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Apples iPad

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Apples iPad

#1

Beitragvon Sponskonaut » Fr 29. Jan 2010, 13:02

Sicherlich habt ihr die Tage mitbekommen, dass Apple nun sein sagenumwobenes iPad veröffentlicht hat.

Was haltet ihr davon? Ist dieses Gerät sinnvoll? Gibt es überhaupt einen breiten Markt für solche Suft-Tablets? Würdet ihr euch so ein Teil holen?

Ich habe hier ja auch noch zwei Apple-Rechner stehen, die ich aber wohl verkaufen werde. Soll heißen, die Mac-Euphporie war anfangs groß, ist dann aber immer mehr abgeflaut. Ich war ja sogar mal auf einem "Bewerber-Seminar" von Apple, weil ich mich auf eine Stelle für einen kürzlich eröffneten Apple-Store beworben hatte. Man musste erst einen Wisch unterschreiben, den einen zu Verschwiegenheit verpflichtet, und der Rest der Veranstaltung war mehr oder weniger eine ganz üble Selbstbeweihräucherung amerikanischer Art... Soviel dazu.

Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass das iPad ein Flop werden könnte, zumal es in der Presse auch nicht gut wegkommt. Wie das iPhone kann es kein Flash, es hat keinerlei Schnittstellen, weder USB noch SD-Karten-Slots, und die Speicherkapazitäten bewegen sich laut Spiegel Online bei "MP3-Playern der Baumarkt-Wühltisch-Kategorie um 39 Euro". Außerdem negativ ist die feste Bildung an den iTunes-Store, mit dem Apple dann letztendlich wohl das meiste Geld machen will, sprich: Paid Content. Dazu kommt noch das teure Zubehör, um das man wohl teilweise nicht herumkommt.

Meiner Meinung nach alles ziemlich unattraktiv, zumal ich (als Leseratte) das Teil wahrscheinlich am ehesten als E-Book-Reader verwenden würde. Und das fällt, wegen des spiegelnden Displays eigentlich schon gleich durch. Da würde ich eher zu einem ausgesprochenen Reader wie dem "Amazon Kindle" greifen, da der auch E-Ink-Display hat, das eigens nur zum Lesen konzipiert wurde.


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Re: Apples iPad

#2

Beitragvon Alexslider » Sa 30. Jan 2010, 11:44

Also für mich ist das Ding nix. Schon alleine weil es keine Schnittstellen hat etc. Da ist mir ein Laptop/Notebook 1000x lieber. Auch die Sache mit dem Touchscreen. Das gefällt mir schon am Handy kaum. Ständig kommt man auf die falschen Tasten usw...


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Re: Apples iPad

#3

Beitragvon Sponskonaut » So 31. Jan 2010, 03:47


Alexslider hat geschrieben: Auch die Sache mit dem Touchscreen. Das gefällt mir schon am Handy kaum. Ständig kommt man auf die falschen Tasten usw...

Dito! Ich kann diesen Hype um den ganzen Touchscreen-Kram auch nicht ganz nachvollziehen. Mir ist es wesentlich lieber, auf richtige Tasten zu drücken oder eine gescheite Tastatur zu benutzen als auf irgendeiner Glasfläche "rumzuschmieren". Richtige Knöpfe bzw. Tasten sind doch viel angenehmer und haben eine viel bessere Dynamik. Bei Tastaturen ist ein schöner Druckpunkt natürlich noch am besten. Das alles fällt ja bei Touchscreens flach. Deswegen hoffe ich, dass sich diese Technik in nicht allzu vielen Bereichen durchsetzt.

Überhaupt macht das iPad keinen großen Sinn, schon allein wegen der ganzen fehlenden Schnittstellen. Bei dem Multimedia-Können frage ich mich aber auch, wem es denn Spaß macht, auf so einem kleinen Bildschirm z.B. Filme zu gucken (was Steve Jobs ja auch präsentiert hat)? Da geht doch der ganze Filmgenuss verloren, oder? Na ja, und sollte ich wirklich mal unterwegs sein, muss ich auch nicht unbedingt irgendwas glotzen. Ein Buch tut's da auch!

So langsam frage ich mich sowieso, was diese "Ultramobilität" überhaupt soll! Für mich fällt das unter "absoluter Luxus"... Da fragt man sich wirklich, was die Leute früher ohne Internet gemacht haben... :roll:


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Re: Apples iPad

#4

Beitragvon Sponskonaut » Di 17. Mai 2011, 15:11

Jetzt muss ich ja schändlicherweise zugeben, dass ich meine Meinung sowohl zu Touchscreens im Allgemeinen als auch zu Apples iPad revidieren muss. Ich glaube, ich hatte es in einem anderen Thread schon mal erwähnt, dass ich mir ja das iPhone 4 zugelegt hatte, nun ist (als Geburtstagsgeschenk von meiner Freundin) noch das iPad 2 hinzugekommen, von dem ich nicht minder begeistert bin. Wir haben uns jedenfalls für die Variante mit Wi-Fi und 3G entschieden, zumal wir für das iPhone ohnehin einen Datentarif haben, den wir per Multicard auch fürs iPad nutzen können. So sind wir damit an keine W-Lan-Hotspots gebunden, wenn wir mal unterwegs sind.

Das Gerät funktioniert, genauso wie das iPhone mit iOS, sehr flüssig. Zusätzlich habe ich eine entspiegelnde Schutzfolie auf den Screen geklebt, sodass das iPad auch als E-Book-Reader eine ganz gute Figur macht. Auch meine Bluetooth-Tastatur, die normalerweise am iMac hängt, lässt sich problemlos damit verbinden, wobei ich dazusagen muss, dass ich mit der Touchscreen-Tastatur schon ziemlich schnell tippen kann und es besser geht, als ich vorab gedacht hätte. Mit dem Smart Cover von Apple lässt sich das Gerät auch in allen möglichen Positionen aufstellen, je nachdem, was man gerade damit macht.

Das Schöne ist, dass meine Freundin demnächst von ihrer Firma auch eins geschenkt bekommt! :D Sie ist ja öfter geschäftlich auf Tour, und so können wir uns zumindest per "Facetime" im Videochat sehen. :)

Ich bin jedenfalls sehr begeistert von dem Teil, und wenn jetzt noch ein paar mehr Apps rauskommen, die das iPad noch mehr in Richtung "Arbeitsgerät" pushen, dann könnte es sogar mein Notebook ersetzen, zumal das iPad wesentlich portabler ist.


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Re: Apples iPad

#5

Beitragvon Alexslider » Di 17. Mai 2011, 23:07

Finde das Teil auch ganz "spaceig" ;) aber holen wĂĽrde ich mir das jetzt nicht. Klar, als Geschenk wĂĽrde ich es auch nicht ablehnen :D


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Re: Apples iPad

#6

Beitragvon Sponskonaut » Fr 20. Mai 2011, 09:40

Der ausschlaggebende Punkt war hauptsächlich, dass ich schon länger auf der Suche nach einem E-Book-Reader war, weil ich halt sehr gerne lese (auch dieselben Bücher mehrmals) und wir langsam hier ein Platzproblem haben. Ich hatte schon an den "Kindle" von Amazon gedacht, aber dann überlegt, dass es doch besser wäre, gleich ein Gerät zu haben, mit dem man auch surfen, E-Mails abrufen und dergleichen machen kann. Und als Apple-Fan kam mir dann gleich das iPad in den Sinn. ;] Denn wieso mir ein Gerät holen, das nur eine einzige Funktion hat? Ich würde mir heute auch z.B. keinen mp3-Player mehr zulegen, weil eigentlich alle Handies und Smartphones das schon können - und die hat man ja ohnehin immer dabei.


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Re: Apples iPad

#7

Beitragvon Lupos » Fr 20. Mai 2011, 13:06

Lesen tu ich auch sehr gerne, habe so an die 3000 BĂĽcher die meiĂźten ĂĽber Naturwissenschaften Physik Mathe Astronomie.
Platzprobleme ? Ă„hm frag bloĂź nicht meine Frau :)) :mrgreen:


wo kämen wir denn da hin ? wenn jeder sagen würde , wo kämen wir denn da hin und niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge

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Re: Apples iPad

#8

Beitragvon Alexslider » Fr 11. Sep 2015, 19:27

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Habt ihr das Apple Event verfolgt? Dort wurde nun unter anderem das neue iPad Pro vorgestellt. Als ich das da so gesehen habe, dachte ich nur "Was ist das denn für ein rießiges Teil?!" Das ist dann wohl tatsächlich nur für Geschäftsleute und für den Produktiveinsatz. Nur so zum zocken sicher viel zu teuer. Über 1000 EUR in der 128 GB Variante. Das Handling/Bedienung ist dann auch nicht so optimal als mit einer kleineren Größe.

Das erinnert mich dann ein wenig an das von mir 2011 veröffentlichte Daily Fun Bild.
Es kommt dem jedenfalls schon sehr nahe. Was bringt Apple dann nur in 2 Jahren raus? Ein noch größeres iPad?


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Re: Apples iPad

#9

Beitragvon Sponskonaut » Sa 12. Sep 2015, 13:57

Wollte das Thema auch schon ansprechen... [zwinker]

Ich habe die Keynote zwar nicht geschaut, aber zwangsläufig (auf den Technik-Seiten, auf denen ich unterwegs bin) die ganzen News dazu gelesen. Und mein Fazit ist nun mehr denn je, dass mich die Produkte, die Apple mittlerweile so auf den Markt wirft, kaum noch interessieren - was ja, wie einige hier vielleicht wissen, mal komplett anders war. Ich war ja gute sechs bis sieben Jahre "Apple-only" unterwegs, was ich mir mittlerweile überhaupt nicht mehr vorstellen kann, was mehrere Gründe hat.

Ich habe zwar immer noch ein MacBook Pro, wobei ich sagen muss, dass das letzte OS X, das ich wirklich solide fand, 10.6 Snow Leopard war. Die Systeme, die danach kamen, haben mich mehr oder weniger enttäuscht, will aber jetzt nicht im Detail darauf eingehen, weil das zu lange dauern würde. Parallel hat sich mein Anwendungsbereich aber auch so verändert, dass ich irgendann mit Windows wieder besser gefahren bin. Gleiches gilt für iOS, zumal die neueren System-Versionen auf den älteren Geräten kaum noch ordentlich laufen. Deswegen war ich heilfroh, als ich dann bei Android gelandet bin - und jetzt bin ich mit CyanogenMod noch glücklicher.

Wenn man sich Apples Produktpalette so anschaut, dann kann man einfach nur feststellen, dass der Konzern kaum noch "Trendsetter" ist. Früher haben die Jungs und Mädels aus Cupertino zwar auch nicht wirklich Neues "erfunden", waren aber immer irgendwie Vorreiter und haben diverse Geräte erst salonfähig gemacht. Mittlerweile orientiert man sich aber immer mehr an der Konkurrenz und wirft Produkte auf den Markt, die andere Hersteller schon seit Monaten (und das qualitativ keineswegs "schlechter") anbieten.

Man denke nur mal an die Apple Watch oder aktuell an das iPad Pro. Microsoft hat ja mit dem Surface schon ein sehr solides Gerät am Markt, auf dem ein vollwertiges Windows läuft und das wohl deswegen viel eher "produktiv" einsetzbar ist. Davon mal abgesehen, dass die Hardware einen sehr soliden Eindruck macht. Würde ich etwas in dieser Geräteklasse brauchen, würde ich wohl viel eher das Surface nehmen.

Was bringt Apple dann nur in 2 Jahren raus? Ein noch größeres iPad?



Gute Frage. Erstmal wird man sich wieder vermehrt auf die Produktpflege konzentrieren. Dass Apple in Zukunft tatsächlich Vorreiter sein wird, was eine neue Geräteklasse angeht, kann ich mir allerdings überhaupt nicht mehr vorstellen. So abgedroschen es auch klingen mag, aber Apple fehlt wahrscheinlich wirklich der visionäre Denker, der Steve Jobs eben war. Tim Cook ist da ein ganz anderer Typ, eben vielmehr der Geschäftsmann und kein Technik-Geek. Und dass es nicht immer der beste Weg ist, sich an der Konkurrenz zu "orientieren", hat Tim Cook schon mit dem iPhone 5C bewiesen, dass ja bekanntermaßen wieder eingestampft wurde...

Ein "exklusives" Unternehmen ist Apple schon lange nicht mehr, und auch wenn diese Abgesänge meist etwas übertrieben sind, prophezeihe ich auch, dass der Konzern noch schwer zu knabbern haben wird, wenn man so weitermacht wie bisher. Das wird sicherlich nicht in den nächsten vier, fünf Jahren passieren, aber der Einbruch wird definitiv kommen.


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Re: Apples iPad

#10

Beitragvon Sponskonaut » Mi 27. Jan 2016, 09:46

Aktuell ist Apple ja mal wieder in den Medien vertreten, es geht z.B. um um die Abhängigkeit des Konzerns vom iPhone, die Nachfrage nach dem Erfolgs-Gerät und letztlich auch um die Quartalszahlen und den Stand an der Börse.

Ich fand ja die ständigen Abgesänge auf Apple, wenn die Zahlen mal nicht mehr so gewachsen sind, immer ziemlich übertrieben - und auch jetzt geht die "Panikmache" vermutlich arg an der Realität vorbei. Sicherlich ist auch die Börse kein Abbild der realen wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens. Aber ich glaube, es tritt jetzt so langsam das ein, was von vielen befürchtet wurde, als Steve gestorben ist und Tim Cook als CEO das Ruder übernommen hat.

Apple kann sich nicht mehr als Trendsetter positionieren und reagiert mehr auf den Markt, als dass es agieren würde. Dass es auf Dauer nicht funktionieren kann, sich nur auf den Erfolg eines Geräts zu verlassen, ist ja irgendwie klar. Auf mich wirkt es so, als hätte Apple seinen "exklusiven Status" überstrapaziert.

Bei den Macs stagnieren die Zahlen nicht nur, sondern sind sogar zurückgegangen, was auch nicht wirklich verwunderlich ist. Beim "Standard-Nutzer" - und mit denen habe ich ja die meiste Zeit zu tun, wenn ich mir meine Kunden so anschaue - spielt ohnehin der Preis die größere Rolle, und dass die Leute an Windows gewöhnt sind, ist noch so ein Punkt. Davon mal abgesehen, dass man heute auch gut und gerne mit einem fünf Jahre alten Gerät noch problemlos arbeiten kann.

Und wenn man sich dann noch anschaut, was Apple in den letzten Monaten und Jahren so an Neuheiten präsentiert hat, dann kann man zweifelsohne sagen, dass ihnen scheinbar die "bahnbrechenden" Ideen ausgehen. Ich bin mal gespannt, wie es mit Apple noch weitergeht. Gefühlt würde ich sagen, hat sich das Unternehmen zu lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht.


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Re: Apples iPad

#11

Beitragvon Sponskonaut » So 3. Apr 2016, 10:52

Da ich nicht extra einen neuen Thread dafür eröffnen will, packe ich das mal hier rein: Vor wenigen Tagen ist Apple 40 Jahre alt geworden. Ein bisschen was zu lesen, gibt es hier und hier.

Wie der feste Kern hier weiß, war ich ja selbst mal großer Fan der Produkte, was sich mit der Zeit aber immer mehr gelegt hat. Ich bin damals noch kurz vor der iPhone-Zeit in die "Apple-Welt" eingestiegen und war von Beginn an Feuer und Flamme für die Geräte. Ich muss aber auch sagen, dass es damals wesentlich mehr Spaß gemacht hat, sich mit den Sachen zu beschäftigen, als es noch nicht so war, dass jedes Jahr ein neues "bahnbrechendes" iPhone auf den Markt geworfen wurde. Da hat es sich noch auf die Macs konzentriert, die ja "eigentlich" immer das "Herzstück" des Konzerns gewesen sind.

Mit der Zeit empfand ich OS X aber als immer weniger tauglich. Das letzte "Mac-System", mit dem ich problemlos arbeiten konnte, war OS X 10.6 (Snow Leopard), und besonders mit dem Nachfolger OS X 10.7 Lion bekam ich immer mehr Probleme. Kurzum: Die Plattform wurde für mich immer "unnutzbarer", und außerdem wurde mir mit der Zeit bewusst, in was für einem goldenen Käfig man sich bei Apple bewegt, vor allem in Hardware-Fragen. Aber auch in Sachen Software passte mir einiges nicht. Ich hatte immer das Gefühl, als ob zwischen sehr simpler "Anfänger-Software" und richtig professionellen Programmen eine relativ große Lücke klaffte. Sobald man "ein bisschen mehr" mit dem PC machte und, sagen wir mal, semi-professionell unterwegs war, musste man lange suchen, um etwas Passendes zu finden. Was anscheinend auch heute noch so ist.

Als dann kurze Zeit später Windows 7 erschien, bewegte ich mich peu à peu wieder Richtung Redmonder System, bis ich letztlich komplett zurück zu Windows gelangte - was ich heute noch als richtige Entscheidung werte. Sowohl softwareseitig als auch in Sachen Hardware war ich nun wieder wesentlich vielfältiger aufgestellt, von den Kosten mal ganz zu schweigen. Man hat dann einfach die Möglichkeit, sich genau das System zusammenzustellen, das man möchte. Und man ist in Sachen Preis-Leistung-Verhältnis viel flexibler.

Aktuell habe ich zwar noch ein MacBook Pro in Verwendung, benutze es aber nicht als primäres Produktiv-System. Ich habe auch nach wie vor den Eindruck, als ob OS X nicht mehr so "fluffig" läuft wie damals. Parallel habe ich auch noch in iPad 2, das aber nur noch sporadisch benutzt wird, bspw. um mal etwas aufs AppleTV zu streamen. Letzteres wird allerdings hauptsächlich über iTunes auf eminem Windows-Rechner "gefüttert" und ist auch prinzipiell das Apple-Gerät, das bei mir noch regelmäßig genutzt wird.

Was ich damit sagen will, ist, dass die Apple-Geräte insgesamt mal mehr Potential hatten, um zu begeistern. Andere Hersteller sind da schon gut nachgezogen. Ich kann z.B. über mein Nexus 5 von Google nichts Schlechtes sagen und bin nach wie vor begeistert. Auf dem Gerät läuft bereits die dritte Android-Version nach Veröffentlichung, und es läuft immer noch so flüssig wie am ersten Tag. Was ich von meinen iOS-Geräten nicht sagen kann, die mit den aktuellen Systemen mittlerweile kaum noch nutzbar sind...

---

Nichtsdestotrotz darf man die Leistung, die Steve Jobs und Steve Wozniak erbracht haben, nicht schmälern. Die beiden haben wirklich Beachtliches auf die Beine gestellt, wobei ich finde, dass der Konzern mittlerweile weit weg von dem Charme ist, den er damals noch ausgestrahlt hat.


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Re: Apples iPad

#12

Beitragvon Sponskonaut » Mo 4. Jul 2016, 11:14

Finde es ja interessant, was ein DELL-Sprecher zum Tablet-Markt sagt:

Der Tablet-Markt ist übersättigt und die Nachfrage der Kunden sinkt, weswegen wir uns dazu entschieden haben, die Android-basierte Venue-Tablet-Reihe einzustellen.

Ich kenne in meinem näheren Bekanntenkreis tatsächlich nur einen, der ein Tablet (in dem Fall ist es ein iPad) benutzt. Dann habe ich gerade mal zwei Kunden, die ein Tablet verwenden. Und meine Frau und ich haben auch jeweils iPads, die aber auch nur noch sporadisch mal ausgepackt werden. In der Regel greift man doch eher zum handlicheren Smartphone, weil das schlicht mehr kann.

Ich denke ja auch, dass viele User erkannt haben, dass sich der Anwendungsbereich und der "Sinn" von Tablets arg in Grenzen hält. Man hat bspw. auch "nur" ein "beschnittenes" Betriebssystem, das auf Apps basiert, eine On-Screen-Tastatur, die sich auch nicht besser tippen lässt als auf dem Smartphone, weil es nicht wirklich ein haptisches Feedback gibt, und dazu kommt noch, dass es einige Anwendungen (z.B. WhatsApp) für Tablets nicht gibt. Smartphones haben das "klassische" Handy abgelöst und geben dem User eher einen Mehrwert als die größeren Tablets. Ich vermute, die Gründe sind vielfältig, wieso viele Leute immer noch auf Notebooks setzen oder eben auf die Kombination aus Laptop und Smartphone.

Auch bei den Hybrid-Geräten bin ich eher skeptisch. [hmm] Zum einen sind die in der Regel preislich nicht ganz ohne, und zum anderen frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht, solche Geräte auf den Markt zu bringen, wenn der Markt an Tablets ohnehin gesättigt ist oder eben viele Leute gemerkt haben, dass ein Tablet doch nicht so sinnvoll für sie ist. Und ich glaube nicht, dass sich viele User davon anlocken lassen, dass man ein Gerät sowohl als Notebook als auch als Tablet verwenden kann.

Was mich auch noch stören würde, wäre die Tatsache, dass die Entwicklung ohnehin so schnell voranschreitet und die Firmen jedes Jahr neue Modelle auf den Markt werfen. Was bringt es mir denn, wenn ich heute so einen Hybriden kaufe, bei dem dann vielleicht mal das Tastatur-Dock abschmiert, nur um dann ein komplettes neues Modell im Austausch zu bekommen?


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