber dazu kann ich erst richtig Stellung nehmen, wenn ich den Film nocheinmal (oder öfters) gesehen habe. Jedenfalls hat sich Christopher Nolan da mehr verdient. Naja, aber Oscar ist nicht alles ;) Einen sehr interessanten Artikel dazu, will ich euch auch noch empfehlen: http://www.cinemablend.com/new/Interste ... 69184.html
Vielleicht auch gut so, dann wird "Interstellar" nicht so "mainstreamig", was mir durchaus gefällt!


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#48

Beitragvon Lupos » Mi 25. Feb 2015, 18:47

ich denke mal um eine Gänsehaut zu bekommen muß man wohl den Film kennen..leider habe ich den noch nicht gesehen.... [grinsen]

was mir aufgefallen ist ...das zwar die visuelle Darstellung eventuell stimmig sein könnte ....was leider nur Mathematisch möglich ist ...wird immer die Zeit vergessen...in nähe des Ereignisshorizontes eines Schwarzen Loches vergeht sie ungleich um nicht zu sagen sehr viel langsamer als für den Rest des sie umgebenden Raumes..und je schneller sich das Objekt noch bewegt fliegt das mit karacho in die Zukunft ..denn würde das Objekt wieder die nähe des Schwarzen Loches verlassen wäre für die Insassen sehr wenig bis gar keine Zeit für die Umgebung aber sehr viel Zeit vergangen...Zeitdilatation


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#49

Beitragvon MartyMcFly » Mi 25. Feb 2015, 19:20


Lupos hat geschrieben:ich denke mal um eine Gänsehaut zu bekommen muß man wohl den Film kennen..leider habe ich den noch nicht gesehen.... [grinsen]

was mir aufgefallen ist ...das zwar die visuelle Darstellung eventuell stimmig sein könnte ....was leider nur Mathematisch möglich ist ...wird immer die Zeit vergessen...in nähe des Ereignisshorizontes eines Schwarzen Loches vergeht sie ungleich um nicht zu sagen sehr viel langsamer als für den Rest des sie umgebenden Raumes..und je schneller sich das Objekt noch bewegt fliegt das mit karacho in die Zukunft ..denn würde das Objekt wieder die nähe des Schwarzen Loches verlassen wäre für die Insassen sehr wenig bis gar keine Zeit für die Umgebung aber sehr viel Zeit vergangen...Zeitdilatation

Genau, auf das wird im erwähnten NZZ Artikel (der sich auf die Bücher bezieht) auch eingegangen. Im Film kann man nicht alles exakt wissenschaftsgetreu darstellen. Sehr sehr vieles wurde an wissenschaftliche Fakten im Film eingehalten (soviel wie in wohl kaum einen Film zuvor), aber das eine oder andere wurde vereinfacht, den Film zuliebe.


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#50

Beitragvon Sponskonaut » Do 26. Feb 2015, 01:34


MartyMcFly hat geschrieben:...aber das eine oder andere wurde vereinfacht, den Film zuliebe.

Ich nehme doch mal stark an, dass es dem Film vornehmlich um die Message geht. Da ist es - das Thema hatten wir ja schon öfter hier - doch legitim, dass man die wissenschaftliche Komponente ein bisschen hinten anstellt.

Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den Streifen, warte aber noch auf die Blu-Ray. [yeshappy]


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#51

Beitragvon Alexslider » Di 31. Mär 2015, 10:07

Der Film ist ab heute zu haben: :pfeif


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#52

Beitragvon Sponskonaut » Mi 1. Apr 2015, 15:12

Danke fĂĽr die Info! [daumen]

Habe mir den Film jetzt besorgt und mir vorgenommen, ihn auf jeden Fall ĂĽber Ostern zu gucken. Bin schon verdammt gespannt! [yeshappy]


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#53

Beitragvon MartyMcFly » Fr 3. Apr 2015, 20:55

Yes, hab die Blu-ray jetzt auch zuhause. Werde über Ostern oder sonst nächste Woche gucken. Freue mich schon :)


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Re: Interstellar: Spielberg plant neuen SciFi Film ala Sliders

#54

Beitragvon Sponskonaut » Sa 4. Apr 2015, 00:50

Gestern abend hatte ich mal mit dem Film angefangen, in den ersten paar Minuten dann aber gemerkt, dass ich für so einen langen Film doch nciht in der Stimmung war. Wenn der Streifen wirklich so ein Kracher ist, dann will ich doch lieber in genau der richtigen Stimmung sein, um das Werk auch genießen zu können. [yeshappy]

Deswegen hatte ich dann vorsorgehalber aufgehört und erstmal was anderes geschaut. Aber wie gesagt, ich denke, dass ich mich in den nächsten Tagen mal gemütlich einmummeln und mir den Film zu Gemüte führen werde. [yeshappy]


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2014 // Interstellar

#55

Beitragvon Sponskonaut » Di 22. Dez 2015, 11:52

So, gestern abend habe ich mir "Interstellar" endlich mal angesehen und will an dieser Stelle mal, so gut es geht, meine EindrĂĽcke niederschreiben. [zwinker]

https://www.youtube.com/watch?v=dFM14DoQ3m0
  Handlung
Da die Biosphäre der Erde durch die Menschheit derart zu Grunde gerichtet wurde, dass deren Fortbestand gefährdet ist, wird der ehemalige NASA-Astronaut Cooper, der sein Dasein mittlerweile als Farmer fristet, auf eine Weltraum-Mission geschickt, um neue Lebensräume für die Menschen zu erschließen.
Vorab muss ich sagen - und das wissen die Stamm-User hier ja -, dass ich durchaus ein großer Fan von tiefgründiger Science-Fiction bin und vor allem dann großes Gefallen daran finde, wenn die Ketten dieses Genres noch gesprengt werden. Werke wie "Contact" und "Solaris", die sich betont auch im Bereich des Dramas bewegen, nicht allzu leichte Kost sind und den Zuschauer auch mal fordern, gehören definitiv zu meinen Lieblingsfilmen. Ein Fan vom Hollywood-Blockbuster-Kino, bei dem man gar nicht anders kann, als sein Hirn abzuschalten, bin ich eigentlich nie gewesen. Aufgrund dessen war ich auch der Ansicht, dass mich Nolans neuestes Werk auf ganzer Linie überzeugen könnte - was aber leider nicht der Fall ist. Eher noch im Gegenteil. Aber ich will das mal, so ausführlich es geht, erläutern.

---

Zunächst mal will ich mit dem positiven Aspekt anfangen. Das Visuelle ist auf jeden Fall schön in Szene gesetzt. Ob das nun die Bilder im All betrifft oder die Szenen auf der Erde. Es sind schon beeindruckende Bilder, die Nolan mit seinem Team auf die Leinwand gezaubert hat. Und das, ohne dass man das Gefühl hat, man würde hier auf Teufel komm raus ein Effekte-Feuerwerk abbrennen wollen. Was mich (vor allem zu Beginn) allerdings extrem gestört hat, waren die Formatwechsel im Film. Da hat man 16:9-Vollbild, um dann immer wieder mal oben und unten schwarze Balken zu sehen, weil auf 2.40:1 und 1.78:1 gesprungen wird - was darauf zurückzuführen ist, dass Nolan hier (auch) mit dem IMAX-Format gearbeitet hat.

Ich muss jedenfalls zugeben, dass mich dieser ständige Wechsel schon extrem gestört und das Filmerlebnis nachhaltig getrübt hat. In diversen Filmkritiken wird genau das sogar als filmisches Stilmittel gelobt, was ich persönlich so nicht unterschreiben kann. Abschließend noch als kleine Info: Diese Formatsprünge betreffen anscheinend nur die Blu-Ray und nicht die gute alte DVD!

Aber wie gesagt, alles in allem recht schöne Bilder, die Nolan hier fabriziert hat und die die Atmosphäre wunderbar einfangen. Was das angeht, kann ich dem Regisseur und seinem Team keinen Vorwurf machen.

---

Was die Grundidee und die Geschichte des Films angehen, fand ich diese von Beginn an sehr reizvoll, und genau das war es auch, was mich so neugierig darauf gemacht hat. Da ich jetzt nicht die ganze Story wiederholen will, verlinke ich einfach mal auf den Wikipedia-Artikel, der das Ganze gut zusammenfasst. Ich sage mal, die ersten beiden Absätze zur Handlung geben schon eine ausreichende Auskunft darüber, worum es im Film geht. Angedeutet habe ich es oben ja auch schon.

Zu Beginn muss ich erstmal sagen, dass ich mir gewünscht hätte, dass der Zustand der Erde, die Situation der Menschen und wie sie auf dieser Welt leben, deren natürliche Ressourcen erschöpft sind, stärker visualisiert worden wäre. Ein paar Sandstürme und die Tatsache, dass viele Punkte von den Protagonisten nur verbal mal angeschnitten wurden, hat für meinen Geschmack nicht im ausreichenden Maß dargestellt, in welchem Zustand sich die Erde tatsächlich befindet und wie nahe der Planet vor einem Kollaps steht. Die Bedrohung für die Bevölkerung hätte ruhig noch intensiver und greifbarer inszeniert werden können. Prinzipiell fand ich dieses Endzeit-Szenario nicht ausführlich genug dargestellt, was es mir als Zuschauer ziemlich erschwert hat, die Dringlichkeit der Mission emotional zu erfassen - grob gesagt: Das Schicksal der Menschheit war mir relativ egal...

Darüber hinaus wäre in Sachen Sozialkritik auch ein diskussionswürdiger Punkt gewesen, ob die Menschheit überhaupt das Recht auf Fortbestand hat, wenn man mit dem eigenen Planeten schon so nachlässig umgegangen ist. Hat man damit nicht schon seinen Kredit im Universum verspielt? Das ist eine Frage, die Nolan überhaupt nicht stellt - und dieses "Verpuffen" von Potenzial ist etwas, das sich wie ein roter Faden durch "Interstellar" zieht.

Im wissenschaftlichen Kern geht es um die Relativitätstheorie, auf der anderen Seite wird aber auch die moralische Frage in den Raum gestellt, ob man das eigene Überleben und die eigene Familie in diesem großen, universellen Kontext über das "Allgemeinwohl" stellen würde.

Was die physikalische Komponente angeht, muss man sagen, dass der Regisseur natürlich versucht, diese ganzen "sperrigen" Theorien dem Mainstream zugänglich und verständlich zu machen - was im Großen und Ganzen auch relativ gut gelingt, wie ich finde. Allerdings hatte ich mit zunehmender Spieldauer dann doch immer wieder das Gefühl, es mit zuviel "Physik-Gedöns" zu tun zu haben, überspitzt formuliert. Und selbst wenn man genau aufpasst, ist es kein leichtes Unterfangen, die Thematik befriedigend zu erfassen, vor allem zum Ende hin, als die Geschichte mehr oder weniger ins "Fantastische" abgleitet. Da ist vielen Zuschauern sicherlich kein Vorwurf zu machen, wenn man in der Hinsicht irgendwann "abschaltet" und nur noch die Geschichte (genauer gesagt, die Drama- und Fantasy-Komponente) auf sich wirken lassen will.

Nun bin auch ich wahrlich kein Physik-Freak und habe dieses Fach in der Schule extrem gehasst, hege aber dann doch ein Interesse daran, vor allem dann, wenn es mit universellen, existenziellen Themen daherkommt, wie in diesem Fall der Umsiedlung und Kolonialisierung der Menschheit. Und wenn es dann im Zuge dieser Thematisierung mal zu Logiklöchern- und Fehlern kommt, bin ich der Letzte, der viel Wert auf 100%ige wissenschaftliche Korrektheit legt (zumal es sich hier ja auch eindeutig um Science-Fiction handelt), sondern auch mal Fünfe gerade sein lässt, wenn es der Story dienlich ist und eine gewisse Message ordentlich transportiert. Aber gerade Letzteres ist für meinen Geschmack nicht wirklich gelungen.

Die moralischen Kernfragen werden dem Zuschauer hier viel zu offensichtlich und wenig subtil vorgekaut, was ich immer ein bisschen ungeschickt finde. Die schon oben genannte Moralfrage, ob man das eigene Leben für das Allgemeinwohl opfern sollte, wird hier beispielsweise, wie ich finde, mit der Figur Matt Damons so "unsubtil" in den Raum geworfen, dass es fast schon wehtut. Leider habe ich hier den Eindruck, dass man als Zuschauer mehr damit konfrontiert und beschäftigt wird, über die ganzen physikalischen Zusammenhänge zu grübeln, statt dazu aufgefordert zu werden, über Moral und Ethik nachzudenken. Selbiges fand ich zum Beispiel in "Contact" mit Jodie Foster wesentlich besser umgesetzt.

Gleiches gilt auch (in noch extremerem MaĂźe) fĂĽr die Szene von Anne Hathaway, in der sie...

SpoilerZeigen
... die anderen ĂĽberzeugen will, auf die Welt zu reisen, auf der sich ihr Freund befindet. Die Aussage ist hierbei (auch wenn es sicherlich auf manche kitschig wirkt), dass Liebe Raum und Zeit ĂĽberdauert.


Leider beschränkt man sich auch hier darauf, dem geneigten Zuschauer diese Message "ungefiltert" in Monolog-Form mit dem Vorschlaghammer zu servieren, statt sie geschickt und ein wenig subtil in die gesamte Geschichte einfließen zu lassen.

---

Und wo wir gerade dabei sind, will ich dann auch mal auf die "Drama-Komponente" eingehen, die fĂĽr einen Blockbuster sicherlich obligatorisch ist, da Kino ja idealerweise nicht nur ein visuelles, sondern auch ein emotionales Erlebnis auf die Leinwand projizieren sollte.

Aber auch in dieser Hinsicht war es mir einfach zu wenig, was die Filmemacher da geboten haben. Da gibt es natürlich mal wieder eine schwierige "Eltern-Kind-Beziehungs-Thematik", die den roten Faden durch die gesamte Geschichte zieht. An sich finde ich das nicht weiter schlimm, wenn es denn so gezeichnet ist, dass man als Zuschauer mitfühlen und mitfiebern kann. Im Fall von "Interstellar" konnten mich die Charaktere aber nicht vollends überzeugen, weil sie mir immer noch zu oberflächlich waren und wie "vom Reißbrett" wirkten. Diese Vater-Tochter-Beziehung fand ich beispielsweise in "Contact" wesentlich liebevoller und emotional greifbarer inszeniert, auch wenn sie vielleicht noch einen Tick kitschiger angelegt war. Aber in Nolans Werk bleiben mir die Figuren und ihre Beziehungen zueinander einfach zu blass - was ich angesichts der Spielzeit von knapp 3 Stunden dann doch extrem enttäuschend finde.

---

Und redet man von den Protagonisten, muss man als Nächstes natürlich auch über die mitwirkenden Schauspieler sprechen.

Zweifelsohne hat Nolan hier eine Hollywood-Top-Riege rekrutieren können: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Michael Caine, Jessica Chastain, Casey Affleck, Wes Bentley, Topher Grace, John Lithgow, Matt Damon - um nur mal die bekanntesten zu nennen.

Ich kann jetzt nicht mal genau sagen, ob es am Drehbuch lag, aber ich hatte durchweg das Gefühl, als ob alle Darsteller irgendwie nur "auf halber Kraft" gespielt haben. Zugegeben, speziell ein Fan von McConaughey bin ich eigentlich nie gewesen, weil ich seine Darstellungen immer etwas "limitiert" finde, aber vom Rest der Besetzung hatte ich mir irgendwie wesentlich mehr versprochen. Da sich dieser Eindruck (für mich) gefühlt durch den ganzen Film zieht, kann ich nur in der Annahme gehen, dass es tatsächlich am Drehbuch liegt, das seinen Charakteren nicht genügend Spielraum gibt.

Ich kann jedenfalls nicht behaupten, dass mich eine der Figuren (allen voran die des Hauptdarstellers) wirklich "mitgenommen" oder "abgeholt" hätte. Und ich bin wirklich kein emotionaler Eisklotz, der bei einem traurigen Film nicht auch mal eine kleine Träne vergießt. [zwinker]

---

Alles in allem kann ich für mich jedenfalls das Fazit ziehen, dass ich relativ enttäuscht von Nolans Werk bin, was ich in dieser Form nicht erwartet hätte, da ich schon von "Inception" und "Memento" eigentlich sehr begeistert war. Aber vielleicht hätte ich (aufgrund von "The Dark Knight", der ja auch über die Maßen gehypt wurde und dem ich ebenfalls kaum etwas abgewinnen konnte) meine Erwartungen wesentlich niedriger ansetzen sollen.

Außerdem muss ich zugeben, dass es für meinen persönlichen Geschmack teilweise schon zuviel "Sci-Fi-Action-Gedöns" war, das mich phasenweise fast schon erschlagen hat. Statt hier so oft auf "Weltraum-Action" zu setzen, hätte ich mir gewünscht, dass insbesondere in den ruhigeren Momenten die Message der Story wesentlich subtiler rübergebracht worden wäre. Vielleicht wollte Nolan an dieser Stelle dem Mainstream-Publikum dann doch zu gerecht werden, wobei man hingegen wieder einwenden kann, dass der "Wissenschafts-Faktor" vielleicht für eben diese Zuschauer zu hoch angesetzt war - und ich nehme mich da selbst nicht aus.

Allerdings wehre ich mich auch gegen den stets vorgebrachten Vorwurf, dass man wohl den Film nicht verstanden hätte, wenn man ihm nichts abgewinnen kann. Mir ist jedenfalls sehr wohl die Message des Films bewusst geworden, und teilweise habe ich auch die wissenschaftliche Komponente verstanden, zumal gerade Ersteres ja nicht allzu subtil verpackt wurde.

Da wäre z.B. die Szene auf der...

SpoilerZeigen
... Wasserwelt. Geht es um die Thematik der Erschließung neuer Welten und der Umsiedlung der Menschheit, wird stets gesagt, dass Wasser eine, wenn nicht sogar die zentrale Rolle spielt und für das Überleben der Menschheit auschlaggebend und unabdingbar ist. Dass Wasser auf dieser Welt aber hingegen sogar eine extreme Gefahr darstellt, ist schon ein Wink dem Zaunpfahl bzw. zeichnet ein gegenteiliges Szenario, das vielleicht auch denkbar wäre und in diesen Therorien nicht unbeachtet bleiben sollte.


Wie schon gesagt, habe ich insgesamt den subjektiven Eindruck, dass Nolan hier irgendwie zuviel wollte. Auf der einen Seite wollte er der physikalischen Komponente gerecht werden, auf der anderen Seite hatte er aber wohl auch die Absicht, dem Mainstream nicht zuviel Kopfarbeit aufzubürden und das Ganze mit einer emotionalen Geschichte "auszugleichen". Meiner Ansicht nach, wird Nolan aber wohl nie der Geschichtenerzähler großer Emotionen werden, da (wie im aktuellen Fall) der wissenschaftliche Aspekt klar dominiert, und das Drama eher ein obligatorisches Dasein fristet, dem man sich, meiner Meinung nach, eingehender, detaillierter und liebevoller hätte widmen müssen.

Das größte Manko an Nolans aktuellem Film ist aber schlicht die Tatsache, dass er augenscheinlich den Anspruch erhebt - und von Kritikern und Fans auch mehr oder weniger dazu hochstilisiert wird -, ein tiefgründiges Werk zu sein, das den Zuschauer zum Nachdenken animiert, stattdessen aber nichts anderes tut, als ihm seine Quintessenz in seiner ganzen "epischen Breite" unbeholfen und allzu offensichtlich auf dem Silbertablett zu servieren. Wirklich großes Kino sieht für mich anders aus, und aufgrund dessen kann ich auch den gerne hervorgebrachten Vorwurf verstehen, der Streifen sei ein "Erklär-Bär-Film".

Ich will jetzt nicht sagen, dass "Interstellar" schlecht wäre. Ganz im Gegenteil! Es ist auch nicht so, dass mich der Film komplett kalt gelassen hätte. Ich habe mich prinzipiell schon "relativ" gut unterhalten gefühlt, was allerdings eher am Visuellen und am Erzähltempo gelegen hat. Aber der große "Flash" ist prinzipiell ausgeblieben, was für mich persönlich schon mal eine schlechte Voraussetzung ist, und ich kann die Lobeshymnen, die der Film erntet, wirklich nicht in dem extremen Maße nachvollziehen. Ob ich mir den Film noch mal anschauen werde, kann ich noch gar nicht sagen, aber momentan tendiere ich eher dazu, es nicht zu tun.

Nolan mag sicherlich kein schlechter Filmemacher sein, aber teilweise kann man schon den Eindruck haben, dass er sich ein bisschen überschätzt und selbst feiert, ob seines grandiosen Anspruchs. Ich denke da zum Beispiel an die Plot-Twists, die er gerne mal in seine Geschichten einbaut und die augenscheinlich darauf aus sind, "Aha-Effekte" hervorzurufen. Aber wenn ich an "The Dark Knight" oder eben auch an "Interstellar" denke, dann sind viele seiner Ideen in dieser Hinsicht eher zum Gähnen - übertrieben formuliert.

Für mich ist Nolan zwar ein solider Filmemacher, wie es Werke wie "Memento" und "Inception" immer mal aufblitzen lassen, aber noch lange kein "Genie", wie es der Hype um den Regisseur und Autoren vermuten lässt. Ich glaube sogar, dass mir der Film wesentlich besser gefallen hätte, wenn Steven Spielberg weiterhin involviert geblieben wäre.


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Re: 2014 // Interstellar

#56

Beitragvon Sponskonaut » Fr 28. Apr 2017, 01:47

Kleine Info für alle, die den Film noch nicht gesehen haben: Er läuft kommenden Sonntag auf Pro7.

Ich will allerdings nicht wissen, wie lang das Ding mit Werbung ist...


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