Wie gesagt, ich habe die Serie nie in Gänze gesehen, sondern nur im Free-TV mal die eine oder andere Folge geschaut. Interessant sah sie für mich aber immer aus, nur wollte ich sie gerne komplett sehen. Dass Netflix die Serie jetzt ins Programm genommen hat, hat sich als wahrer Glückstreffer herausgestellt – denn ich bin ziemlich schnell in das Universum reingekommen, aus unterschiedlichen Gründen.
Zunächst mal bin ich sowieso ein großer Fan von Coming-of-Age-Geschichten. Vor allem auch dann, wenn sie im Sci-Fi-Genre daherkommen. Bei "Smallville" habe ich tatsächlich so "Roswell"-Vibes, eine Serie, die ich damals echt gemocht und verschlungen habe. Da fällt der Mix ja sehr ähnlich aus. Ich glaube, schon alleine deswegen hat mich die Superman-Serie so schnell überzeugt. Ich mag einfach die Charaktere und die Schauspieler und wie das Erwachsenwerden hier mit dieser Supehelden-Geschichte verwoben wird.
Zugegeben, die Effekte sind teilweise nicht so gut gealtert, aber ich gehöre auch nicht zu denen, die das wirklich erwarten. Die Serie stammt nun mal von Anfang der 2000er, technisch kann man sie also im Grunde noch zu den späten 90ern zählen. Ich vermute mal, dass die Effekte (bei satten 10 Staffeln) mit der Zeit besser werden. Setze ich aber auch nicht voraus, für mich ist das Format jetzt schon ziemlich solide. Und zum Soundtrack: Der gefällt mir richtig gut, weil da viel von der Alternative-Mucke dabei ist, die ich damals auch immer gehört habe und auch heute noch höre. Viele Songs kenne ich sogar.
Sehr interessant finde ich ja, dass Clark Kent hier mit Lex Luthor erst mal befreundet ist. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ich meine, dass die Jugend in den Comics nie so wirklich thematisiert wurde. Jedenfalls ist mir die Freundschaft mit Lex ziemlich neu. Aber auch diese Idee mag ich, weil sie der Story einen schönen Twist gibt. Zumal ja auch die Jugendjahre von Lex damit thematisiert werden. Finde ich wirklich gelungen.
Die Darsteller, finde ich, passen auch wie die Faust aufs Auge. Vor allem Tom Welling als junger Superman, der erst noch seine Fähigkeiten entdeckt, ist für mich goldrichtig gecastet. Und Kristin Kreuk als "Love Interest" erinnert mich sehr an Liz Parker aus "Roswell", die von Shiri Appleby auch so zuckersüß dargestellt wurde.
Jedenfalls habe ich jetzt so vier oder fünf Episoden geguckt und bin echt gespannt, wie es weitergeht. Ich denke, mein "Sliders"-Rewatch muss erst mal pausiert werden.
