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Mein Fazit

#1

Beitragvon Sponskonaut » Di 9. Dez 2008, 02:44

So, jetzt will ich als Fan auch mal mein Fazit kundtun, wobei ich dazusagen muss, dass ich noch nicht ganz die Serie zu Ende geguckt habe bzw. jetzt in der Mitte der letzten Staffel bin. Ich will aber noch kurz erzählen, wie ich zu den Sliders gekommen bin.

Ich hatte mir (keine Ahnung mehr, wann genau das war) immer mal die ein oder andere Folge angeschaut, als sie (wenn ich mich recht erinnere, mal auf RTL) immer Sonntags lief. Ich habe aber nie regelmäßig geschaut und hatte auch nie den Piloten gesehen. Irgendwann Anfang des Jahres bekam ich von einem Bekannten die Aufnahmen, die er mal mitgeschnitten hatte, als die Serie mal auf "SciFi" lief, also habe ich mal damit angefangen und bin bis jetzt dabei geblieben. Klar, nach heutigem Stand würde man die Serie wohl als "B" bezeichnen, aber das ist wegen des Produktionsjahres ja auch kein Wunder. Wenn man davon mal absieht, bleibt eine sehr solide Sci-Fi-Serie mit recht guten Effekten, überzeugenden Darstellern und einer guten Grundidee.

Jedenfalls fand ich es am Anfang sehr spannend, endlich mal zu erfahren, wie das Ganze begonnen hat bzw. wie das mit den Slidern ĂĽberhaupt erst seinen Anfang genommen hat. Wie gesagt, jetzt bin ich fast am Ende der 5. Staffel und finde es sehr schade, dass von der Urbesetzung nur noch Remmy ĂĽbrig ist! Irgendwie ist der Truppe ĂĽber die 5 Staffeln das Charisma verloren gegangen.

Ich fand den Mix aus technisch-forschender Neugier (Quinn), Humor und Freundschafts-Sinn (Remmy), analytischer Beobachtungsgabe und Besonnenheit (Professor) und weiblicher Intuition und Hoffnung (Wade) am ausgewogensten. Als Maximilian dann gestorben ist, ist ein wichtiger Teil der Truppe weggebrochen, was ich sehr schade fand. Mit Maggie ist dann zwar eine "Augenweide" dazugekommen :mrgreen: , allerdings find ich ihre anfängliche Toughness und Zickigkeit ziemlich nervig, und ich brauchte eine Zeit, um mich mit diesem Charakter anzufreunden. Wade fand ich zu diesem Zeitpunkt dann auch nicht mehr so prickelnd, weil die genauso rumgezetert hat und es mir so vorkam, als ob da erst ihr eigentlicher Charakter zum Vorschein gekommen ist. Colin fand ich ziemlich fad und auch als Darsteller nicht wirklich überzeugend. Jedenfalls konnte ich mit dieser Figur auch nicht allzu viel anfangen, obwohl ich sagen muss, dass ich mich doch relativ schnell an ihn "gewöhnt" hatte. Und über die 5. Staffel braucht man eigentlich gar nicht viele Worte verlieren... Dass Quinn und Colin da so ungeschickt aus der Serie "gestrichen" wurden, fand ich ziemlich erschreckend, ebenso die Idee des Drehbuchs und was mit ihnen passiert sein sollte. Die neuen Charaktere wirken einfach nur noch wie Statisten, die schnell mal dazugeholt wurden, um die Lücke schnellstmöglich aufzufüllen. Sowohl die Schauspieler als auch die Figuren, die sie darstellen sollen, überzeugen mich so gut wie gar nicht.

Zu den Staffeln (soweit ich das alles noch richtig zusammenkriege): Am besten finde ich nach wie vor die 1. und die 2. Staffel, weil man da noch wirklich sieht, dass die Truppe die Welten, die sie besucht, richtig erkundet und analysiert und außerdem der rote Faden der Serie noch ist, wie sie wieder nach Hause kommen kann. In der 3. und 4. Staffel geht es mir zu sehr um die Cro-Mag-Problematik, die doch sehr einfach gestrickt ist. Und mir kommt es so vor, als ob es dabei gar nicht mehr um die verschiedenen Welten geht und diese irgendwie nur noch sekundär von Bedeutung sind. Und die 5. Staffel? Die versucht krampfhaft, das Ganze weiterzuführen, und das erste, was ich dachte, als ich mit dieser Staffel anfing war: "Toll, dann könnte man das noch ewig mit x-beliebigen Darstellern und Charakteren weiterführen" - was ja auch irgendwie der Fall ist... Obwohl ich auch nicht sagen kann, dass die 5. Staffel komplett schlecht wäre! Die Spannung zu wissen, wie es letztendlich ausgeht, ist zumindest noch da!

Mein Fazit inmitten der letzten Staffel ist jedenfalls, dass mit den Sliders eine, für damalige Verhältnisse, solide Sci-Fi-Serie abgeliefert wurde, die spannend ist, gut unterhält und auch die Phantasie des Zuschauers anregt. Und wenn man nichts gegen 90er-Jahre-Computer-Effekte hat, kann sich die Serie auch getrost heute noch mit dem Wissen anschauen, gut unterhalten zu werden! :D


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Re: Mein Fazit

#2

Beitragvon Sponskonaut » Mo 15. Dez 2008, 01:05

So, dann antworte ich mal auf mein eigenes Posting, indem ich jetzt mal meine aktuelle Meinung zur 5. Staffel sage: Jedenfalls hab ich mich doch mittlerweile an die neuen Charaktere gewöhnt, wenngleich ich auch nicht wirklich Fans von den beiden geworden bin. Meine Sympathieträger sind und bleiben Remmy und Maggie. Außerdem finde ich, dass in dieser Staffel die ganze Cromag-Thematik ziemlich in den Hintergrund geraten ist (was ich persönlich nicht weiter schlimm finde, im Gegenteil), sondern wieder das Erforschen anderer Welten wieder in den Vordergrund gerückt ist, was meiner Meinung nach eigentlich die Haupt-Thematik bei den Sliders sein sollte. Auf jeden Fall finde ich, dass die 5.Staffel gegen Mitte wieder etwas an Qualität gewonnen hat, und ich hoffe, dass sich das bis zum Ende zumindest so beibehält, wenn nicht sogar noch verbessert.


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Re: Mein Fazit

#3

Beitragvon Alexslider » Mo 15. Dez 2008, 17:49

Es wird noch die ein oder andere unterhaltsame folge im der zweiten Hälfte geben. Die letzte Folge hat zwar gut angefangen ober das Ende (ohne zuviel zu verraten) war einfach nur entäuschend. Aber das wirst du ja dann sehen...

Ich finde auch Remmy ist der sympatischste, schon alleine weil er die ganze Serie durchgehalten hat ;)


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Re: Mein Fazit

#4

Beitragvon Sponskonaut » Mo 15. Dez 2008, 20:57


Alexslider hat geschrieben:Es wird noch die ein oder andere unterhaltsame folge im der zweiten Hälfte geben. Die letzte Folge hat zwar gut angefangen ober das Ende (ohne zuviel zu verraten) war einfach nur entäuschend. Aber das wirst du ja dann sehen...

Ich finde auch Remmy ist der sympatischste, schon alleine weil er die ganze Serie durchgehalten hat ;)

Hm, na dann bin ich ja mal gespannt! Werde gleich mal weitergucken. Gestern habe ich die Folge gesehen, in der Wade wieder auftaucht, was ich dann doch sehr bewegend fand irgendwie. An Mallory und Diana hab ich mich mittlerweile auch gewöhnt, allerdings finde ich die schauspielerischen Fähigkeiten von Robert Floyd immer noch nicht ganz so prickelnd. Das Draufgängerische kommt irgendwie viel zu aufgesetzt rüber, dafür ist der Kerl einfach zu glatt und zu geleckt.

Alles in allem muss ich aber doch sagen, dass meine Sliders-Euphorie spätestens mit dem Weggang der beiden Mallory-Brüder arg gedämpft wurde, und ich eigentlich froh bin, dass nach der 5. Staffel Schluss ist. Im Prinzip hätte man auch nach der 4. aufhören können. Dass man noch eine weitere Staffel versucht hat, verbuche ich mal als ehrenvolle Tat, finde es aber ebenso ehrenvoll, dass man nicht "auf Teufel komm raus" weiter versucht hat, die Serie krampfhaft fortzusetzen! :wink:


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Re: Mein Fazit

#5

Beitragvon Alexslider » Di 16. Dez 2008, 16:50

Eine Episode hätte man aber noch unbedingt machen sollen... Oder eben einen Abschlussfilm.


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Re: Mein Fazit

#6

Beitragvon Sponskonaut » Do 18. Dez 2008, 21:52


Alexslider hat geschrieben:Eine Episode hätte man aber noch unbedingt machen sollen... Oder eben einen Abschlussfilm.

Ist das Ende denn so schlimm? Mach mir mal keine Angst! :wink:


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Re: Mein Fazit

#7

Beitragvon Alexslider » Fr 19. Dez 2008, 13:54

Nicht schlimm aber enttäuschend für die Fans... gute Beispiele für so etwas Enttäuschendes sind Serien wie "Surface", "Invasion",... die hatten ein offenes Ende - genannt Cliffhanger. Zwar ist es bei der letzten Sliders-Folge nicht sooo tragisch, aber man weiß nicht wirklich wie es aussgeht.


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Re: Mein Fazit

#8

Beitragvon Sponskonaut » Mo 22. Dez 2008, 01:03

Ja, was ein Cliffhanger im Filmischen bedeutet, wusste ich... :wink: Jedenfalls hab ich jetzt die letzte Staffel komplett zu Ende geschaut und muss gestehen, dass ich wirklich ein bisschen enttäuscht bin.

Sag mal, ist da eigentlich irgendwas bekannt, ob es noch womöglich eine weitere Staffel hätte geben sollen? Der Schluss kommt mir nämlich so vor, als hätten die Drehbuchautoren/Produzenten nicht so wirklich gewusst, ob es mit der Serie weitergehen sollte. Auf jeden Fall hätte ich mir solch ein offenes Ende nicht gewünscht. Ein klarer Abschluss wäre mir wesentlich lieber gewesen. Ich war schon sehr enttäuscht, als sie dann die Slide-Maschine gefunden haben... Ansonsten fand ich die Idee mit dem Seher gar nicht mal sooo schlecht, trotzdem einer "letzten Folge" nicht wirklich würdig!

Schade, denn einen neuen Einstieg in eine neue Staffel zu finden wäre wohl auch nicht allzu kompliziert gewesen. Hat man ja beim Anfang der 5. Staffel gesehen, als die beiden Mallorys miteinander miteinander "verschmolzen". Wenn auch eine ziemlich "billige" Idee, um die neuen Hauptdarsteller zu begründen - ihren Zweck hat sie erfüllt.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich die Serie bis zum Ende geschaut habe. Anfangs war ich von der letzten Staffel ja nicht besonders angetan, aber sie entwickelt sich dennoch positiv und hat meine, wenn auch geringen, Erwartungen doch übertroffen. Wie gesagt, die ganze Cromag-Thematik gerät da etwas in den Hintergrund, Haupt-Thema ist dann eher noch die Figur des Oberon Giger.

Alles in allem kann ich aber sagen, dass mir die gesamte Serie recht gut gefallen hat. Sicherlich gibt es heutzutage vom Drehbuch her wesentlich ausgekĂĽgeltere TV-Serien (Lost, Roswell, Heroes), trotzdem ist es eine Serie gewesen, die irgendwie SpaĂź gemacht hat, wenn man die Zeit bedenkt, in der sie das erste Mal gelaufen ist.


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Re: Mein Fazit

#9

Beitragvon Alexslider » Mo 22. Dez 2008, 19:04


Sponskonaut hat geschrieben:Sag mal, ist da eigentlich irgendwas bekannt, ob es noch womöglich eine weitere Staffel hätte geben sollen? Der Schluss kommt mir nämlich so vor, als hätten die Drehbuchautoren/Produzenten nicht so wirklich gewusst, ob es mit der Serie weitergehen sollte.

Soweit ich gelesen hab, war der Cliffhanger ein Versuch der Autoren die Serie doch noch zu retten. Doch der SciFi ignorierte dies. UrsprĂĽnglich sollte eine groĂźe Kromaggstory anstelle von "Der letzte Slide" produziert werden.

Steht auch noch mal alles hier:
http://www.earthprime.com/episode-guide/the-seer.html

With all indications that the fifth season was the last, why promote a cliffhanger?

In an online chat, Story Editor Keith Damron talked about a big-budget Kromagg battle royale that would use Geiger's combine technology to boot the Kromaggs off Earth Prime. It never came to be, and "The Seer" was produced in its place.

According to the Dimension of Continuity, the cliffhanger was predicated by production and by executive producer Bill Dial in particular to make cancelling the show harder — because the Sci-Fi Channel essentially ignored production.

The cliffhanger was the result of a production team attempting to fight back for having complete creative freedom over their stories, something Tracy Tormé had been fighting for since the beginning of the show.

Cleavant Derricks wished to keep the show going and pushed for a cliffhanger himself. "I never think it should end with any kind of closure," he insists. "I think one or all of us will go on to slide. The thing about sliding — in all of our imaginations — is that once you start it is difficult to stop. I don't care what your goals may have been along the line, but once you start it's very hard to give up."



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Re: Mein Fazit

#10

Beitragvon Sponskonaut » So 11. Jan 2009, 02:52

Okay, danke für die Info! :D Hm, eine große Kromagg-Story? Ich weiß nicht, aber ich glaube, viel glücklicher wäre ich damit wohl auch nicht geworden. Ich fand ohnehin, dass die ganze Kromagg-Thematik noch das "Albernste" an der ganzen Serie war... Aber egal, jetzt bin ich mit der Serie ohnehin durch und fand sie alles in allem doch recht solide, wenn sie auch an den schon besprochenen Stellen teilweise arg geschwächelt hat.


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#11

Beitragvon Sponskonaut » Do 16. Jan 2014, 17:57

Nachdem ich die Serie (zumindest die letzten drei Staffeln) noch mal gesehen habe - die 4. und 5. Season habe ich sogar mehr oder weniger am StĂĽck geguckt -, kann und muss ich meine Meinung teilweise revidieren und mein Fazit ĂĽberdenken. [yeshappy] Liegt vielleicht mitunter auch daran, dass ich beim zweiten Mal schauen einfach ein bisschen genauer hinschauen und "analysieren" konnte.

Dass sich meine Sichtweise ein wenig relativiert hat, betrifft zunächst mal die Kromagg-Thematik. Anfangs war ich ja prinzipiell etwas skeptisch, aber mittlerweile muss ich zugeben, dass ich dem roten Faden mit der Kromagg-Invasion nun versöhnlicher gegenüberstehe. Besonders Episoden wie "Familientreffen" oder "Trennung für immer" haben mir persönlich gezeigt, dass aus dieser Thematik doch einiges rauszuholen ist. Wie gesagt, vielleicht muss man wirklich ein bisschen genauer hinschauen, um festzustellen, dass das (zumindest teilweise) ganz gut umgesetzt wurde.

Was die Gruppenkonstellationen und Darsteller-Wechsel angeht, sehe ich nun ebenfalls etwas differenzierter. Colin, der mir beim ersten Durchlauf mehr oder weniger egal war, ist mir sogar ein bisschen ans Herz gewachsen. Jedenfalls hat seine Naivität ein bisschen Leichtigkeit in die Serie gebracht, was im Zuge der Kromagg-Thematik vielleicht gar kein so schlechter Schachzug war.

Noch mehr gilt das aber sogar für Robert Floyd und Tembi Locke in ihren Rollen. War ich zuerst auch sehr skeptisch, haben diese Charaktere beim zweiten Hinschauen doch irgendwie ihren Reiz gehabt. Vor allem Mallory hat mir dann doch besser gefallen, als beim ersten Serien-Durchlauf. Seine freche Art und die teilweise pointierten Witze haben bei mir ein ums andere Mal für Lacher gesorgt. Ich glaube sogar, dass ich bei der 5. Staffel noch am öftesten schmunzeln musste. Mallory hat einfach so eine arglose Art an sich. Mittlerweile muss ich sogar sagen, dass mich mich durchaus an diese Gruppenkonstellation gewöhnt habe und behaupte mal, dass es noch viel mehr gute Episoden gegeben hätte, hätte man dieser Gruppe mehr Screentime gegönnt.

Überhaupt hatte die 5. Staffel einige Höhepunkte, an die ich mich kaum noch erinnern konnte. "Maggie Becketts Rückkehr" ragt da für mich am meisten heraus, wobei es noch andere Folgen gab, die mich wirklich gefesselt haben - ob sie nun ungewöhnlichere Ansätze verfolgt oder das "alte" Sliders-Feeling zelebriert haben. Gleiches gilt für die 4. Staffel. Das Staffelfinale (bzw. die beiden letzten Folgen) fand ich da herausragend.

Ich denke sowieso, dass die meiste Kritik an den "Post-Arturo-Zeiten" auf den veränderten Gruppenkonstellationen beruht. Schaut man sich die Qualität der Staffeln ganz objektiv an, dann wird man feststellen, dass es in jeder Staffel verhältnismäßig gleich viel Gutes oder auch Schlechtes gab.

Womit ich mich aber nach wie vor nicht anfreunden kann, ist der Ausstieg von Jerry O'Connell, respektive der Versuch, den Wegfall von Quinn sinnvoll im Drehbuch umzusetzen. Dieses Ding mit den verschmolzenen Persönlichkeiten hat dann doch irgendwie die Ideen- und Einfallslosigkeit der Autoren gezeigt. Allerdings hat man im Verlauf der 5. Staffel dann doch noch das Beste daraus gemacht bzw. es so gedreht, dass es einigermaßen annehmbar war.


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