2018 // Manifest

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MartyMcFly
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2018 // Manifest

Beitrag von MartyMcFly »

Inhalt
Während des Montego-Air-Flugs 828 von Jamaika nach New York City treten heftige Turbulenzen auf. Bei der anschließenden Landung erfahren die Fluggäste und Besatzungsmitglieder von der National Security Agency, dass seit dem Abflug mehr als fünfeinhalb Jahre vergangen sind. Aufgrund des spurlosen, langanhaltenden Verschwindens des Flugzeugs mit allen Insassen wurden sie alle für tot erklärt. Die Zurückgekehrten erkennen, dass ihr Leben nicht mehr so wie früher sein wird. Angehörige sowie Bekannte reagieren sehr unterschiedlich auf die Rückkehr. Die Zurückgekehrten hören zudem plötzlich Stimmen und erleben Visionen, welche auf Ereignisse aus der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft hinweisen, was die ganze Situation weiter verkompliziert.


In diesem Jahr habe ich auch die Serie "Manifest" auf Netflix angesehen. Die Serie hat mich gefesselt, getragen von sehr sehr guten Hauptdarstellern und einer Story, genau nach meinem Geschmack.

Die ersten 2 Staffel waren sehr gut.

Die 3. Staffel ging schon etwas holpriger, aber es ist natürlich schwierig, bei einem immer komplexeren und größer werdenden Rätsel und Mysterien, da noch klar Schiff zu haben. Schwierig in der Umsetzung.
Das Ende von der 3. Staffel war dann heftig und unerwartet, eine wichtige -meiner Meinung- tragende Hauptdarstellerin musste ausscheiden.
In der 4. Staffel wurde auch dadurch vieles anders, dieser Charakter macht u.a. das Herz dieser Serie, dieser Geschichte aus und fehlte immens. Darum habe ich mich zu diesem Zeitpunkt gefragt, warum die Schauspielerin ausstieg, weil es einfach nicht passte, blieb fast nur, dass sie nicht mehr wollte.
Aber, nach der Serie habe ich ein bisschen nachgelesen. Es war Absicht, es war von den Machern so gedacht. Dazu später mehr. Auch den Schauspielern fehlte sie sehr am Set der 4. Staffel, weil sie einfach dazugehörte.

Nun, nachdem nach der 3. Staffel damals schon das Ende bei NBC war, kam die Serie zu Netflix und stürmte die Zuschauercharts,
was Netflix dazu veranlasste, Manifest um eine vierte und letzte, 20 Folgen enthaltende Staffel zu verlängern.[1] Der erste Teil der vierten Staffel (Episoden 1 bis 10) wurde am 4. November 2022 bei Netflix veröffentlicht[2], der zweite Teil (Episoden 11 bis 20) am 2. Juni 2023, ebenfalls bei Netflix.[3] Mitte 2022 verweilte die Serie mehrere Wochen in den Netflix-Charts, sie stieß teilweise sogar Stranger Things von Platz eins.[4]
In der 4. Staffel (vorallem die zweite Hälfte) zog sich die Serie hin, es wurde sehr gestreckt. Bei satten 20 Folgen, hätte es man sogar auf die Hälfte oder so reduzieren können, auch wiederholte sich einiges. Wow, dass man 20 Folgen für eine Staffel nochmal bekommt, aber trotzdem waren es mehr oder weniger zuviel, weniger hätte gut getan.

Der Ausstieg von Athena Karkanis nach der 3. Staffel hatte natürlich einen immensen Impact auf die letzte Staffel. Und infolge natürlich auch auf den anderen Hauptcharakter und auf die Story. Ich dachte mir immer, sie muss einfach zurückzukommen und dazu gibts nicht viele Möglichkeiten.
Tatsächlich habe ich mir eine Ende ausgedacht, wie ich es schreiben würde, ein perfektes Ende.
Allerdings habe ich mir schon gedacht, da müsste man allerdings Szenen bereits am Anfang der Serie dafür gedreht haben, für den Schluss der Serie, was natürlich genial wäre, wenn Produzenten das machen, aber auch sehr sehr ein Wagnis, da man ja nicht weiß, wie lange die Serie läuft, was sonst alles passiert, etc. Aber, es ging dann auch anders. [daumen]

Es ist tatsächlich so, dass der Ausstieg und was daraus alles folgte für die ganze Geschichte nötig war (was einem erst so richtig am Schluss erschließt) und genau für dieses Ende, das wir bekommen haben.

Die eine oder andere Charakterentwicklung war im laufe der 4. Staffel - so dachte ich mir - nicht konsequent, mal so, dann wieder so oder zu vage. Das zog sich etwas zu lang hin, etc. Auch von der Story, wie schon erwähnt. Und es war auch eine Sache - die auch für fiktive Verhältnisse - etwas "unrealistisch" so nebenbei in der zweiten Hälfte der Staffel wirkte.

Aber, so muss ich sagen: Die letzten 2 Folgen haben alles wieder gut gemacht/"korrigiert", genau richtig gemacht, genauso wie es sich richtig für diese Serie, für die Charaktere, für die Geschichte, es sich anfühlt.

Die letzte Folge kam tatsächlich genauso, wie ich es mir vorgestellt hab!
Gänsehaut! Was für ein emotionales perfektes Ende! Ich hab Tränen geweint.

Ich hab bis zu den letzten Folgen nicht gedacht, dass diese grandiose Serie, tatsächlich so ein gutes, verdientes Ende bekommt.
In der Nachlese hat der Produzent erklärt, dass die letzte Szene, tatsächlich sehr aufwändig war. Und für alle - vorallem für die Schauspieler - auch sehr emotional. Dazu gibts, das eine oder andere Youtube Video.

Eine für mich in vielerlei Hinsicht grandiose Serie, die mich sehr oft berührte.

Was mich freute:
Robert Zemeckis war als Produzent mit von der Partie!
Zuletzt geändert von MartyMcFly am Sa 30. Dez 2023, 20:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: 2021 // Manifest

Beitrag von Sponskonaut »

Sehr cool, dass du die Serie hier ansprichst! Habe sie nämlich auch dieses Jahr gesehen. [grinsen]

Tatsächlich weiß ich immer noch nicht so genau, was ich insgesamt von der Serie halten soll. Die ganzen Religions-Bezüge fand ich ein bisschen "schwierig", wobei das bei "Lost" im Grunde auch nichts anderes war. Trotzdem hat mich die Story gepackt, weil ich – wie du es auch schon formuliert hast – emotional mitfiebern konnte. Vor allem die ganze Sache um Zeke hat mich dann doch sehr berührt.

Auf den zweiten Teil der 4. Staffel hatte ich sehnsüchtig gewartet, weil ich das Ganze endlich zu einem Abschluss bringen wollte. Aber auch hier gebe ich dir Recht: Der letzte Durchgang war im Großen und Ganzen nicht mehr so fesselnd. Irgendwann im Laufe der Season war mir sogar das Ende schon klar – und tatsächlich ist es auch so gekommen. War für mich irgendwie die einzige logische Konsequenz, wie die Geschichte am Ende ausgehen "sollte".

Alles in allem würde ich "Manifest" auch als eines meiner diesjährigen Serien-Highlights bezeichnen. Ich mochte den ganzen Mystery-Aspekt und dass lange unklar war, was das alles soll. Die Charaktere haben mich insgesamt auch abgeholt, emotional hat es gepasst, und überhaupt mochte ich auch das Storytelling.
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
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