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Amazon sperrt Kundenkonten

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Amazon sperrt Kundenkonten

#1

Beitragvon Sponskonaut » Do 1. Aug 2013, 11:39

Der ein oder andere wird es gestern in den Medien vielleicht schon mitbekommen haben: Amazon ist scheinbar momentan dabei, Kundenkonten zu sperren, bei denen ein zu hohes R├╝cksendeaufkommen verzeichnet wird.

Hier ist mal ein kleiner Auszug aus einer Mail, die ein Kunde bekommen hat:

...wir haben bemerkt, dass Sie eine hohe Anzahl Ihrer k├╝rzlich bestellten Artikel zur├╝ckgegeben haben. Nat├╝rlich kann es gelegentlich zu Situationen kommen, in denen man Produkte zur├╝ckgeben muss, allerdings ist die H├Ąufigkeit Ihrer R├╝cksendungen au├čergew├Âhnlich hoch. Wir m├╝ssen Sie deshalb darauf hinweisen, dass wir aufgrund der ├ťberschreitung der haushalts├╝blichen Anzahl an Retouren in Ihrem Kundenkonto zuk├╝nftig leider keine weiteren Bestellungen entgegennehmen k├Ânnen und Ihr Amazon-Konto mit sofortiger Wirkung schlie├čen.

Zum einen stellt sich mir die Frage, was Amazon unter "die H├Ąufigkeit Ihrer R├╝cksendungen au├čergew├Âhnlich hoch" und "haushalts├╝blichen Anzahl an Retouren" ├╝berhaupt versteht. Genau das wurde bislang noch nicht kommuniziert. Trotzdem ├╝berschlagen sich in s├Ąmtlichen Foren die Beitr├Ąge nach dem Motto "Richtig so!", ohne dass auch nur irgendjemand die genauen Kriterien kennen w├╝rde, nach denen Amazon beurteilt. [nono] Es ist vollkommen unklar, welche Zahlen oder Gegebenheiten Amazon zum Anlass nimmt, Konten zu sperren.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Konzern es wohl so handhabt, dass der Kunde vor eine Sperrung nicht mal informiert wird. Viele Bef├╝rworter verweisen auch immer wieder auf die "Privatautonomie" eines H├Ąndlers, der sich (wie der Kunde auch) aussuchen darf, mit er er (Kauf)-Vertr├Ąge abschlie├čen will und mit wem nicht. Rechtlich mag das in Ordnung sein, aber ich finde, wenn man ohne Ank├╝ndigung einen Kunden einfach vor die T├╝r setzt, dann ist das schlicht ein unfreundliches Gesch├Ąftsgebaren, schlechter Stil und keine gute Werbung.

Was haltet Ihr davon?


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Re: Amazon sperrt Kundenkonten

#2

Beitragvon Alexslider » Sa 3. Aug 2013, 17:23

Wenn Amazon so ein hohes R├╝cksendeaufkommen festgestellt hat, finde ich das in Ordnung. Allerdings sollte das nat├╝rlich auch gerechtfertigt sein, wie es in der Mail steht. Im Normalfall schickt man ja auch Artikel die man bestellt nicht st├Ąndig zur├╝ck. Klar kann es vorkommen, aber wenn das so oft passiert dann sollte das Amazon auch direkt mal hinterfragen, wieso er so oft R├╝cksendungen verursacht. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass JEDE oder JEDE ZWEITE Bestellung M├Ąngel hat.

Haushalts├╝bliche Anzahl? Hmm... ich denke das ist so wie, wenn man im Kaufland Zucker oder Mehl kauft. Da darf man auch blo├č eine bestimmte Menge mit einmal mitnehmen. Klar man kann noch mal rein... aber das ist eine andere Sache :)


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Re: Amazon sperrt Kundenkonten

#3

Beitragvon Sponskonaut » Sa 3. Aug 2013, 22:04


Alexslider hat geschrieben:Haushalts├╝bliche Anzahl? Hmm... ich denke das ist so wie, wenn man im Kaufland Zucker oder Mehl kauft. Da darf man auch blo├č eine bestimmte Menge mit einmal mitnehmen. Klar man kann noch mal rein... aber das ist eine andere Sache :)

Genau das ist ja das Problem. Amazon hat bislang nicht kommuniziert, was man darunter verstehen soll. Die Angaben sind viel zu schwammig. Und im Gegenzug k├Ânnte man die Frage stellen, ob man bei Amazon als Privatkunde auch nur in "haushalts├╝blichen Mengen" einkaufen darf... Aber ich wette, das ist dem Konzern wahrscheinlich ziemlich egal...

Ich finde es nur so bedenklich, dass sich die meisten Leute jetzt auf Amazons Seite schlagen, ohne die genauen Kriterien zu kennen, die das Unternehmen f├╝r eine Sperrung heranzieht. Nat├╝rlich ist es (wie viele sagen) nicht die feine englische Art, wenn jemand z.B. f├╝nf verschiedene Flatscreens bestellt, diese bis zum Anschlag "testet" und vielleicht so zur├╝ckschickt, dass man sie kaum noch als neu wiederverkaufen kann. Allerdings ist dann vorab schon Amazon in der Pflicht, solche K├Ąufe, die. nicht gerade "haushalts├╝blich" sind, zu unterbinden und selbiges in den AGB zu verankern. Ansonsten macht der Kunde eben nur sein Recht geltend, das ihm das Fernabsatzgesetz zugesteht.


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