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[75 | 5x05] Das Wasser des Lebens / New Gods for Old

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Sponskonaut
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Re: [75] Das Wasser des Lebens/New Gods for Old

#21

Beitragvon Sponskonaut » Fr 10. Jan 2014, 13:11

Grundsätzlich ist "Wasser des Lebens" eine Folge, bei der ich mich nach dem Schauen erstmal sammeln muss, weil sie eine Geschichte erzählt, bei der man schon ein bisschen aufpassen, um die Message auch zu erfassen.

Zur Story: Im Prinzip wird die Geschichte von drei verschiedenen Welten erz√§hlt, die sich unterschiedlich entwickelt haben. Dreh- und Angelpunkt ist ein Krieg zwischen den "Gl√§ubigen", einer Art Sekte, und den "Bir", die gegen diese Religion mit aller Vehemenz vorgehen. Schl√ľsselfiguren in dieser Auseinandersetzung sind ein Dr. Krislov und seine Tochter.

W√§hrend Krislov in der 1. Welt, aus der die Sliders fl√ľchten, der skrupellose Anf√ľhrer der Bir ist und seine Tochter an seiner Seite hat, wo diese Gruppierung anscheinend den Krieg gewonnen hat, haben sich auf der 2. Welt scheinbar die Gl√§ubigen durchgesetzt und eine eigene Kolonie errichtet, in der es wohl so etwas wie "Wunderheilung" gibt. Allerdings ist Dr. Krislov dort von seiner Tochter getrennt, die sich den Gl√§ubigen angeschlossen hat. In der 3. Welt hingegen, haben die Gl√§ubigen kaum eine Rolle gespielt und sind mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden. Krislov und seine Tochter f√ľhren dort ein Hotel, allerdings muss das M√§del dort mit einem Wirbels√§uenschaden leben.

Nachdem Mallory beim Slide von der 1. in die 2. Welt von Krislov angeschossen wird und danach nicht mehr gehen kann. Noch schnell zur Info, falls es der ein oder andere nicht wei√ü: Die Zusammenarbeit zwischen Mallory und dem B√∂sewicht der ersten Folgen der 5. Staffel, Dr. Oberon Geiger, kam ja damit zustande, dass Letzterer daf√ľr gesorgt hatte, dass Mallory aus dem Rollstuhl kam und wieder laufen konnte. Aus diesem Grund ist Mallory ziemlich aufgebracht, als er feststellt, dass er seine Beine diesmal wieder nicht bewegen kann. In der 2. Welt suchen die Slider dann auch Krislov auf, der durch den (verlorenen) Krieg selbst eine Verletzung hat und den Gl√§ubigen kritisch gegen√ľbersteht, zumal seine Tochter zu ihnen geh√∂rt. Mallory ist nat√ľrlich verzweifelt, sucht diese "Sekte" und trinkt eine Fl√ľssigkeit, die sein Leiden zwar heilt, allerdings den fragw√ľrdigen Nebeneffekt hat, dass er sich "gehirngewaschen" den Gl√§ubigen anschlie√üt...

Hier im Thread wurde zwar schon gesagt, dass Floyd in seiner Rolle √ľberzeugend r√ľberkommen w√ľrde, was ich allerdings ganz und gar nicht finde. F√ľr mich hat sich seine schauspielerische Leistung seit den ersten Folgen kaum verbessert. Seine Darstellung wirkt weitgehend "h√∂lzern" und zu aufgesetzt, wobei man sagen muss, dass das vornehmlich f√ľr seine verzweifelte Phase gilt. Ein bisschen √ľberzeugender gestaltet sich zwar diese "Erleuchtung", wobei es sicherlich auch keine gro√üe Herausforderung ist, d√§mlich grinsend durch die Gegend zu laufen und einen auf erleuchtet zu machen. Streckenweise empfand ich das eher als unfreiwillig komisch. Ein anderer Darsteller h√§tte dem Ganzen wahrscheinlich wesentlich mehr Tiefe verliehen - was dann nat√ľrlich auch mehr Authentizit√§t bedeutet.

Sehr pr√§gnant bei dieser Episode, finde ich, dass man es erneut mit einer Story zu tun hat, die die Slider gleich von Beginn an mit einer sehr prk√§ren Lage konfrontiert. W√§hrend es in "Das gro√üe Werk" Maggie ist, die unmittelbar nach dem Slide mit einer Erkrankung auf der neuen Welt landet, ist es diesmal Mallory. Auch hier wei√ü der Zuschauer gleich, dass es keine Episode wird, in der erstmal mit "Leichtigkeit" eine parallele Welt erkundet werden kann. Von der Grundstimmung also erneut eher d√ľster und ausweglos. Das ist nat√ľrlich kontraproduktiv, was das "originale" Sliders-Feeling ausmacht.

Nach dem Slide in die 3. Welt gibt sich Mallory bewusst beleidigt den anderen gegen√ľber, die ihn mehr oder weniger gezwungen haben, von der 2. Welt zu verschwinden. Zwar stellt sich kurze Zeit sp√§ter heraus, dass es wohl daran liegt, dass er immer noch das Virus in sich tr√§gt, das ihn zwar geheilt, aber auch zu einem "Fanatiker" gemacht hat, aber prinzipiell hatte ich schon das Gef√ľhl, das die Gruppe grunds√§tzlich nach wie vor fragmentiert ist und auch nicht wesentlich besser w√§re, wenn Mallory nicht infiziert w√§re.

Sponskonaut hat geschrieben:Da sind auf der einen Seite Remmy und Maggie, die eine eingeschworene Gemeinschaft bilden, und auf der anderen Seite befindet sich Diana, die mehr mit sich selbst zu tun hat und mehr oder weniger f√ľr sich alleine werkelt. Und irgendwo ganz abseits gibt es noch Mallory, der mehr oder weniger mitgeschleift wird und nicht wirklich etwas Sinnvolles zur Gruppe beizutragen hat.

Sehr bezeichnend ist da die Fr√ľhst√ľcks-Szene, in der sich Mallory nicht zu Maggie, Remmy und Diana an den Tisch setzt, sondern daneben Platz nimmt und seine Entt√§uschung kundtut. Besonders in dieser Situation - die anderen wissen da noch nicht, dass Mallory immer noch infiziert ist - wird klar, dass die Gruppe noch keineswegs zusammengewachsen ist und eine homogene Gemeinschaft bildet.

Nun ja, weiter geht es nun damit, dass Mallory auf der 3. Welt das Virus verbreitet, damit andere J√ľnger um sich schart und auch Krislovs Tochter in seinen Bann zieht, der widerum eine "Licht-Kanone" entwickelt, die den Virus neutralisieren kann...

Grunds√§tzlich ist "Das Wasser des Lebens" eine Episode, die sich stark mit dem Thema Indentit√§tsfindung, freiem Willen und ein St√ľck weit auch mit Religion befasst - was streckenweise auch ganz sch√∂n in Szene gesetzt ist, bspw. als Maggie ein Glas mit dem infizierten Wasser in der Hand h√§lt und sagt, dass es so einfach w√§re, sich ihm (Mallory) anzuschlie√üen. Oder auch die Szene in der Kapelle, in der Maggie, Remmy und Diana auf Mallory einreden und ihm klarmachen wollen, dass Ver√§nderungen nur aus einem selbst heraus kommen k√∂nnen - und nicht von au√üen herbeigef√ľhrt.

Die Message ist definitiv sehr interessant und wird auch, wie ich finde, inszenatorisch sch√∂n bildlich und greifbar dargestellt. Sch√∂ner w√§re es nat√ľrlich noch gewesen, wenn die Autoren zum Schluss nicht so offensichtlich preisgegeben h√§tten, wof√ľr diese Geschichte dienen soll.

Mallory: "Quinn ist tot - endg√ľltig."
Maggie: "Ich weiß. Ich fang an, Mallory zu mögen."
Remmy: "Glaubst du das?"
Mallory: "Ja. Ich kann es f√ľhlen."
Remmy: "Ich nicht. Das werde ich auch nicht."

Maggie und Remmy tauschen dann noch bedeutungsvoll Blicke aus, was auch wieder die Verbundenheit des Zweier-Gespanns verdeutlicht - aber auch wieder, dass die neue Gruppe nach wie vor eine eher fragw√ľrdige Einheit bildet.

Grunds√§tzlich finde ich ja, dass mit "Das Wasser des Lebens" eine sehr wichtige Message transportiert wird, die, sagen wir mal, "ad√§quat" umgesetzt wurde, stark auf die Dialoge setzt und sich gl√ľcklicherweise mit Action-Szenen zur√ľckh√§lt. Der Fokus auf Mallory dient eindeutig dazu, die "√Ąra Quinn" endg√ľltig abzuschlie√üen und Mallory als festes Mitglied zu etablieren. Allerdings ist mein subjektives Empfinden, dass das nur sehr mangelhaft funktioniert. Zu schwer wiegt einfach der Verlust von Quinn, und (so sehr es auch w√ľnschenswert gewesen w√§re, weil ich die Figur sehr mag) Remmy taugt schlicht nicht als "Anf√ľhrer" der Truppe. F√ľr mich hatte er immer den Part des lustigen, wenn auch wichtigen, Sidekicks, der immer entscheidende Impulse in der Gruppe gesetzt hat.

Dazu kommt noch Robert Floyds darstellerische Leistung, die man nach f√ľnf Folgen immer noch skeptisch be√§ugen kann oder sogar muss. Auf jeden Fall habe ich bis dato keineswegs den Eindruck, dass wieder an die Qualit√§t der vorangegangenen Staffel angekn√ľpft werden konnte.


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Re: [75] Das Wasser des Lebens/New Gods for Old

#22

Beitragvon MartyMcFly » So 9. Nov 2014, 20:36

Die Borg lassen gr√ľ√üen...das mit den Nanoteilchen und dem gemeinsamen Bewusstsein, war ja wirklich 1:1 von den Borg aus Star Trek "gestohlen", nur das die Nanoteilchen mit Wasser aufgenommen werden m√ľssen. Und dazu gabs noch gleich einen effektiven Laserstrahl, um diese Nanoteilchen einfach im K√∂rper zu zerst√∂ren, und das beste daran, man verliert bei der Zerst√∂rung dieser Teilchen nur die h√∂here gemeinsame Verbindung, den "Segen", aber die Heilung, die die Nanoteilchen durch Zellerneuerung vollbracht haben, bleibt erhalten.

Also Sponsko hat ja die Folge detailliert auseinandergenommen...

Sponskonaut hat geschrieben: Hier im Thread wurde zwar schon gesagt, dass Floyd in seiner Rolle √ľberzeugend r√ľberkommen w√ľrde, was ich allerdings ganz und gar nicht finde. F√ľr mich hat sich seine schauspielerische Leistung seit den ersten Folgen kaum verbessert. Seine Darstellung wirkt weitgehend "h√∂lzern" und zu aufgesetzt, wobei man sagen muss, dass das vornehmlich f√ľr seine verzweifelte Phase gilt. Ein bisschen √ľberzeugender gestaltet sich zwar diese "Erleuchtung", wobei es sicherlich auch keine gro√üe Herausforderung ist, d√§mlich grinsend durch die Gegend zu laufen und einen auf erleuchtet zu machen. Streckenweise empfand ich das eher als unfreiwillig komisch. Ein anderer Darsteller h√§tte dem Ganzen wahrscheinlich wesentlich mehr Tiefe verliehen - was dann nat√ľrlich auch mehr Authentizit√§t bedeutet.

Ja, da gabs wirklich ein paar unfreiweillig komische Szenen, aber ich denke "so gut" wie in dieser Folge war die darstellerische Leistung von Mallory noch nicht, nat√ľrlich weil es ja nur um ihn ging. Aber ich denke irgendwie, da geht schauspielerisch nicht viel mehr, was Mimik, Ausdruck angeht, das erinnert ein bisschen an Ben Affleck, es fehlt einfach das Gewisse etwas...
Sponskonaut hat geschrieben: Nach dem Slide in die 3. Welt gibt sich Mallory bewusst beleidigt den anderen gegen√ľber, die ihn mehr oder weniger gezwungen haben, von der 2. Welt zu verschwinden. Zwar stellt sich kurze Zeit sp√§ter heraus, dass es wohl daran liegt, dass er immer noch das Virus in sich tr√§gt, das ihn zwar geheilt, aber auch zu einem "Fanatiker" gemacht hat, aber prinzipiell hatte ich schon das Gef√ľhl, das die Gruppe grunds√§tzlich nach wie vor fragmentiert ist und auch nicht wesentlich besser w√§re, wenn Mallory nicht infiziert w√§re.

Ja, die Gruppendynamik fehlt oder ist noch nicht da. In dieser Folge sieht man das auch deutlich, dass noch eine gewisse Teilung von Diana/Mallory und Maggie/Remmy vorhanden ist.

Sponskonaut hat geschrieben: Grunds√§tzlich ist "Das Wasser des Lebens" eine Episode, die sich stark mit dem Thema Indentit√§tsfindung, freiem Willen und ein St√ľck weit auch mit Religion befasst - was streckenweise auch ganz sch√∂n in Szene gesetzt ist, bspw. als Maggie ein Glas mit dem infizierten Wasser in der Hand h√§lt und sagt, dass es so einfach w√§re, sich ihm (Mallory) anzuschlie√üen. Oder auch die Szene in der Kapelle, in der Maggie, Remmy und Diana auf Mallory einreden und ihm klarmachen wollen, dass Ver√§nderungen nur aus einem selbst heraus kommen k√∂nnen - und nicht von au√üen herbeigef√ľhrt.

Die Message ist definitiv sehr interessant und wird auch, wie ich finde, inszenatorisch sch√∂n bildlich und greifbar dargestellt. Sch√∂ner w√§re es nat√ľrlich noch gewesen, wenn die Autoren zum Schluss nicht so offensichtlich preisgegeben h√§tten, wof√ľr diese Geschichte dienen soll.

Absolut, das was sie r√ľberbringen mit den erw√§hnten Messages, das war gut. Identit√§t: "Wer bist du?". Als Individuum geht es um Entscheidungen und M√∂glichkeiten im Leben. Verf√ľhrung, den einfachen Weg zu w√§hlen, wo andere f√ľr dich entscheiden oder den richtigen Weg = das wahre Leben, das oft nicht so bequem ist,...

Mallory war durch diese Verbundenheit, am n√§hersten zu sich selbst, zu Quinn und mit allen anderen verbunden, da dachte ich schon, ab jetzt k√∂nnte sich der Charakter Mallory zugunsten Quinn etwas √§ndern. Aber zum Schluss der Schock f√ľr uns und vorallem sichtlich f√ľr Remmy. Mallory f√ľhlt, dass Quinn jetzt endg√ľltig tot ist. Remmy m√∂chte das nicht glauben und ich auch noch nicht. Die n√§chsten Folgen werden weisen, was da noch erz√§hlt wird.


Sponskonaut hat geschrieben: Grunds√§tzlich finde ich ja, dass mit "Das Wasser des Lebens" eine sehr wichtige Message transportiert wird, die, sagen wir mal, "ad√§quat" umgesetzt wurde, stark auf die Dialoge setzt und sich gl√ľcklicherweise mit Action-Szenen zur√ľckh√§lt. Der Fokus auf Mallory dient eindeutig dazu, die "√Ąra Quinn" endg√ľltig abzuschlie√üen und Mallory als festes Mitglied zu etablieren. Allerdings ist mein subjektives Empfinden, dass das nur sehr mangelhaft funktioniert. Zu schwer wiegt einfach der Verlust von Quinn, und (so sehr es auch w√ľnschenswert gewesen w√§re, weil ich die Figur sehr mag) Remmy taugt schlicht nicht als "Anf√ľhrer" der Truppe. F√ľr mich hatte er immer den Part des lustigen, wenn auch wichtigen, Sidekicks, der immer entscheidende Impulse in der Gruppe gesetzt hat.

Dazu kommt noch Robert Floyds darstellerische Leistung, die man nach f√ľnf Folgen immer noch skeptisch be√§ugen kann oder sogar muss. Auf jeden Fall habe ich bis dato keineswegs den Eindruck, dass wieder an die Qualit√§t der vorangegangenen Staffel angekn√ľpft werden konnte.

Richtig, Mallory bzw. Rob Floyd ist einfach zu "schwach", um auch nur irgendwie Quinn zu ersetzen. Remmy muss zwangsweise den "Anf√ľhrer" spielen, da bleibt auch kaum Zeit f√ľr den lustigen Remmy und f√ľr den, wie wir ihn aus den ersten Staffeln kennen. Abgesehen davon, hat sich alles so sehr ge√§ndert und es ist soviel passiert, dass ein Remmy von fr√ľher, jetzt auch kaum mehr in die ganze Szenerie passen w√ľrde...

Loben muss ich Maggie, nicht nur in der vorigen Folge, auch in dieser Folge, gef√§llt sie mir als eher zur√ľckhaltender Charakter, der aber, wenn sie dran ist, gutes zeigt, sehr gut. Nicht nur optisch, ist sie jetzt genau richtig unterwegs.


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