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Tom meets Zizou

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Tom meets Zizou

#1

Beitragvon Sponskonaut » Di 18. Jun 2013, 00:33

Nachdem ich schon vor einiger Zeit diese kleine Doku entdeckt und sie k├╝rzlich aus dem TV aufgezeichnet habe, habe ich mir jetzt endlich mal die Zeit genommen, sie mir auch anzuschauen. Die Rede ist von "Tom meets Zizou", in der es um den au├čergew├Âhnlichen Werdegang des deutschen Fu├čballers Thomas Broich geht.

Broich feierte sein Deb├╝t in der 1. Bundesliga bei Borussia M├Ânchengladbach, spielte aber auch danach beim 1.FC K├Âln eine wichtige Rolle. International spielte er mehrfach f├╝r die deutsche U21 und konnte auch einen Platz in der Perspektivmannschaft des DFB ergattern, schaffte es aber nie in die A-Nationalmannschaft. Das Besondere an Broich ist, dass er sich mit seinem Interesse f├╝r anspruchsvolle Literatur und klassische Musik sehr von Vereinskollegen abhob und von den Medien schnell den Stempel des "spielenden Feingeistes" aufgedr├╝ckt bekam - was ihm zwar schmeichelte, f├╝r ihn aber nicht wirklich f├Ârderlich war. Dieses Anderssein verlieh im eine "Arroganz", die er sich sp├Ąter selbst eingestand und die ihm gegen├╝ber Mitspielern und Trainern nicht nur Wohlwollen einbrachte. Irgendwann wurden ihm die Mechanismen, der Druck und die Erwartungshaltungen zuviel, sodass er sich irgendwann von der Bundesliga abwandte...

Ich muss sagen, dass ich wirklich derma├čen gespannt vor dem Bildschirm gesessen habe, weil Broich ein interessanter und auch sympathischer Charakter ist und sein Werdegang so spannend und liebevoll in Szene gesetzt wurde. Die Schnelllebigkeit dieses Profisports wird thematisiert, der Einfluss der Medienlandschaft, aber vor allem der Mensch hinter dem Sportler findet in dieser tollen Doku Beachtung. Es wird eben schnell klar, dass Broich tats├Ąchlich "anders" ist. Schon allein an der Art und Weise, wie er sich zu artikulieren wei├č, merkt man, dass er wesentlich mehr im Kopf hat als die meisten anderen Fu├čballspieler, deren Wortschatz oftmals einem Rhetorik-Kurs entsprungen scheint.

"Tom meets Zizou" ist aber nicht nur f├╝r Fu├čball-Fans interessant, sondern (wegen des Fokus auf den Menschen selbst) auch f├╝r Zuschauer, die gerne erleben m├Âchten, wie sich ein Mensch, der anders ist als die Mehrheit, in einem erbitterten Umfeld und einer gnadenlosen Branche zurechtfindet. Eine absolut sehenswerte Doku! [daumen]


I have no country to fight for; my country is the earth, and I am a citizen of the world.
- Eugene V. Debs

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