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Der fünfte Slider

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Der fünfte Slider

#1

Beitragvon MartyMcFly » Fr 27. Dez 2013, 14:53

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"Der fünfte Slider"
oder "Eine Weihnachtsgeschichte"


Quinn Mallory, Wade Wells, Professor Maximillian Arturo begannen - wie wir alle wissen - ihr "ziemliches Abenteuer" im Keller von Quinn. Nachdem sie von dem Wirbel aufgesaugt wurden, wanderte der Vortex bekanntlich hinaus auf die Straße, wo er Rembrandt Brown samt Auto verschlang. Wie der Wirbel sich schloss wurde auf dieser Erde jedoch nicht gezeigt. Dieser wanderte noch ein paar Sekunden weiter und verschluckte noch jemanden....

Kapitel I:
"Die Eintrittskarte"

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27. September 1995
Wir sehen die Straßen von San Francisco und stoppen im Financial District beim "Transamerica Pyramid" Gebäude im Büro eines kleinen aber sehr gewinnbringenden eigenständigen Finanzinstitutes. Im Vorzimmer läuft das Radio: "...Das wäre die Aufstellung der Giants. Das Stadion wird ausverkauft sein. Falls Sie keine Karten mehr bekommen konnten, machen Sie es sich zuhause gemütlich. Diesmal singt die Hymne Rembrandt "Cryn Man" Brown..."
Im Büro des obersten "Senior Finanical Agent", also dem Chef dieser Firma, sehen wir sein Namensschild: "Earnest Crouch". Mr. Crouch ist gerade mitten in einem Telefonat:
"Das können sie doch nicht machen....was?...Heute ist doch das große Spiel!.....Nein, Smith ist unser bester Klient! .....Sie können ihn doch nicht einfach an die Pazifikküste schicken?....Gibts dort überhaupt eine Liga?......Ha, Selbstvertrauen, sie müssen nur seine Gage erhöhen, dann bringt er auch wieder seine Leistung.....Ha, irgendwann habe ich genug Anteile der Giants und mir damit ein Mitspracherecht angeeignet...und sie können dann nicht mehr so einfach die Aufstellung ändern...."
Crouch legt wütend auf.
Seine Sekretärin Bridget bringt ihm Unterlagen ins Büro. Mr. Crouch schnauzt vor sich hin. Dann sagt er: "Streichen Sie heute das Spiel der Giants! Das hat sich erledigt!" Die Sekretärin fragt nach, was den los sei. Sie bekommt aber keine Antwort. Bridget: "Was machen Sie dann mit ihrem Ticket? Da Sie es sowieso nicht mehr brauchen, würde ich gerne fragen, ob es mein Sohn haben könnte, er würde sich sehr freuen, mal ein Spiel im Stadion ansehen zu kö..." Darauf wird sie unterbrochen und er sagt: "...und kontaktieren Sie das Ticketbüro, dass ich ein Ticket zu verkaufen habe, ich möchte dafür Geld haben!" Bridget: "Aber..." Mr. Crouch: "Ich habe nichts zu verschenken"
Dadurch das der Spieler Smith von den Giants ein Klient von Mr. Crouch ist, hat er die Karte natürlich umsonst bekommen.
Bridget verlässt sein Büro und geht zurück zu ihrem Platz. "Was für ein geiziges, unhöfliches, egoistisches...." Brummt sie vor sich hin. Ihre Kollegin: "Seit er in der Chefetage ist, ist er noch ein größerer Geizhals geworden. " Bridget: "Geld und Macht verdirbt den Charakter" Kollegin: "Die Firma macht soviel Gewinne und trotzdem bezahlt er seine Mitarbeiter unter aller..." Bridget: "Aber wir brauchen den Job, einen Arbeitsplatz zu finden ist sehr schwierig und daher müssen wir dennoch dankbar sein" Kollegin: "Ob er sich jemals ändern wird? Ich meine, mit 30 Jahren so ein habgieriger Mann zu sein..."
Earnest Crouch ist seit über 10 Jahren bei dieser Firma beschäftigt. Er kennt nichts anderes, als das Finanzmanagment und die Gewinnmaximierung. Vor zwei Jahren übernahm er den Chefposten.

Mr. Crouch sieht auf seine Uhr: "Ach du sch...ich komme zu spät!" Er hat einen Termin bei einem Kunden. Er packt seinen Aktenkoffer und stürmt aus seinem Büro. "Wieso haben Sie mich nicht erinnert, ich habe gleich einen Termin...", sagt er im Vorbeigehen zu seiner Sekretärin. Bridget: "Was für ein Termin...ich hab keinen Eintrag!"...Mr. Crouch: "Ach, sie sind doch zu nichts fähig..." Und verlässt das Büro. Wir sehen an der Eingangstür das Firmenlogo mit dem Schriftzug "MFS" - 'Marley Financial Services'. In einem schicken Porsche fährt er zu seinem Klienten.

Im Büro kommt ein kleiner Junge bei der Tür hereingestürmt und läuft zu seiner Mutter, der Sekretärin Bridget. Bridget: "Hi Tim, die Schule ist schon aus?". Sie umarmt ihn. Tim: "Hi Mom, ja!". Tim fragt aufgeregt: "Gehen wir heute zum Baseballspiel??" Bridget: "Tut mir leid Tim, wir können uns keine Tickets leisten. Vielleicht das nächste Mal." Tim ist sehr enttäuscht. Er hätte es sich so gewünscht.

Auf der Fahrt zum Klienten läuft im Autoradio von Mr. Crouch der Song "Last Christmas". "Das kann doch nicht sein, 3 Monate vor Weihnachten!" Er regt sich auf und punched direkt das Radio aus.
Auf halben Weg geht ihm dann das Auto ein. Der Motor lässt sich nicht mehr starten.
Mr. Crouch: "Das kann jetzt aber nicht...das...." Er kocht vor Wut. Er sucht die nächste Telefonzelle und ruft den Abschleppdienst an, da auch sein Autotelefon nicht funktionierte.
Dann geht er den restlichen Weg zu Fuß weiter. Mr. Crouch versucht ein Taxi zu erwischen, doch keines bleibt stehen. Er kocht vor Wut. Er sieht auf seinen Notizzettel, wo er den Namen und Adresse seines neuen potenziellen Kunden notiert hatte. "Wo ist denn jetzt diese Straße?", raunzt er.
"Ah endlich!", sagt Mr. Crouch. "Hier um die Ecke muss das Haus sein". Während er um die Ecke geht, überprüft er auf seinem Terminkalender blickend seine weiteren Termine. Plötzlich blickt er nach vorne, lässt seinen Terminkalender und die Notiz fallen und 2 Sekunden später wird er von einem wirbelstrudelartigem Ding einfach verschlungen.
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Auf der leeren Straße liegt nun Mr. Crouch' Terminkalender und eine Notiz auf dieser steht:
Amanda Mallory, 4159 Blue Jay Way


Fortsetzung folgt
----
Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, geschrieben von Marty. Neue Kapitel werden laufend (unregelmäßig) hinzugefügt. Ausdrücklich werden Meinungen und Kommentare nicht verboten [winken], sowie sind Vorschläge wie die Story weitergehen soll herzlich Willkommen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Autor. [computer]


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Re: Der fünfte Slider

#2

Beitragvon Alexslider » Sa 28. Dez 2013, 19:01

Interessanter Einfall mit dem Wirbel im Pilotfilm. Bin gespannt wie's weitergeht. Gibt's eine Chance, dass du das vielleicht verfilmst? *g*


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Re: Der fünfte Slider

#3

Beitragvon MartyMcFly » Di 31. Dez 2013, 19:33


Kapitel II:
"Der Schneesturm"


Crouch wird vom Wirbel wieder ausgespuckt. Er landet unsanft auf festgefrorenen eisigem Schnee.
Crouch: "Autsch...was war denn das..." Er steht etwas schmerzlich auf und sieht sich um. "Was zum....Wo bin ich hier? und wie bin ich hier.....??", fragt sich Crouch.
Vor sich sieht er eine meterhohe Schneemauer. Rundherum ist er von Schneebergen nur so eingekesselt.
Er sieht sich weiter um. "Wo bin ich hier??", fragt er immer wieder. Dann scheint er eine Stimme zu hören. Sie ist dumpf und unklar, daher nicht zu verstehen. 'Das muss von der anderen Seite dieser hohen Schneemauer kommen', denkt er sich. Er versucht zu schreien "Hallo!!, Hilfe!! Ist hier jemand??? Hallo!???", ruft er so laut wie er nur kann. Aber er bekommt keine Antwort.

Crouch versucht einen der riesigen Schneehaufen hinaufzuklettern. Aber er schafft es nicht, er bekommt keinen Halt. Ihm ist kalt, sehr kalt. Alles was er anhat ist ein stinknormaler Büroanzug.
Dann wird es stürmisch. "Oh nein, das sieht nicht gut aus.", klappert er aus seinem Mund. Er probiert es bei der hohen Schneemauer, dort wo die Stimmen herkamen. Diesmal versucht er einen Durchgang zu graben. Dabei schreit er immer laut um Hilfe. Der Schneesturm wird immer heftiger. Er gräbt und gräbt und er friert immer mehr und mehr. Währenddessen denkt er immer wieder darüber nach, was ihn da erwischt hat, das ihn hierhergebracht hat und vorallem warum.

Dann endlich kommt er auf der anderen Seite durch. Er schlängt sich durch das schmale Loch. Crouch sieht im heftigen Schneesturm einen roten Wagen, es ist ein Cabriolet das im Schnee steckt. Und er sieht einen Mann, der gerade vom Sitz des Autos aufsteht. Über diesen Mann sieht er exakt wieder so einen Wirbel, wie den, der ihn vermutlich hierher gebracht hat.
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Crouch versucht zu schreien. Doch in diesem heftigen Schneesturm kann ihn dieser Mann wohl nicht hören. Gleichzeitig beginnt er dorthin zulaufen, es sind nur wenige Meter. Inzwischen steigt der Mann vom Sitz auf den Kofferraum. Crouch ist nun nur mehr einen Handgriff von diesem Mann entfernt, er versucht sein Bein zu greifen, doch in diesem Moment springt der Mann hinauf in den Wirbel. Er wird richtig wie ein Kaugummi hinaufgezogen. Crouch versucht den Wirbel noch zu erreichen und steigt auf den Kofferraum, dabei blickt er nach oben. In diesem Moment schließt sich der Wirbel.
Er ist zu spät.
Kaum noch seine Hände und Füße spürend steht er auf dem Kofferraum und blickt den gleich herannahenden Blizzard entgegen.
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Er kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Aber dann erinnert er sich an einen Schneesturm, den er mit seiner Mutter als Kind erlebt hat. Earnest schließt die Augen...und ein wohliges Gefühl mit einer lebendigen Erinnerung überkommt ihn. Wir sehen Earnest als Kind mit seiner Mutter mitten in einem Schneesturm. Seine Mutter nahm ihn damals den ganzen Weg bis nachhause bei der Hand, sie ließ nie los, egal wie stark der Sturm auch war.


Fortsetzung folgt...

-------
Alexslider hat geschrieben:Gibt's eine Chance, dass du das vielleicht verfilmst? *g*

Wer weiß [yeshappy] [verträumt]


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Re: Der fünfte Slider

#4

Beitragvon Alexslider » Sa 4. Jan 2014, 23:53

Hmm... jetzt hat Mr. Crouch aber ganz schon die A-Karte gezogen. Wie er da wohl wieder wegkommt? Er wird doch nicht (auf einer menschenleeren Welt) einen Timer finden?! [hmm]


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Re: Der fünfte Slider

#5

Beitragvon MartyMcFly » So 5. Jan 2014, 00:39

NöNö so einfach wirds nicht werden...;) Earnest Crouch hat noch einiges vor sich...vor allem auch persönlicher Natur...Aber keine Angst ich werde jetzt nicht die drei Geister, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erscheinen lassen. Aber vielleicht soetwas ähnliches in anderer Form.

Wer sagt, dass diese Welt menschenleer ist...hmm...aber vielleicht ist sie's ja.
Den weiteren Handlungsstrang weiß ich übrigens noch nicht, bzw. habe mich noch nicht entschieden. Ich schaue von Kapitel zu Kapitel...und natürlich...Mini-Cliffhanger sind garantiert! [hihi]


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Re: Der fünfte Slider

#6

Beitragvon MartyMcFly » So 5. Jan 2014, 15:13

Kapitel III:
"Die Streichhölzer"


Wir sehen Earnest mit noch geschlossenen Augen stehend auf dem Kofferraum des roten Cabriolets. Der Blizzard kommt sehr sehr nahe. Aber dann wird es etwas leiser und daher öffnet er die Augen.
Der Blizzard ist knapp an ihm vorbeigezogen. Er hat Glück gehabt. Der Wind wird schwächer. Er atmet durch.
Kaum noch seine Hände und Füße spürend blickt sich Earnest um. Er sieht das gegenüberliegende Haus und hofft das er sich darin irgendwie aufwärmen kann.
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Er klettert über den vereisten Gartenzaun und steigt die Stufen zur Haustüre hinauf. Sie war bereits einen Spalt offen. Als er hineingeht, sieht er das es drinnen genauso aussieht wie draußen. Earnest fragt sich erneut: 'Was ist hier passiert?' und 'Wo bin ich hier?'
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Er schaut sich im Haus um. Und tatsächlich findet er in einem Schrank in einer verpackten, aber nassen Schachtel noch Winterkleidung. Dazu ein paar Decken. Er zieht sich mit allem was er finden konnte an, drei Hauben, drei paar Socken, zwei Schals, drei Pullover, zwei Hosen, zwei Jacken und zwei paar Handschuhe. Auf einer Waschmaschine findet er leider nur ein paar Kerzenreste.

Sonst war nichts mehr zu finden, was ihm helfen könnte. Earnest ist mitterweile ziemlich erschöpft und daher setzt er sich in eine Ecke und vermumt sich mit den gefundenen Decken.
Erst jetzt fällt ihm ein, dass er ja eine kleine Streichholzschachtel in seinem Sakko eingesteckt hat. Er hofft darin noch Streichhölzer zu finden. Als er die Schachtel aufschiebt, sieht man, dass sich nur mehr 5 Stück darin befinden. Für Earnest war die Aussicht hier ein Feuer zu entfachen und Brennmaterial zu finden ziemlich gering und da er auch zu müde ist, macht er sich auch nicht die Mühe nochmal das Haus zu durchsuchen.

Earnest zündet das erste Streichholz an. Endlich kann er etwas Wärme verspüren. Er blickt in die Flamme und erinnert sich und verfällt in eine Art Tagtraum.
Wir sehen wie das Kind Earnest mit seiner Mutter zuhause ankam. Sie muss die Haustüre von innen mit voller Kraft zudrücken, da draußen immer noch ein starker Schneesturm herrscht. Im Hause sehen wir eine gemütliche bäuerliche Stube und einem wunderschönen warmen Kaminfeuer. "Wir sind da Papa", sagte Earnest. Sein Vater stellte soeben den Weihnachtsbaum auf. Heute war der Vorabend zum Weihnachtsfest. Sie leben eher in ärmlichen Verhältnissen, aber zu Weihnachten möchten seine Eltern nur das beste für den kleinen Earnest.
Earnest umarmt seinen Vater. Sein Vater: "Was für einen gewaltigen Schneesturm wir draußen haben, nicht wahr Earny?" Earnest: "Ja, Mama und ich brauchten sicher dreimal solang nachhause als sonst!". Vater: "Weißt du was, wärm dich erstmal am Kamin etwas auf und nachher darfst du mir beim Schmücken des Weihnachtsbaumes helfen." Earnest: "Ohjaa!"
Er wärmte sich am Kaminfeuer, seine Mutter brachte ihm einen warmen Kakao. "Mmm ist der gut Mama!"
Allmählich verschwindet dieses Bild und wir sehen wieder ein dunkles und vereistes Wohnzimmer. Das erste Streichholz von Earnest war ausgegangen. Die Erinnerungen an damals lösen in ihm viele Gefühle aus und erstmals nach vielen Jahren sehen wir Tränen in seinen Augen...
Earnest zündet ein zweites Streichholz an. Wir sehen einen schön beschmückten Weihnachtsbaum. Earnest, seine Mutter und sein Vater sangen Weihnachtslieder. Zur Bescherung überreichte sein Vater Earnest etwas was in einem einfachen Papier gewickelt ist. Man sieht seinem Vater an, dass er sich fast schämte, als er das Geschenk Earnest übergab. Earnest allerdings war voller Vorfreude und entpackte das Geschenk. Es war ein von seinem Vater selbst gebasteltes Holzauto, liebevoll mit Farben angemalt. "Danke, Danke Papa!" Earny war glücklich über sein Auto. Sein Vater war sichtlich, wie auch seine Mutter, sehr gerührt, dass Earny mit dem liebevollen Geschenk seines Vaters zufrieden war...

Mittlerweile ist auch das zweite Streichholz ausgegangen. Earnest Crouch ist tief in Gedanken. "Ist das hier real?", sagt er vor sich hin. "Hat mich das Schicksal hierher gebracht?", fragt er sich. Und er fragt sich das nicht nur, nein er ist sich auch immer sicherer, dass es für ihn einen Grund hat, warum er hier ist und das er nun mehr zitternd und hoffnungslos in seine Streichholzschachtel schauen muss, die nur mehr drei Streichhölzer beinhaltet.


Fortsetzung folgt


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Re: Der fünfte Slider

#7

Beitragvon MartyMcFly » Sa 18. Jan 2014, 00:57

Kapitel IV:
"Earnest Crouch"


Earnest lässt den Tag Revue passieren. In seinem müden, sensiblen und emotionalen Zustand fallen ihm Dinge ein, die er zuvor oder noch niemals richtig wahrgenommen hatte oder wollte. Er erinnert sich an die Situationen mit seiner Sekretärin Bridget, als sie ihm um das Baseball Ticket für ihren Sohn gebeten hat. Oder wie er sie grundlos angefahren hat, denn den Termin bei Amanda Mallory - wie ihm soeben einfiel - hatte er Bridget nie mitgeteilt. So ein Verhalten hat er nicht erst seit heute, nein, seit vielen Jahren ist er seinen Kollegen und Angestellten gegenüber kühl, distanziert und meistens unfreundlich und hatte nie etwas übrig für sie. Earnest hatte die ganzen Jahre immer nur das Geschäft, Geld und Karriere im Kopf und nahm dabei keine Rücksicht auf andere.
In eine Ecke verkrochen und unterkühlt ist er erstmals im Stande sein Leben selbstzureflektieren.
'Oh mein Gott, wie bin ich nur so geworden.', denkt sich Earnest. Ihm kullert eine Träne runter. 'Ich weiß, ich bin eigentlich so nicht....ich war doch mal anders...'. Die ganzen Jahre in dieser Firma war er in einem Hamsterrad gefangen. Er wusste im Inneren immer, das da etwas nicht stimmt. Aber er konnte nicht aus seiner Haut und wollte seine Vorgesetzten auch nie enttäuschen, im Gegenteil, er wollte immer die Vorgaben überbieten.

Earnest muss sich wieder wärmen, er zündet das dritte Streichholz an.
Wir sehen Earnest als Teenager durch - von Weihnachtsbeleuchtung erhellte - Straßen laufen. Er geht in ein heruntergekommenes Gebäude die Treppen hinauf. Earnest wohnt mit seinen Eltern mit anderen Mitbewohnern in einer kühlen und feuchten Wohnung ohne Eingangstür. Deren finanzielle und wohnliche Situation wurde in den letzten Jahren zunehmend präkerer. Sie mussten ihr Haus aufgeben und in eine abgesandelte Wohngemeinschaft ziehen, wo sie kaum Platz für sich hatten. Als Earnest nachhause gekommen war, kommt kurz danach auch sein Vater herein. Er bringt den Weihnachtsbaum mit. Nun es war eher ein kleiner Weihnachtszweig. Earnest zu seinen Eltern: "Ich kann so nicht mehr leben, ich habe es satt, alle meine Freunde haben eine warme Wohnung und sogar ein eigenes Zimmer und bekommen Geschenke...Ich muss hier weg, suche mir einen Job und werde viel Geld verdienen!". Sein Vater wollte auf ihn einreden: "Hab Geduld mein Sohn! Ich bekomme bald meine Anstellung und dann werden wir wieder besser leben!". Earnest glaubt ihm nicht mehr, denn er hat das schon so oft versprochen und es wurde nie anders. Er rannte davon. Sein Vater lief ihm nach. Doch er verlor ihn auf den Straßen aus den Augen. Nun wusste er, das er ihn verloren hatte. Nicht nur auf der Straße, auch aus der Familie...Sein Vater blickt in die Ferne: "Viel Glück!", sagt er. Einige Meter weiter vorne sehen wir, wie Earnest sich ganz außer Atem in einer Seitengasse versteckt und seinen Vater beobachtet. Solange, bis dieser sich wieder umdreht und wieder nachhause geht. Jetzt ist Earnest auf sich alleine gestellt. Er wusste, dass hier in dieser ärmlichen Gegend keine Aussicht auf einen Job hatte und so kam er nach San Francisco...

Earnest zieht es wieder zurück in die Realität. Das dritte Streichholz war ausgegangen. Er vermisst seine Eltern. Er hatte sie schon lange nicht mehr besucht. Nachdem er von zuhause weggegangen war, meldete er sich ein paar Jahre nicht mehr bei ihnen. Es herrscht ein angespanntes Verhältnis zwischen Ihnen. Auch kam es nie zur Aussprache, weder er, noch sein Vater konnten das sagen, was sie sich dachten. Daher besucht er sie auch nur sehr selten und wenn, nur sehr kurz und es wird nur über die Arbeit gesprochen.

Da er die Kälte fast nicht mehr aushält, zündet er gleich das vorletzte Streichholz an. Müde schließt er die Augen.
Wir sehen Earnest, wie er bei der Firma "Marley Financial Services" beginnt und nach und nach die Karriereleiter hochklettert. Er arbeitet und arbeitet, 16 Stunden-Tage waren keine Seltenheit. Er stellte sich darauf ein, was der Chef Mr. Marley von ihm wollte und machte alles um dies auch zu erreichen und sogar zu übertreffen. Denn Earnest wollte nie wieder arm sein, nein er möchte soviel Geld wie möglich verdienen. In diesem Sog vergingen die Arbeitsjahre. Sogar an Weihnachten arbeitete er. Während die Kollegen draußen sich bei einer Weihnachtsfeier gut unterhielten, überprüfte Earnest Crouch in seinem Büro die finanziellen Statistiken und Analysen. Earnest veränderte sich zusehends zu einem kalten, skrupellosen und rücksichtslosen vereinsamten Geschäftsmann.
Wir sehen die Übergabe des Chefsessels von Mr. Marley an Earnest Crouch. Mr. Marley übergibt ihm eine Urkunde. Crouch ist somit zum obersten "Senior Finanical Agent"ernannt worden.

Earnest wird nun klar, dass er über all die Jahre überhaupt kein Verhältnis zu seinen Mitarbeitern und nunmehr Angestellten aufgebaut hat. Im Gegenteil. Er erkennt das respektlose Verhalten ihnen gegenüber.

Das vorletzte Streichholz ist ausgegangen. Earnest schüttelt den Kopf und ist wütend auf sich selbst und macht sich Vorwürfe, auf all die Jahre, all die Zeit, all das was er verpasst hat, seine Einsamkeit - die er erst jetzt richtig spürt -, sein blödes Verhalten, wie dumm er nur war, wie es hätte anders sein können und und und...


Fortsetzung folgt


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Re: Der fünfte Slider

#8

Beitragvon MartyMcFly » So 2. Feb 2014, 14:00

Kapitel V:
"Quinn, wo bist du?"


Auf der Heimaterde:
Im Haus der Mallorys ist Amanda Mallory soeben dabei, das Essen vorzubereiten.
Sie blickt auf die Uhr. "Was ist nun mit Mr. Crouch, kommt der noch, vor einer Stunde hätte er hier sein müssen, hat er den Termin bei mir vergessen?", fragt sie sich.
Bevor sie die Firma anruft, geht sie zur Kellertür und schreit hinunter: "Quinn! Das Essen ist fertig! Und bring deine Freunde mit!"
Danach ruft sie bei "MFS" an und fragt, was mit dem ausgemachten Termin mit Mr. Crouch ist. Eine gewisse Bridget ist am Telefon, sie weiß nichts näheres, nur das Mr. Crouch schleunigst zu einem Termin musste. So kann sie ihr auch nicht weiterhelfen.

Sie wartet am Küchentisch auf ihren Sohn Quinn. Da er und seine Freunde sich nicht melden und nicht heraufkommen und das Essen schon kalt wird, möchte sie selbst in den Keller gehen. Sie ging nur selten in den Keller, denn es war Quinn's Reich, er wollte nie das man etwas anfasst.
Sie geht hinunter und ist sehr erstaunt, als sie niemanden unten antrifft.
Sie ruft nach Quinn. "Quinn? Quinn?? Wo bist du?", schreit sie.

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Sie fragt sich: "Wo sind sie hin? Sie kamen doch nie die Treppen herauf. "

In der Firma von "Marley Financial Services" macht sich Bridget auch Gedanken, wo Mr. Crouch gerade stecken könnte. Ihre Kollegin: "Du brauchst dir keine Gedanken zu machen! Er macht sich ja auch nie Gedanken über uns!", sagt sie zu Bridget.
Kurze Zeit später läutet ein Abschleppdienst an. Sie brachten den Porsche von Mr. Crouch. Sie sagen, dass er ihnen den Auftrag gegeben hatte sein Auto hierherzubringen und er auch bald nachkommen würde.
Kurz vor Büroschluss ist Mr. Crouch noch immer nicht aufgetaucht. 'Ungewöhnlich', denkt sich Bridget. Bridget schließt das Büro ab, denn sie muss nachhause zu Ihrer Familie.

Am späten Abend ruft Mrs. Mallory bei Quinn's Freundin Wade zuhause an. Im Hintergrund hört man das Radio mit einem Bericht des heute stattgefundenen Giants Spiels. Hervorgehoben wurde das Nichterscheinen des Sängers Rembrandt Brown, der die Hymne singen sollte. Niemand weiß wo er steckt.
Nachdem Anruf bei Wade stellt sich heraus, dass auch Wade nicht nachhause gekommen ist
Aus dem Telefonbuch sucht sie dann auch noch die Telefonnummer von Professor Maximillian Arturo. Auch er war nicht zu erreichen. 'Da stimmt doch was nicht', denkt sie sich. Da sie aber nichts machen kann, geht sie erstmal zu Bett.
Am nächsten Morgen ruft sie an der Uni an. Sie bekommt die Information, dass weder der Professor zu seiner Vorlesung, noch Quinn dort erschienen sind. Sie kann sich das alles nicht erklären.
Später ruft sie Quinns Onkel an, damit er vielleicht herausfinden kann, wo er stecken könnte. Im Keller sehen sich beide um. Er entdeckt Videokassetten. Es sind Tagebuch Videos.
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Sie erfahren an was Quinn gearbeitet hat und somit wohin vermutlich Quinn und seine Freunde verschwunden sind. Quinns Mutter sieht das letzte von ihm gemachte Video, in dem er sie ausdrücklich bittet, die Geräte nicht wegzugeben und hofft irgendwann wieder zurückzukehren.
Mit Tränen in den Augen sagt Mrs. Mallory: "Ich werde warten..."

In einer anderen Welt, auf einer anderen Erde, zündet Earnest mitterweile schon das letzte Streichholz an. Er denkt sich: 'Ist es das, warum ich hier bin? Zu büßen, für alles schlechte und böse das ich getan habe? Ja, es wird so sein.'
'Aber auch zu erkennen, was und warum ich dies alles gemacht habe und doch noch den Blick auf das Wesentliche zu bekommen, auch wenn es schon zu spät ist? Ja.' Und dafür ist er dankbar.
Nun ist ihm alles klar.
Earnest blickt in die Flamme. Während das Streichholz langsam zu Ende brennt wird er ganz ruhig und ausgeglichen. Es fallt alles von ihm ab. Earnest: 'Es war wohl bestimmt, das ich hierher gezogen werde.' Das rauchende Streichholz ist ausgebrannt ...Er sagt leise: "Vielen Dank" und schließt müde seine Augen.

Fortsetzung folgt...


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Re: Der fünfte Slider

#9

Beitragvon MartyMcFly » Fr 15. Jul 2016, 21:20

Kapitel VI:
"Traum oder Wirklichkeit?"


Earnest träumt einen sehr emotionalen Traum. Von früher als Kind, die Energie, die Freude, die Interessen die er früher hatte. Sein Vater sagt im Traum zu ihm: "Gibt nicht auf! Du schaffst das!"

Plötzlich wacht Earnest wieder auf. Ihm gehen tausende Gedanken durch den Kopf. Auf einmal spürt er wieder Energie. Im nächsten Augenblick spürt er wieder die Kälte. "Jetzt rappel dich auf.", sagt er zu sich selbst. In Gedanken noch an den vorigen Erinnerungen: "Sei du selbst, so wie du wirklich bist und sein möchtest", spricht er zu sich.

Danach steht er auf. Er versucht sich zu bewegen um sich etwas aufzuwärmen und geht nach draußen. Die Luft ist wieder klarer als zuletzt. Erstmals sieht er weite Teile von San Francisco und fragt sich, wo er hier gelandet ist. "Das ist doch nicht meine Welt", sagt er.
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Earnest sieht sich den roten Cadillac mal genauer an. Er sieht das Nummernschild. Irgendwoher kennt er diesen Namen "CRY'N MAN", aber weiß nicht woher.
Er stöbert im Handschuhfach und findet eine Zulassung, die auf "Rembrandt Brown" lautet. Jetzt läutets ihm: "Das ist doch der Sänger!" Ein paar Kassetten und einen Brief an eine gewisse Alesha, in dem wohl Rembrandt sie fragt, ob er mit ihr zusammenziehen möchte, findet er noch. Sowie ein paar "Cry'n Man" Autogrammkarten und einen Kamm. Dann entdeckt er an der rechten Fensterscheibe irgendeine Zeichnung...
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Es ist zwar kaum noch zu erkennen, aber Earnest hat eine Idee zu diesem Hinweis: "Diese eingekreisten E, die mit diesem E in der Mitte verbunden sind, was bedeutet das? E, Energie? Erde? Ist dieser Wirbel, dermich hierher geschleudert hat, eine Verbindung zwischen diesen Welten, oder zwischen dieser Erden??" Earnest grübelt. "Ist das wirklich möglich, oder träume ich?"

Earnest geht ins Haus zurück. In der Küche entdeckt er ein Foto, die eine Familie zeigt. Earnest: "Ich kenne doch diese Frau...ja das ist doch Mrs. Mallory, die bei mir im Büro war und bei der ich heute einen Termin gehabt hätte." Dann dämmerts ihm: "Ich musste nur mehr um die Ecke gehen, dann wäre ich bei den Mallorys gewesen. Das muss das Haus der Mallorys sein, dieser Mallorys aus dieser Welt."
Dann hört er ein Geräusch und auch Stimmen. Er versucht diese Geräusche zu folgen und schreit, denn vielleicht kann ihn jemand hören. Er läuft nach draußen und er hört Stimmen, die von hinter dem Haus herzukommen scheinen. Earnest läuft auf die andere Seite des Hauses und ist erstaunt, denn er sieht einen Wirbel! Doch dieser hat einen andere Farbe: Es ist orange-rot und größer als dieser, der ihn hergebracht hat. Earnest atmet tief, viele Gedanken schweifen schnell ihn ihm umher. Earnest: "Nun, also, ich habe nichts zu verlieren..." Earnest springt in den Wirbel!

Earnest landet auf der Wiese, in einem Garten. Er blickt auf und kann es kaum glauben. Es ist warm, blauer Himmel! Er lacht, jauchzt, ist glücklich und weint fast vor Freude. Er steht auf und dreht sich grinsend um. Vier Personen blicken still mit ungläubiger Miene Earnest an und das sekundenlang. Bis das jemand dieser vier Personen ihn fragt: "Ähh, und Sie sind?"

Fortsetzung folgt...


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