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[63 | 4x15] Vernetzt / Net Worth

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[63 | 4x15] Vernetzt / Net Worth

#1

Beitragvon Alexslider » Sa 29. MĂ€r 2008, 00:13


Episodeninhalt: Die Sliders werden bei ihrer Ankunft auf der nĂ€chsten parallelen Erde durch eine unzerstörbare Glaswand voneinander getrennt. Quinn und Rembrandt landen im inneren des Hauses wĂ€hrend Colin und Maggie auf der Straßenseite davor landen. Auf dieser Welt ist die Bevölkerung in Onliner und Offliner getrennt. Die Onliner leben in hochmodernen HĂ€usern und regeln alles ĂŒber das Internet aber die Offliner mĂŒssen und wollen sogar ohne Technologie auskommen...



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Re: [63 | 4x15] Vernetzt / Net Worth

#2

Beitragvon Daniel-Wells » Mi 22. Aug 2012, 20:54

Also ich muss ganz ehrlich sagen ich fand die Folge richtig gut. Wenn Ich auf dieser Erde leben wĂŒrde wĂ€re ich warscheinlich wohl auch eher ein Onliner. Ich muss aber sagen als es auch sehr einsam sein kann stĂ€ndig nur online zu sein.

Wer mir aber gut gefallen hat ist Joanne (die Onlinerin) hatte irgendwie eine sĂŒsse Art an sich, und als Sie Ihr Net-Pad nicht hatte kam Sie mir ziemlich unbeholfen vor.


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Re: [63 | 4x15] Vernetzt / Net Worth

#3

Beitragvon Sponskonaut » Di 31. Dez 2013, 03:19

GrundsÀtzlich wartet "Vernetzt" mit einer sehr interessanten Thematik auf, die auch (oder gerade) in der heutigen Zeit zum Nachdenken anregen sollte.

In dieser Episode gehören die "Onliner" quasi zur sozialen Elite. Sie leben in schicken GebĂ€uden, die mit hochmoderner Technik ausgestattet sind, und gestalten ihr Leben eigentlich ausschließlich ĂŒber das Netz. Die Welt außerhalb, die von den "Offlinern" bewohnt wird, ist heruntergekommen und wird von den Onlinern nur noch als "MĂŒllhalde" benutzt.

Bedenkt man die technische Entwicklung, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten stattgefunden hat, dann ist dieses Thema aktueller denn je, und es lassen sich durchaus Parallelen zur heutigen Zeit finden. Beispielsweise bestellen die Onliner ihre Lebensmittel im Internet und laufen stĂ€ndig mit ihren "Dauer-Online-Headsets" herum, bei denen ich unweigerlich an Googles "Daten-Brille" Google Glass denken musste. Sehr bezeichnend fand ich auch Joannes' Panikausbruch, als sie sich mit Remmy und Quinn nach draußen wagt, dabei ihr Headset verliert und sich erst beruhigt, als sie das Teil wieder auf dem Kopf hat. Viele werden heute sicherlich das merkwĂŒrdige GefĂŒhl kennen, dass irgendwie etwas fehlt, wenn man versehentlich mal ohne Handy oder Smartphone aus dem Haus gegangen ist. [zwinker]

Auch dass in der Onliner-Welt Netzhaut-Scanner benutzt werden, ist ein Szenario, das in der RealitĂ€t (im Consumer-Bereich) nicht wirklich abwegig ist, wenn man bedenkt, dass bspw. das neueste iPhone schon einen Fingerabdruck-Sensor besitzt. Sehr "lustig" finde ich es auch, dass in der Episode öfter mal das Wörtchen "Retina" fĂ€llt, was ja nichts anderes als Netzhaut bedeutet und von Apple mittlerweile als Marken-Name fĂŒr hochauflösende Displays verwendet wird. Ein bisschen schmunzeln musste ich außerdem an der Stelle, als Quinn nach einer "herkömmlichen" physischen Tastatur fragt und Joanne ihm zu verstehen gibt, was fĂŒr ein altbackenes EingabegerĂ€t das ist... [lachen1] In Zeiten von Touchscreens und Sprachsteuerungen habe ich mich sowieso schon öfter gefragt, wann normale Keyboards zum alten Eisen gehören werden - wobei ich diese Eingabe immer noch bevorzuge, weil sie am einfachsten und ergonomischsten ist.

Ein bisschen dĂŒrftig fand ich allerdings die ErklĂ€rung von Ricks Mutter, die in wenigen SĂ€tzen davon berichtet, dass sich diese Kluft zwischen arm und reich deswegen gebildet hĂ€tte, weil die spĂ€teren Offliner nicht die finanziellen Mittel gehabt hĂ€tten, um auch den Anschluss an die Online-Welt zu knĂŒpfen. FĂŒr meinen Geschmack war das ein bisschen zu wenig und hĂ€tte gerne wesentlich prĂ€ziser und detailreicher ausfallen können.

Welche Rollen haben bspw. Industrie und Politik dabei gespielt? Wie genau lĂ€uft das Leben der Onliner ab? Zwar werden alle möglichen Waren ĂŒber das Internet "gebeamt" oder sonstwie transportiert, aber MĂŒll, der entsorgt werden muss, entsteht ja trotzdem. Dazu wird eigentlich nur gesagt, dass sich die Onliner nicht um "die Welt da draußen" scheren... Und auch wenn die Onliner in ihren eigenen High-Tech-PalĂ€sten wohnen, erklĂ€rt das noch lange nicht, wieso der Rest der Stadt komplett vernachlĂ€ssigt wurde und nun runtergekommen ist. Und was ist z.B. mit der medizinischen Versorgung? Als Offliner Rick sich verletzt, bezweifelt Remmy auch, dass es schwierig werden könnte, ĂŒberhaupt ein Krankenhaus zu finden.
Leider werden all diese Punkte nur angedeutet, wÀhrend sich der Plot immer wieder auf die "Arm-und-reich-Liebesgeschichte" zwischen Joanne und Rick fokussiert.

Ein bisschen klischeehaft fand ich auch die "Rocker", die Rick, Joanne und den Sliders das Leben schwer machen. Jedenfalls waren diese geschminkten Typen in ihren Mad-Max-Leder-Kluften eher unfreiwillig komisch, als dass man sie als furchteinflĂ¶ĂŸende Antagonisten hĂ€tte ernstnehmen können. Zumindest war das mein subjektiver Eindruck. [zwinker]

Mein Fazit: Die Grundidee der Folge ist auf jeden Fall interessant, und die Thematik ist in der heutigen Zeit aktueller denn je. Schade fand ich nur, dass man die wirklich guten AnsĂ€tze nicht konsequent weitererzĂ€hlt, sondern sich stattdessen eher auf die Liebesgeschichte konzentriert, was nicht mal schlecht gewesen wĂ€re, hĂ€tte man das Ganze wenigstens ein bisschen subtiler verpackt. Man erinnere sich nur mal an die Szene, in der Maggie Rick die Vorteile einer "Offline-Partnerschaft" erklĂ€rt - fĂŒr meinen Geschmack erzĂ€hlerisch zu plump und offensichtlich.

Ein weiterer Aspekt, den man (zu Gunsten der Love-Story) leider komplett außer Acht gelassen hat, ist die grundsĂ€tzliche Problematik dieser großen Kluft zwischen arm und reich. Es hat ja schon seinen Grund, wieso die "Rocker" auch ein StĂŒck vom Kuchen abhaben wollen, oder? Auch hier ist es mir einfach zu wenig, sie lediglich als Diebe hinzustellen. Vielleicht hĂ€tte man da ansetzen und womöglich eine moderne Robin-Hood-Geschichte erzĂ€hlen können. In der Hinsicht ist wohl ebenfalls wieder die Krux, dass man die poltischen und industriellen Entwicklungen in dieser Parallel-Welt fast schon komplett vernachlĂ€ssigt hat.

Ich wĂŒrde "Vernetzt" (schon allein der Thematik wegen) zwar schon eher zu den besseren Episoden zĂ€hlen und ihr ein "ganz okay" attestieren, hĂ€tte mir aber gewĂŒnscht, dass der Fokus nicht so sehr auf der Liebesgeschichte gelegen hĂ€tte. Die wirklich starken AnsĂ€tze waren da, großes Potential hĂ€tte die Grundidee sowieso gehabt - die Umsetzung allerdings ist dann eher durchschnittlich ausgefallen.


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Re: [63 | 4x15] Vernetzt / Net Worth

#4

Beitragvon MartyMcFly » Di 8. Apr 2014, 21:20

Sehr interessante Folge, dessen Thematik, heute aktueller denn je ist, wie von Sponsko erwĂ€hnt. Und ich gehe davon aus, das wird sich in den nĂ€chsten Jahren und Jahrzenten noch zuspitzen. Die virtuelle Welt wird grĂ¶ĂŸer, vieles wird nur noch ĂŒber das Internet abgewickelt. GeschĂ€fte mĂŒssen zusperren, eben aufgrund des Internets, du kannst dir alles nachhause schicken lassen. Einfacher, bequemer, billiger. Das ist nur ein Aspekt, der mir grad einfiel. Vieles wird eben in das Internet verlagert. Wie sieht es in 15, 20 Jahren oder spĂ€ter aus? Doch zu diesen Themen haben wir ja andere Threads zum diskutieren.
Jedenfalls eine Folge mit einer GROSSEN Message: Das virtuelle "Leben" ist kein Ersatz fĂŒr das echte Leben da draußen! Schalt aus, geh raus! Stundenlang in einen Monitor zu starren, voller "0en" und "1en", "1en" und "0en," what the ?? "Get a Life!" sozusagen. Farmville? GrĂŒnde deinen eigenen echten kleinen Bauernhof!, etc. Oh my.... Ja ich muss mich eh selber an der Nase nehmen. Also mehr Offline als Online, so habe ich es mir selbst auch vorgenommen.

So eigentlich hat Sponsko alles trefflich erklĂ€rt. Was hier die augenscheinliche Spaltung der Bevölkerung von reichen "Onlinern" und armen "Offlinern" betrifft, hĂ€tte ich mir auch etwas mehr Tiefgang und Details gewĂŒnscht, wie hat sich das entwickelt?, usw, die weiteren Fragen hat Sponsko auch schon aufgeworfen.
Allerdings irgendwie war es auch nicht nötig, denn jeder weiß, was sie mit dieser Folge rĂŒberbringen wollen. Und so war es auch okay so. Also das wichtigste hat wohl jeder verstanden.

Sponskonaut hat geschrieben: Die wirklich starken AnsĂ€tze waren da, großes Potential hĂ€tte die Grundidee sowieso gehabt - die Umsetzung allerdings ist dann eher durchschnittlich ausgefallen.

Das ist irgendwie ein Problem vieler Sliders Folgen, gute Idee, großes Potential, aber die Umsetzung, nun sagen wir so, unter den Möglichkeiten.


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