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2013 // After Earth

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Sponskonaut
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2013 // After Earth

#1

Beitragvon Sponskonaut » So 1. Dez 2013, 03:55

So, jetzt habe ich mir endlich mal "After Earth" angeschaut, den Sci-Fi-Film von und mit Will Smith, in dem auch sein Sohn Jade eben diesen spielt. Die Handlung l├Ąsst sich hier nachlesen.

https://www.youtube.com/watch?v=8pOhtHLqBNM
┬áţÖŚ┬áHandlung
Kurz umrissen geht es darum, dass die Menschheit auf einen anderen Planeten umgesiedelt ist und sich dort mit au├čerirdischen "Kampf-Bestien" konfrontiert sieht, die die Menschen anhand ihrer Pheromone (wenn sie Angst haben) "riechen" k├Ânnen und sie dann t├Âten. Will Smith spielt einen General, der sich das "Ghosting" angeeignet hat. Dabei zeigt er keinerlei Angst und kann sich so den Ursas n├Ąhern, ohne dass sie ihn warhnehmen, um sie dann auszuschalten. Auf einem Trainings-Flug st├╝rzt die Maschine ab, Smith und sein Sohn sind die einzigen ├ťberlebenden, allerdings ist Smith so schwer verletzt, dass er seinen Sohn nun mit technischen Hilfsmitteln zum Heck des Schiffes lotsen muss, wo sich das zweite und funktionierende "Notsignal-Dingens" befindet. Ach ja, und ein Ursa war zu Trainings-Zwecken ebenfalls mit an Bord...
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Anhand der Story wird man sich schon denken k├Ânnen, dass es sich eher um kurzweiliges Popcorn-Kino handelt, als um irgendein tiefgr├╝ndiges Werk. [zwinker] Das Visuelle ist dann auch das Pr├Ągnanteste am ganzen Film, das sich im Prinzip auch sehen lassen kann.

Wie gesagt, die Story ist nicht nur simpel, sondern auch ziemlich klassisch, geht es doch um eine Vater-Sohn-Beziehung, Mut und das Erwachsenwerden. Allerdings hatte ich irgendwie das Gef├╝hl, dass die Handlung keine wirklichen H├Âhepunkte hatte. Der Film ist auf einem konstanten Spannungs-Niveau vor sich her ged├╝mpelt, auch wenn sicherlich ein paar spannende Szenen enthalten waren.

Die Krux war f├╝r mich aber definitiv die schauspielerische Leistung, zumal Smith und sein Sohn den ganzen Streifen alleine tragen m├╝ssen. Will Smith hat f├╝r mich sowieso noch nie zu den Top-Darstellern Hollywoods geh├Ârt, weil sein Spiel doch ziemlich limitiert ist, und sein Sohn Jaden tut es ihm scheinbar gleich. Ein bisschen die Mundwinkel und die Augenbrauen zu verziehen, reicht eben nicht aus, um tats├Ąchlich Emotionen zu transportieren. Wenn ich es mir genauer ├╝berlege, dann w├╝rde ich sogar behaupten, dass Jadens Darstellung schon ziemlich unterirdisch war. Irgendwie kam da einfach nichts r├╝ber, mit beiden Figuren konnte ich schlicht nicht mitf├╝hlen oder mitfiebern. Sollte Jaden bei der Schauspielerei bleiben, sollte er sich noch m├Ąchtig ins Zeug legen, und ich hoffe f├╝r ihn, dass nicht nur sein prominenter Erzeuger der Grund daf├╝r sein wird, dass er auf der gro├čen Leinwand zu sehen ist.

Schelte hat "After Earth" auch f├╝r seine offensichtlichen Parallelen zur Scientology-Ideologie einstecken m├╝ssen, auch wenn Will Smith stets beteuert, dass er kein Mitglied sei, wohl aber f├╝r den "Verein" schon gespendet h├Ątte... [kuckuck] Welche Parallelen das sind, l├Ąsst sich auch im verlinkten Wikipedia-Artikel nachlesen.

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Auf jeden Fall hat mich der Film nicht vom Hocker gehauen. Die schauspielerischen Leistungen sind auf einem ziemlich niedrigen Niveau angesetzt, die Story gibt sich klassisch schlicht, ohne jegliche ├ťberraschungen, und gewundert habe ich mich sehr, dass sich M. Night Shyamalan, den man von Werken wie "The Sixth Sense" oder "Unbreakable" kennt, f├╝r die Regie verantwortlich zeigt.

"After Earth" ist jedenfalls definitiv kein Werk, das man gesehen haben muss. F├╝r die kurzweilige Abendunterhaltung sicherlich ausreichend, aber ein gro├čer Wurf ist dieser Sci-Fi-Film keinesfalls. Und ich muss auch zugeben, dass mir die Smith-Familie nicht wirklich sympathischer geworden ist. Es wurde ja schon oft kritisiert, dass Will Smith seinen Sohn ein bisschen zu oft mit vor die Kamera zerren w├╝rde - und ich hoffe, dass er das alsbald mal bleiben l├Ąsst, da ich die Vermutung habe, dass sich Jadens Spiel in Zukunft nicht merklich bessern wird. Jedenfalls hatte ich w├Ąhrend der gesamten Spielzeit durchweg das Gef├╝hl, dass er f├╝r die Schauspielerei einfach nicht gemacht ist.

Meine Wertung: [popcorn] [popcorn] von 5 Popcorn-Portionen


I have no country to fight for; my country is the earth, and I am a citizen of the world.
- Eugene V. Debs

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