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Oscars 2011

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Oscars 2011

#1

Beitragvon Sponskonaut » Di 1. Mär 2011, 14:00

So, auch dieses jahr meine Frage in die Runde: Hat jemand die Verleihung mitverfolgt oder gar live gesehen?

Ich war jedenfalls diesmal wieder am Bildschirm dabei, und meine Freundin hatte sogar Urlaub genommen, um sich die Verleihung des Filmpreises anzuschauen - und wir haben die komplette Ăśbertragen gesehen inkl. Gequatsche auf dem roten Teppich... :))

Allerdings fällt mein Urteil recht verhalten aus, und ich kann dem Artikel auf SpOn weitgehend zustimmen.

Zunächst mal die "Hosts", die mit Anne Hatheway und James Franco ein jüngeres Publikum ansprechen sollten: Beide wirkten ziemlich farblos, die Gags auswendig gelernt, und man hätte sich gewünscht, dass doch jemand mit mehr Erfahrung dort oben gestanden hätte. Alec Baldwin und Steve Martin haben ihre Sache im letzten Jahr wesentlich solider und unterhaltsamer gemacht. Auch musss ich dazusagen, dass James Franco einen ziemlich arroganten Eindruck gemacht und man das Gefühl hatte, dass ihm das Ganze eigentlich egal war.

Die Oscars selbst wurde größtenteils an die Leute verliehen, die auch schon die Golden Globes bekommen hatten. Dass aber ein Historiendrama, das relativ altbacken daherkommt, weil es einfach nur die klassischen Motive verarbeitet, der große Gewinner des Abends war, hat mich doch ziemlich enttäuscht und beweist das, was auch schon im SpOn-Artikel geschrieben wurde: dass die Veranstaltung einen Schritt rückwärts gemacht hat. Ebenso unverständlich war es, dass von keinem Preisträger (bis auf einen Dokumentarfilmer, der was Kritisches zur Finanzkrise sagte) ein Wort zur aktuellen globalen Situation kam. Da hätte man sich einen Darsteller wie Sean Penn gewünscht, aber der boykottiert die Veranstaltung ja schon seit längerem.

Sicherlich, und das sagt die Academy ja auch, sollen die Künstler honoriert werden, und die Oscars sollen keine politische Veranstaltung sein. Aber wenn man bedenkt, dass ein Großteil der nominierten Filme auf wahren Begebenheiten beruht (The Social Network, The King's Speech, 127 Hours) und Hollywood schon seit längerem anscheinend nicht mehr fähig ist, gescheite Original-Drehbücher zu fabrizieren, dann mutet es schon irgendwie recht "undankbar" an, wenn die Filmschaffenden das aktuelle Geschehen mit keinem Wort erwähnen.

Jedenfalls fand ich das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen "Avatar" und "The Hurt Locker" im letzten Jahr wesentlich spannender und war auch froh, dass Kathryn Bigelow mit ihrem Streifen einen Tick erfolgreicher abgeschnitten hatte. In diesem Jahr war dann doch alles ziemlich vorhersehbar.

Dass die Coen-BrĂĽder die groĂźen Verlierer des Abends waren, fand ich schon etwas schade, weil ich auch ein groĂźer Fan deren Filme bin. Aber ich muss auch sagen, dass ich bisher keinen Film der BrĂĽder wirklich oscarwĂĽrdig fand. Auch nicht "No Country for old Men", der ja mit mehreren Goldjungen ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem fĂĽr den besten Hauptdarsteller, der an Javier Bardem ging, der auch dieses Jahr nominiert war. Ich fand diesen Oscar schon nicht wirklich passend.

Alles in allem waren die Oscars dieses Jahr also ziemlich fad, es war kein Darsteller dabei, der mit seiner Rede wirklich aufgefallen ist, und unmöglich finde ich es nach wie vor, dass die Gewinner der "unwichtigen" Oscars mal wieder zeitlich so beschnitten wurden, dass man den Eindruck hatte, man wolle den Werbekunden eher gerecht werden als den Künstlern...


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Re: Oscars 2011

#2

Beitragvon Alexslider » Sa 26. Mär 2011, 10:25

Hab ich wie jedes Jahr nicht verfolgt. So Preisverleihungen, egal ob Film, Musik, Comedy oder ähnliches interessieren mich irgendwie kaum. Wie wird das eigentlich entschieden wer die Preise bekommt?


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Re: Oscars 2011

#3

Beitragvon Sponskonaut » Sa 26. Mär 2011, 19:00


Alexslider hat geschrieben:Wie wird das eigentlich entschieden wer die Preise bekommt?

Na ja, das macht die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", eben eine Jury aus Filmschaffenden.


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