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Oscars 2011

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Oscars 2011

#1

Beitragvon Sponskonaut » Di 1. M√§r 2011, 14:00

So, auch dieses jahr meine Frage in die Runde: Hat jemand die Verleihung mitverfolgt oder gar live gesehen?

Ich war jedenfalls diesmal wieder am Bildschirm dabei, und meine Freundin hatte sogar Urlaub genommen, um sich die Verleihung des Filmpreises anzuschauen - und wir haben die komplette √úbertragen gesehen inkl. Gequatsche auf dem roten Teppich... :))

Allerdings fällt mein Urteil recht verhalten aus, und ich kann dem Artikel auf SpOn weitgehend zustimmen.

Zun√§chst mal die "Hosts", die mit Anne Hatheway und James Franco ein j√ľngeres Publikum ansprechen sollten: Beide wirkten ziemlich farblos, die Gags auswendig gelernt, und man h√§tte sich gew√ľnscht, dass doch jemand mit mehr Erfahrung dort oben gestanden h√§tte. Alec Baldwin und Steve Martin haben ihre Sache im letzten Jahr wesentlich solider und unterhaltsamer gemacht. Auch musss ich dazusagen, dass James Franco einen ziemlich arroganten Eindruck gemacht und man das Gef√ľhl hatte, dass ihm das Ganze eigentlich egal war.

Die Oscars selbst wurde gr√∂√ütenteils an die Leute verliehen, die auch schon die Golden Globes bekommen hatten. Dass aber ein Historiendrama, das relativ altbacken daherkommt, weil es einfach nur die klassischen Motive verarbeitet, der gro√üe Gewinner des Abends war, hat mich doch ziemlich entt√§uscht und beweist das, was auch schon im SpOn-Artikel geschrieben wurde: dass die Veranstaltung einen Schritt r√ľckw√§rts gemacht hat. Ebenso unverst√§ndlich war es, dass von keinem Preistr√§ger (bis auf einen Dokumentarfilmer, der was Kritisches zur Finanzkrise sagte) ein Wort zur aktuellen globalen Situation kam. Da h√§tte man sich einen Darsteller wie Sean Penn gew√ľnscht, aber der boykottiert die Veranstaltung ja schon seit l√§ngerem.

Sicherlich, und das sagt die Academy ja auch, sollen die K√ľnstler honoriert werden, und die Oscars sollen keine politische Veranstaltung sein. Aber wenn man bedenkt, dass ein Gro√üteil der nominierten Filme auf wahren Begebenheiten beruht (The Social Network, The King's Speech, 127 Hours) und Hollywood schon seit l√§ngerem anscheinend nicht mehr f√§hig ist, gescheite Original-Drehb√ľcher zu fabrizieren, dann mutet es schon irgendwie recht "undankbar" an, wenn die Filmschaffenden das aktuelle Geschehen mit keinem Wort erw√§hnen.

Jedenfalls fand ich das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen "Avatar" und "The Hurt Locker" im letzten Jahr wesentlich spannender und war auch froh, dass Kathryn Bigelow mit ihrem Streifen einen Tick erfolgreicher abgeschnitten hatte. In diesem Jahr war dann doch alles ziemlich vorhersehbar.

Dass die Coen-Br√ľder die gro√üen Verlierer des Abends waren, fand ich schon etwas schade, weil ich auch ein gro√üer Fan deren Filme bin. Aber ich muss auch sagen, dass ich bisher keinen Film der Br√ľder wirklich oscarw√ľrdig fand. Auch nicht "No Country for old Men", der ja mit mehreren Goldjungen ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem f√ľr den besten Hauptdarsteller, der an Javier Bardem ging, der auch dieses Jahr nominiert war. Ich fand diesen Oscar schon nicht wirklich passend.

Alles in allem waren die Oscars dieses Jahr also ziemlich fad, es war kein Darsteller dabei, der mit seiner Rede wirklich aufgefallen ist, und unm√∂glich finde ich es nach wie vor, dass die Gewinner der "unwichtigen" Oscars mal wieder zeitlich so beschnitten wurden, dass man den Eindruck hatte, man wolle den Werbekunden eher gerecht werden als den K√ľnstlern...


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Re: Oscars 2011

#2

Beitragvon Alexslider » Sa 26. M√§r 2011, 10:25

Hab ich wie jedes Jahr nicht verfolgt. So Preisverleihungen, egal ob Film, Musik, Comedy oder ähnliches interessieren mich irgendwie kaum. Wie wird das eigentlich entschieden wer die Preise bekommt?


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Re: Oscars 2011

#3

Beitragvon Sponskonaut » Sa 26. M√§r 2011, 19:00


Alexslider hat geschrieben:Wie wird das eigentlich entschieden wer die Preise bekommt?

Na ja, das macht die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", eben eine Jury aus Filmschaffenden.


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