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2005 // Die Insel

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Sponskonaut
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2005 // Die Insel

#1

Beitragvon Sponskonaut » So 13. Apr 2014, 09:59

So, nachdem ich den Film nun wirklich etliche Jahre vor mir her geschoben habe, habe ich mir Die Insel gestern endlich mal angeschaut. Keine Ahnung, warum der Streifen bei mir so lange liegengeblieben ist, aber irgendwie stand er bei mir immer auf der Liste der Filme, die ich mir "bei Gelegenheit mal anschauen m√ľsste"... [zwinker]

Worum es in diesem Sci-Fi-Actioner geht, lässt sich hier nachlesen, in den Hauptrollen darf man Ewan McGregor und Scarlett Johansson bewundern. In den Nebenrollen noch Sean Bean, Steve Buscemi und Djimon Hounsou.

https://www.youtube.com/watch?v=uzR0mxTgoLo

---

Vorab muss ich erstmal erwähnen, dass ich mich nie großartig mit der Story oder der Umsetzung auseinandergesetzt habe und gar nicht wusste, worauf ich mich da einlasse. Mir war zwar klar, dass es es sich mehr oder weniger um eine Sci-Fi-Story handelt, aber wie diese dann letztlich ausfällt, wusste ich nicht.

Auf jeden Fall f√§ngt der Film stark an. Das futuristische Set-Design macht optisch einen tollen Eindruck, und die Story baut sich behutsam auf. Das erste Manko zeigt sich aber recht fr√ľh, weil man schon erahnen kann, worum es bei all dem geht. Prinzipiell kann man sagen, dass der Film in zwei H√§lften aufgeteilt ist: In der ersten bekommt es der Zuschauer mit einer "schaurig-sch√∂nen" Dystopie zu tun, die sich stark dem Aufbau der Story sowieso ihren Charakteren widmet, w√§hrend man zur zweiten H√§lfte hin eher mit einem Sci-Fi-Actioner konfrontiert wird.

Schauspielerisch kann man Johansson und McGregor absolut keinen Vorwurf machen. Beide machen ihre Sache grundsolide, und h√§tten die Figuren (durch das Drehbuch und die Story) mehr Freir√§ume erfahren, h√§tten die Darsteller ihnen sicherlich noch mehr Tiefe verliehen. So bleiben die Charaktere, ab einem gewissen Zeitpunkt, eher oberfl√§chlich. Und ich denke, dass das gr√∂√üte Manko dabei wirklich ist, dass man tats√§chlich irgendwann von der d√ľsteren Zukunftsvision zum reinem "Sci-Fi-Action-Spektakel" √ľberwechselt.

Zwar ist das grunds√§tzlich visuell bestens in Szene gesetzt, aber ich pers√∂nlich muss gestehen, dass mir diese ganze Verfolgungsjagd und die der viele "Krawall" irgendwann ein bisschen "too much" wurden. Stattdessen h√§tte ich mir eher gew√ľnscht, wenn man die Story noch langsamer aufgebaut h√§tte und nicht gleich so offensichtlich gewesen w√§re, worum es geht. W√§re, wie ich finde, wesentlich spannender ausgefallen und h√§tte die Action dann auch in einem anderen Licht dastehen lassen.

Eine kleine "Ungereimtheit" ist mir dann im Verlauf der Geschichte auch noch aufgefallen. Relativ zu Beginn bekommt McGregor, in der Rolle von "Lincoln Six Echo" doch...

SpoilerZeigen
... diese kleinen "Kamera-Sender" eingepflanzt, die alles, was er in den nächsten 24 Stunden sieht, aufzeichnen sollen.


Komischerweise wird das später kaum noch aufgegriffen, nur eben dann...

SpoilerZeigen
... als diese "Ex-Söldner-Security-Truppe" hinter den beiden her ist, sie durch die Sender orten will, Lincoln Six Echo diese dann unterwegs kurzerhand aber mit dem Urin ausscheidet.


Da hatte ich den Eindruck, also ob die Regisseure eigentlich mehr geplant hatten und diese kurze Erkl√§rung dann nur noch mal bringen, um das Ganze abzuschlie√üen. Eigentlich hatte ich da erwartet, dass man zumindest noch ein paar Aufnahmen dieser Kamera sieht und diese dann vern√ľnftig in die Geschichte eingebunden werden. So hat man einfach nur das Gef√ľhl, als ob man im Vornherein mehr vorgehabt h√§tte. Sehr merkw√ľrdig.

---

Nun ja, grunds√§tzlich w√ľrde ich sagen, dass ich mich recht gut unterhalten gef√ľhlt habe, muss aber nach wie vor sagen, dass der Film prinzipiell da anf√§ngt zu schw√§cheln, als er zum Action-Teil umschwenkt. F√ľr den Popcorn-Kino-Abend ist der Streifen wohl geeignet, mehr sollte man aber auch nicht erwarten. Letztendlich werde ich aber den Eindruck nicht los, dass da viel Potential verschenkt wurde. Ich denke, der Roman "Spades" verfolgt da sicherlich andere Ans√§tze - nur hat Regisseur Michael Bay dann letztlich eher einen Sci-Fi-Actioner daraus gemacht.

Meine Wertung: [popcorn] [popcorn] [popcorn] von 5 Popcorn-Portionen


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Re: 2005 // Die Insel

#2

Beitragvon MartyMcFly » So 13. Apr 2014, 12:30

Ja, habe den Film schon sehr oft gesehen, von daher meineseits schon etwas "ausgelutscht" ;)
Nun, Michael Bay ist nicht grad f√ľr "tiefgr√ľndiges" bekannt, daher ist eher satte Hollywood Action angesagt. Die Story ist dennoch interessant und l√§sst √ľber so manches nachdenken.
Besonders gut wird der Film, wenn "Lincoln Six Echo " in die Rolle seines "Original" schl√ľpft.


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Re: 2005 // Die Insel

#3

Beitragvon Sponskonaut » So 13. Apr 2014, 13:52


MartyMcFly hat geschrieben:Nun, Michael Bay ist nicht grad f√ľr "tiefgr√ľndiges" bekannt, daher ist eher satte Hollywood Action angesagt.

Das ist wohl richtig. Wie gesagt, hatte mich vorab eigentlich nie gro√üartig mit dem Film besch√§ftigt und wusste nicht mal, dass Bay da Regie gef√ľhrt hat. Als ich seinen Namen im Vorspann gelesen habe, war ich allerdings schon "vorgewarnt". [zwinker]

Die Story ist dennoch interessant und l√§sst √ľber so manches nachdenken.

Das auf jeden Fall.

Besonders gut wird der Film, wenn "Lincoln Six Echo " in die Rolle seines "Original" schl√ľpft.

Ich fand auch, dass McGregor diese beiden kontr√§ren Charaktere sehr √ľberzeugend verk√∂rpert hat. Na ja, und Scarlett war ebenso √ľberzeugend, und sch√∂n anzuschauen ist die Dame ja sowieso. [zwinker]

Was mir halt bei solchen Filmen, bei denen das gegebene Potential nicht wirklich ausgeschöpft wurde, immer durch den Kopf geht, ist die Frage, was ein anderer Regisseur oder Drehbuchautor aus dem Stoff gemacht hätte. Wie wäre "Die Insel" z.B. geworden, wenn sich ein Andrew Niccol der Sache angenommen hätte? Man erinnere sich nur mal an "Gattaca".


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