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Mülltrennung & Entsorgung

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Mülltrennung & Entsorgung

#1

Beitragvon Daniel-Wells » Di 9. Jul 2013, 00:39

Hallo Leute,

Ich komme heute mal mit einem etwas ernsteren Thema.... Noch wenn es hier vielleicht nicht so ganz reinpasst, aber ich denke mal das es uns alle was angeht.... Schaut euch einfach bitte dieses Video mal an:

http://vimeo.com/mrleetv/wwwtheblackfishorgfilm



Warum jemandem etwas beibringen. Ein einsamer Impuls der Freude. (William Butler-Yates)

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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#2

Beitragvon MartyMcFly » Di 9. Jul 2013, 21:28



Ein großes Thema mit vielen Zusammenhängen. Die Ausbeutung der Meere ist jedenfalls schrecklich.

Puh, ich möchte nicht wissen, wie die Welt in 30 Jahren aussieht. Ich hoffe die Menschheit kriegt die Kurve in jeglichen Umweltfragen. Schlussendlich kommt alles auf den Menschen zurück, so wie sie die Mutter Erde behandeln.

"Die Menschen können sich tatsächlich ändern, wenn sie kurz vor einem Abgrund stehen"
(aus "Der Tag, an dem die Erde stillstand", 2008)

Ich hoffe wir kommen früher drauf.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#3

Beitragvon Daniel-Wells » Di 9. Jul 2013, 23:34

Aber bis die meisten Menschen dieses Denken welches du, ich und einige andere haben wird noch viel Zeit vergehen.... Hoffen wir mal das die EInsicht nicht zu lange auf sich warten lässt... weil es wäre Schade um die Tiere....

Letzendlich kannst du die Menschen mit einem Virus vergleichen....


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#4

Beitragvon Lupos » Mi 10. Jul 2013, 09:57

und dann ist es zu Spät...

Einige Wissenschaftler sprechen sogar davon das wir den Plastikmüll im den Ozeanen nicht mehr in den Griff bekommen..da sich die Polymere auf natürlichem wege schlecht bis gar nicht auflösen nehmen Meeresbewohner kleinste Plastikteile auf die dann auf Umwegen auf unserem Teller landen ..diese Polymere haben die ungesunde Eigenschaft die DNA zu verändern ...aber das ist ein langes Thema ...

Ich weiß jetzt gar nicht mehr so genau wo ich das gelesen habe , ich kann als Quelle das Buch "Leben Ohne uns" angeben ..

da ich mich jetzt mehr als 10 Jahre mit dem Thema ..möglichkeiten Ausserirdischem Leben .. beschäftige ..kommt man an unserem Planeten nicht vorbei ..bietet auch in unserem Astronomie Verein immer wieder Zündstoff..

Es ist einfach nur Traurig wie wir mit unserem Planeten und vor allem mit unseren Mitbewohnern den Tieren, die das gleiche recht auf Leben haben , umgehen ..eine Schande ist das


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#5

Beitragvon Sponskonaut » Mi 10. Jul 2013, 11:49

Ja, die Überfischung der Meere ist so ein Thema, über das ich in letzter Zeit öfter gestolpert bin. In einer Doku von Arved Fuchs wurde das auch mal thematisiert. Wenn ich mich recht erinnere, war das der Nordatlantik-Fünfteiler - sehr interessant! Ich hoffe, dass die noch mal wiederholt wird.

Das Problem ist ja nicht nur, dass die großen Konzerne mit ihrer Art und Weise den natürlichen Bestand gefährden, sondern dass auch die kleinen Fischer, die mehr oder weniger nachhaltig fischen, komplett verdrängt werden.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#6

Beitragvon MartyMcFly » Sa 20. Jul 2013, 19:13


Lupos hat geschrieben:und dann ist es zu Spät...

Einige Wissenschaftler sprechen sogar davon das wir den Plastikmüll im den Ozeanen nicht mehr in den Griff bekommen..da sich die Polymere auf natürlichem wege schlecht bis gar nicht auflösen nehmen Meeresbewohner kleinste Plastikteile auf die dann auf Umwegen auf unserem Teller landen ..diese Polymere haben die ungesunde Eigenschaft die DNA zu verändern ...aber das ist ein langes Thema ...

Stimmt...[seufz]
Ja es soll ca. 100 Jahre dauern bis sich Plastik richtig auflöst...

Jetzt mal ein kleines Beispiel von vielen...
Im Supermarkt gibt es gutes Mineralwasser (mit Kohlensäure) aus den Tiroler Bergen in einer 1,5 l PLASTIKflasche um...na..was glaubt ihr...25 Cent!! Obwohl es eigentlich garnicht mehr nötig ist, Wasser im Supermarkt zu kaufen, denn es kommt im Normalfall das beste Wasser aus der Leitung. (Außer bei außergewöhnlichen Ereignissen, Verunreigungen, Hochwasser,etc.). Aber es wird trotzdem munter gekauft und warum? Weil es angeboten wird und zu einem Preis, der naja...
Auf was ich hinauswill, ist eigentlich das Plastik, am Beispiel von 1,5 l Mineralwasser in einer Plastikflasche um 25 Cent. So wird massenweise Plastikmüll """günstigst""" produziert.
Plastik, Plastik, Plastikverpackungen wohin man sieht.
Ich kann mich noch erinnern da gab es die Milch noch in braunen Glasflaschen zu kaufen. Und jetzt? Bei den Getränken, gibts vielleicht noch ein oder zwei Marken Mineralwasser in einer Glas(Pfand)flasche...

Und wenn Leute dann noch Plastik/Bio/Papier/Glas in die Restmülltonne schmeissen, also da kommt mir das Grausen [keule] Ist es wirklich so schwer den Müll zu trennen und richtig zu entsorgen, neeee, die sind einfach zu faul. Und ich gehe sogar zu Fuß in das Altstoffsammelzentrum (auch wenn ich 3x gehen muss), gut sind nur 10Min. Gehweg. Aber sogar dafür oder für viel kürzere Wege wird das Auto benützt, auch wenn nur wenig transportiert wird (das man leicht tragen könnte), neee... [angry]
Übrigens der meiste Müll in unserem Haushalt sind 1. Plastik und 2. Papier, gehe mal davon aus, bei euch ist es nicht viel anders?
Ich lege auf Mülltrennung jedenfalls sehr viel wert, das ist das minimum was man tun kann, wenn man schon Verpackungsmüll einkauft bzw. einkaufen muss...
Es wirklich schwierig Plastikmüll zu vermeiden bzw. zu reduzieren, weil viele Verpackungen leider aus Plastik sind.
Habe mal gelesen, dass unter Umständen auch Schadstoffe aus der Plastikflasche/Plastikverpackung in die darin enthaltene Flüssigkeit/Nahrung abgesondert wird, näheres muss ich mal nachforschen. [huch]


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#7

Beitragvon Sponskonaut » Sa 20. Jul 2013, 23:15


MartyMcFly hat geschrieben:Ich lege auf Mülltrennung jedenfalls sehr viel wert, das ist das minimum was man tun kann, wenn man schon Verpackungsmüll einkauft bzw. einkaufen muss...

Ganz ehrlich? Das ist ziemlich für die Füße. Und ich sage das nicht, weil ich vom Hörensagen weiß, dass die Entsorger nicht wirklich dahinter sind, sondern weil ich es (als ich über Zeitarbeit bei unserem städtischen Entsorger war) live miterlebt habe...

Ich trenne zwar auch noch ein bisschen Müll (Papier, gelber Sack, Restmüll), aber eigentlich nur deswegen, damit sich der Müll auf mehrere Tonnen verteilt, sonst würden die Tonnen von unserem Mietshaus ständig überlaufen - was sie auch so schon öfter mal tun.

Das heißt, Mülltrennung ist letztendlich eher fürs eigene Gewissen gut. Tatsächlich wird davon nur ein Bruchteil wiederverwertet.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#8

Beitragvon MartyMcFly » So 21. Jul 2013, 00:47


Sponskonaut hat geschrieben:
MartyMcFly hat geschrieben:Ich lege auf Mülltrennung jedenfalls sehr viel wert, das ist das minimum was man tun kann, wenn man schon Verpackungsmüll einkauft bzw. einkaufen muss...

Das heißt, Mülltrennung ist letztendlich eher fürs eigene Gewissen gut. Tatsächlich wird davon nur ein Bruchteil wiederverwertet.

Naja bei Papier und Glas ist die Recylingquote doch sehr gut. Laut Onlineinfos weiß ich zumindest das in Österreich die Recyclingquote bei Papier bei 112% liegt (es wird also mehr Altpapier wiederverwertet, als neues Papier verbraucht) und bei Glas bei ca. 85-90%, in DE über 80%.(Glas ist zu 100% wiederverwertbar). Europaweit liegt dies jeweils bei etwa 70%...
Bei Kunststoff sieht es da sicher schlechter aus, hab jetzt da keine Daten gefunden.
Biomüll oder Problemstoffe würde ich nie in den Hausmüll werfen...

Naja jedenfalls bin ich der Meinung, dass sich Mülltrennen auszahlt. [yeshappy]

Kommt wohl auch auf den richtigen Entsorger drauf an...


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#9

Beitragvon Lupos » So 21. Jul 2013, 11:07

Nö ..bei uns auch nicht ..bei uns in der Müllverbrennungs anlage wird auch alle dureinander geschmissen ..hab da mal ein Müllmann gefragt und ich selber aus Betieblichen Gründen meinen Abfall auch endsrechend entsorge was ich so erlebt habe .nö ..ich trenn schon lange nicht mehr..Verarsche hoch fünf...Alles hole Phrasen

Wir bekommen unseren Planeten schon kaputt.mal keine Sorge ..dauert nicht mehr lange


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#10

Beitragvon Sponskonaut » So 21. Jul 2013, 11:29


MartyMcFly hat geschrieben:Naja bei Papier und Glas ist die Recylingquote doch sehr gut. Laut Onlineinfos weiß ich zumindest das in Österreich die Recyclingquote bei Papier bei 112% liegt (es wird also mehr Altpapier wiederverwertet, als neues Papier verbraucht) und bei Glas bei ca. 85-90%, in DE über 80%.(Glas ist zu 100% wiederverwertbar). Europaweit liegt dies jeweils bei etwa 70%...

Bei Glas und Papier gehe ich ja noch mit, zumal das auch recht einfach zu trennen ist.

Bei Kunststoff sieht es da sicher schlechter aus, hab jetzt da keine Daten gefunden.

Landet ohnehin in der Regel im Hausmüll. Was den gelben Sack angeht, werden davon gerade mal 20% wiederverwertet.

Biomüll oder Problemstoffe würde ich nie in den Hausmüll werfen...

Biotonne gibt es bei uns nicht mal.

Nur mal ein kleines Beispiel, da ich ja selbst bei unserer städtischen Annahmestelle gearbeitet habe: Da wurden Tonnen für diverse Stoffe aufgestellt, z.B. für alte CDs. Den Kunden haben wir immer schön gezeigt, welche Tonne das ist, wenn sie danach gefragt haben. Und weißt du, was wir am Abend dann gemacht haben? Da wurde diese Tonne einfach in den Kübel vom Restmüll geleert.

Naja jedenfalls bin ich der Meinung, dass sich Mülltrennen auszahlt. [yeshappy]

Tut es. Vor allem für die Entsorger... [zwinker] Steckt ja eine große Industrie dahinter, in der viel Geld fließt.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#11

Beitragvon Alexslider » Mo 22. Jul 2013, 21:21

Ich habe dieses Thema mal aus der Chandler-Plauderecke abgetrennt. Da es ja doch wichtiger ist als in dem Sammel-Thread unterzugehen.

Also wir hier trennen den Müll auch. Glas kommt gesammelt in einen Container, Papier kommt bei uns in die Papiertonne, Plasik wandert in den gelben Sack, Biomüll kommt auf den Kompost und Restmüll eben in die normale Tonne. Auch für Baterien haben wir einen kleinen Sammelbeutel. Wir trennen aber eigentlich auch nur, damit die Restmülltonne nicht bei jeder Müllfuhre abgeholt werden muss. Denn das Entsorgen von Glas, Papier oder Plastik kostet nix wenns abgeholt wird. Außer Zeitungspapier, das bringen wir gesondert weg und erhalten da pro Kilo noch ein paar Euro.

Was die Sache mit dem Wasserflaschen angeht, wir kaufen die Plasikflaschen auch. Aber nur Sprudel und ab und zu Medium. Mir schmeckt das Wasser ohne Kohlensäure nicht. Schmeckt wie abgestanden. ;) Wir kaufen aber auch nur die 1,5l Flaschen von Aldi, Lidl & Co. Vor ein paar Jahren haben wir noch die 0,7l Glasflaschen gekauft. Aber die waren, im Verhältnis zu den 1,5l, teurer.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#12

Beitragvon MartyMcFly » Mi 24. Jul 2013, 10:31


MartyMcFly hat geschrieben: Habe mal gelesen, dass unter Umständen auch Schadstoffe aus der Plastikflasche/Plastikverpackung in die darin enthaltene Flüssigkeit/Nahrung abgesondert wird, näheres muss ich mal nachforschen. [huch]

Das Wasser aus Plastikflaschen wenn diese länger in der prallen Sonne oder in der Hitze im Auto liegen schädlich sein kann, wissen ja die meisten.

Hier bisschen was zum nachlesen in Sachen Wasser aus Plastikflaschen:

Umwelthormone: Mineralwasser mit Östrogenen belastet

Wie gefährlich sind Plastikflaschen?

Wasser aus Plastikflaschen? Ungesund wegen Weichmachern?


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#13

Beitragvon Sponskonaut » Mi 24. Jul 2013, 11:13

Erstmal danke für die Links und gleich mal eine Frage zum ersten SpOn-Artikel. Da steht:

Auch ob die Kontamination des Mineralwassers ein gesundheitliches Risiko darstellt, sei derzeit noch nicht abzuschätzen.

Der Artikel ist von 2009. Gibt es da denn mittlerweile Infos?

Was Hormone angeht, mache ich mir da eher weniger Gedanken, weil heute eigentlich ziemlich viel hormonbehandelt ist. Das gilt bspw. nicht nur für Fastfood-Fleisch, sondern auch für die Fleischprodukte, die man in jedem Supermarkt bekommt. Die Frage ist halt: Wo zieht man die Grenze? Nur noch Bio-Produkte kaufen? Könnte ich mir jedenfalls nicht leisten. Oder gezielt solche Produkte nicht mehr kaufen? Wird sicherlich auch schwer, weil man dann wohl so gut wie gar nichts mehr kaufen könnte.

Aber noch mal was anderes zum Thema: Ich hatte ja in einem anderen Thread schon mal von dem Pärchen berichtet, mit dem ich mich zerstritten hatte. Er ist so ein "Gesundheits-Fanatiker", wie ich sie am liebsten habe und dir mir öfter mal begegnen. Auf der einen Seite zieht er sich an allem hoch, was er so in den Medien liest, isst dieses Brot, Fleisch oder Eis nicht, weil dieser oder jener Stoff darin verarbeitet wird - aber auf der anderen Seite dann schön Zigaretten qualmen... [rollendeaugen] Auf solche "Möchtegern-Gesundheits-Apostel" trifft man leider immer wieder. Meine Ex-Schwägerin ist auch so ein Fall.

@Marty: Das war jetzt aber keinesfalls auf dich gemünzt! Ich weiß ja auch gar nicht, wie du dich sonst ernährst. Wollte das nur mal erzählt haben, weil es mir gerade einfiel.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#14

Beitragvon MartyMcFly » Mi 24. Jul 2013, 14:12


Sponskonaut hat geschrieben:
Auch ob die Kontamination des Mineralwassers ein gesundheitliches Risiko darstellt, sei derzeit noch nicht abzuschätzen.

Der Artikel ist von 2009. Gibt es da denn mittlerweile Infos?

Nein, da sind die Frankfurter Forscher anscheinend noch nicht viel weiter, nichts neues dazu zu finden.

Was Ernährung betrifft, also wenn ich genug Zeit, Geld und einen eigenen (großen) Garten hätte, würde ich versuchen, so gut wie möglich nachhaltig mich zu ernähren und zu leben. Keine Frage. Was gibt es besseres und gesünderes, als das zu essen, was man selbst angepflanzt hat? Am besten man müsste garnicht mehr im Supermarkt einkaufen, Km weit mit dem Auto fahren (wo meistens nur einer drin sitzt), und vieles mehr. Und alles was man braucht, aus der Region bekommen. Ich sprich jetzt von Ernährung und Mobilität ;) Also zurück zum Zug, zum Fahrrad, oder von mir aus Elektrofahrrad...also "Entschleunigung" habe ich noch als Stichwort...

Also ich sehne mich nach so einer nachhaltigen Welt, mir würde es gefallen. Utopia lässt grüßen.
Ich denke hald sehr viel darüber nach, tun kann ich selbst (derzeit?) sehr wenig. Ja und ich denk mir und frage mich schon oft, zB müsst ihr jetzt wirklich dafür das Auto nehmen? Müsst ihr wirklich soviel einkaufen, dann landet es ja doch nur wieder im Müll...usw.
Aber ich posaune nie was raus, gebe auch keinen lautstark irgendwelche Ratschläge, weil ich es weiß wie schwer es ist, sich zu ändern, oder es zu ändern...
Ich denke dann eher umso mehr nach...

Einer nachhaltigen Welt sind wir ja noch meilenweit entfernt, die Realität ist, ich kaufe auch Plastikflaschen, schaue auf günstige Angebote im Supermarkt, kann mir nur wenige Bio Produkte leisten, was Bio angeht, ist Bio nicht automatisch biologisch und gesund, nur weil es draufsteht, da muss man auch aufpassen. Bio für mich = Natur pur, und am besten auch aus der Region. Ich schaue aber schon bei den meisten Produkten auf die Inhaltsstoffe. Es gibt Produkte da sind soviele Zusatzstoffe drinnen, das ist nicht mehr lustig, um diese mache ich einen weiten Bogen. Auch gesundheitlich weiß ich schon, dass ich "Fertigprodukte" nicht so vertrage, lieber selber kochen...was ja aber auch nicht immer geht.

Was wirklich nachhaltigeres "ökologisches" Leben betrifft, das ist ja sehr schwierig. Finanziell ist mir ein Leben, wie ich es mir vorstelle, in Sachen Ernährung und Nachhaltigkeit, leider nicht möglich.
Aus dem viel zitierten "Hamsterrad"/ "System" auszusteigen gelingt nur wenigen Menschen, sofern Sie ein anderes nachhaltigeres (unseren nachkommenden Generationen zuliebe) Leben überhaupt wollen bzw. anstreben. Ist es ja auch vielen garnicht möglich. Die eine Familie zu versorgen haben, ein Haus abzubezahlen haben, etc...können sich am ende des Tages nicht auch noch um die Welt kümmern. Jetzt grob gesagt. Und da kommt die Politik ins Spiel, die haben die Verantwortung und die Pflicht, sag ich jetzt mal, uns den Bürgern es leichter zu machen, der Wirtschaft, den Firmen auf die "grüne Linie" zu verhelfen...
...und dann wären die "Big Problems" global gesehen...
zum Beispiel China, es ist ja schon eine Herausforderung eine Mulitmillionen Metropole zu ernähren und viele dort möchten "Fleisch" haben, woher nehmen? Dann muss Kunstfleisch her, was den echten Geschmack imitiert, aber nichts mit Fleisch vom Tier zu tun hat, solls ja auch schon geben. Was für eine Welt [seufz]

DANN mache ich mir wieder Gedanken, leider nur Gedanken, weil ich selbst aktiv jetzt nichts tun kann. Und zwar die vielen vielen Millionen Menschen auf dieser Erde, die jetzt hungern und dursten müssen.
Wenige wissen, wie schlimm es ist zu hungern, ich meine...wenn man wirklich Hunger hat.
Da kann ich alles oben geschriebene -also meine Wünsche und Sehnsüchte nach "Utopia", im großen wie im Kleinen - wieder erstmal beiseite schieben und möchte nur jeden Einzelnen Hungernden helfen.

So ich habe jetzt alles in einem Topf geworfen, aber es hängt ja auch alles zusammen...
(Vielleicht sollte man in den Threadtitel noch Ernährung hinzufügen :))

Auf unsere westliche Welt bezogen:
Ein nachhaltigeres Leben zu führen, heißt im Übrigen nicht automatisch auf etwas zu verzichten, vieles was wir glauben unbedingt haben zu müssen, muss man vielleicht garnicht haben...

Definition Nachhaltigkeit:
http://www.miodul.de/definition-nachhaltigkeit.html

Hier ein Link zur einer sehenswerten ARTE Doku:
"Unser täglich Gift"
http://www.arte.tv/guide/de/042273-000/ ... glich-gift
Auch auf youtube:


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#15

Beitragvon Sponskonaut » Fr 26. Jul 2013, 03:06


MartyMcFly hat geschrieben:Und da kommt die Politik ins Spiel, die haben die Verantwortung und die Pflicht, sag ich jetzt mal, uns den Bürgern es leichter zu machen, der Wirtschaft, den Firmen auf die "grüne Linie" zu verhelfen...

Und spätestens da gehen die Probleme los. Auf die Politik brauchst du gar nicht bauen, weil die durchtränkt ist von Lobbyisten, die nur im Interesse der Wirtschaft handeln. "Grün" wird es höchstens dann, wenn man daraus auch noch Profit ziehen kann... Mitunter deswegen werde ich jetzt nicht mehr wählen gehen, und ich bin auch auf dem besten Wege, mich zum überzeugten Nichtwähler zu entwickeln.

Politik wird vornehmlich durch die Wirtschaft gesteuert, man klopft sich auf die eigene Schulter, weil der Export wächst, aber am Ende ist das nur dem "Deppen" zu verdanken, der sich als Billiglöhner ausnutzen lassen muss, weil er keine andere Wahl hat... Nee, wenn etwas für mich gestorben ist, dann ist es die Politik. Aber das nur mal am Rande.

Ein nachhaltigeres Leben zu führen, heißt im Übrigen nicht automatisch auf etwas zu verzichten, vieles was wir glauben unbedingt haben zu müssen, muss man vielleicht garnicht haben...

Dass wir "hier" immer noch ein Leben im Luxus führen und wir teilweise auf hohem Niveau jammern, sollte ja jedem bekannt sein. Na ja, und über das "Brauchen" kann man sicherlich auch vorzüglich streiten. Aber so funktioniert nun mal der Kapitalismus, und ich selbst muss mir mittlerweile eingestehen, dass ich ziemlich resigniert habe und meine frühere Einstellung nur noch unter utopischer linker Sozialromantik verbuchen kann.

Ich halte es jedenfalls schon länger so, dass ich mich vorher erstmal ausgiebig frage, ob ich tatsächlich eine neue Anschaffung machen muss, vor allem bei technischen Sachen. Und wenn ich mein Kaufverhalten so analysiere, dann stelle ich immer wieder fest, wie lange ich meine Geräte tatsächlich benutze. Wenn ich mich da bei anderen Leuten so umschaue, die sich unbedingt jedes iPhone-Modell kaufen "müssen"... [rollendeaugen] Ich interessiere mich zwar sehr für Technik-Kram und verdiene ja auch mittlerweile mein Geld damit, mich mit der Materie zu beschäftigen, aber wenn ich schon eine Neu-Anschaffung tätige, dann ist die in der Regel wohlüberlegt und hat triftige Gründe. Unsere Satelliten-Umstellung, über die ich ja berichtet hatte, ist da so ein Beispiel. Mein iPhone 4 ist mein erstes Smartphone, ich bin immer noch zufrieden damit und werde es nutzen, bis es nicht mehr geht. Einen neuen Rechner kaufe ich auch erst dann, wenn ich de facto mehr Leistung brauche, weil sich z.B. mein Anwendungsbereich erweitert hat, oder weil ein Gerät tatsächlich mal komplett abgeschmiert und irreparabel ist.

Ich für meinen Teil habe (leider) schon zu sehr resigniert und glaube fest daran, dass sich die Menschheit brachial selbst zu Grunde richten wird. Man sieht ja jetzt schon sehr gut, dass sie auf dem besten Weg dorthin ist. [feuerwerk] [zwinker]


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#16

Beitragvon MartyMcFly » Di 30. Jul 2013, 19:57

http://future.arte.tv/de/thema/gehts-auch-ohne-fleisch

TV-TIPP HEUTE 30.07. ARTE 20:15 Uhr:
"Nie wieder Fleisch" Doku

Unfassbare Zustände in der Putenmast, Antibiotikaeinsatz in der Geflügelzucht allgemein, nicht fachgerechte Tötungen von Rindern - Fleischproduzenten stehen in der Kritik. Hinzu kommt, dass Futterexporte aus Dritte-Welt-Ländern dort zu Hunger führen und dass Exporte dorthin die Märkte zerstören. Über die verheerenden Auswirkungen der massenhaften Fleischproduktion.



TV-TIPP HEUTE 30.07. ARTE 21:10 Uhr:
"Die neuen Vegetarier" Doku

Lange Zeit galten sie als Spinner und genussfeindliche Moralisten. Doch es gibt immer mehr Menschen, die sich fleischlos ernähren wollen. Ihr Fleischverzicht ist oft politisch motiviert, sie sind angeekelt und verweisen auf die ökologischen Folgen des ungehemmten Fleischkonsums. Michael Richter hat eine Familie angehender Vegetarier begleitet.



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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#17

Beitragvon MartyMcFly » Di 30. Jul 2013, 21:22


Sponskonaut hat geschrieben:"Grün" wird es höchstens dann, wenn man daraus auch noch Profit ziehen kann... Mitunter deswegen werde ich jetzt nicht mehr wählen gehen, und ich bin auch auf dem besten Wege, mich zum überzeugten Nichtwähler zu entwickeln.

Nee, wenn etwas für mich gestorben ist, dann ist es die Politik. Aber das nur mal am Rande.

Aber ist nicht zu wählen "die Lösung"? Wir sind (zum Glück) in einer Demokratie, wo jeder seine Meinung haben darf und kundtun darf und wählen gehen darf.
Keine Frage, die Politik ergo die Politiker selbst sind großteils mit einem Mülleimer vergleichbar.
Bei uns wird im Herbst auch gewählt und mir wird jetzt schon schlecht, wenn ich diese scheinheiligen abgedroschenen nichtssagenden Wahlplakate sehe. Ein Witz.

Die Lage ist bei euch vielleicht etwas anders, aber hierzulande sind für mich die einzig wählbare Partei, die Grünen (waren noch nie in der Bundesregierung). Anscheinend "die gescheitesten" von allen. Aus verschiedenen Gründen. Waren noch nie in irgendeiner Korruptionsgeschichte verwickelt, usw... Aber vorallem wegen dem Umweltaspekt, der mir sehr wichtig ist...Sind bereits seit 10 Jahre in der hiesigen Landesregierung und leisten gute auch sichtbare grüne Arbeit. Dies ist natürlich immer zu wenig, aber immerhin. Also solange mir die Grünen keine Gründe geben sie nicht zu wählen, bleibe ich erstmal dabei. Die haben auch immerhin derzeit die "besten" und sinnvollsten Plakate von allen und geben keine großen Versprechungen von sich, die sie nachher eh nicht halten können....

Sponskonaut hat geschrieben: Dass wir "hier" immer noch ein Leben im Luxus führen und wir teilweise auf hohem Niveau jammern, sollte ja jedem bekannt sein. Na ja, und über das "Brauchen" kann man sicherlich auch vorzüglich streiten. Aber so funktioniert nun mal der Kapitalismus, und ich selbst muss mir mittlerweile eingestehen, dass ich ziemlich resigniert habe und meine frühere Einstellung nur noch unter utopischer linker Sozialromantik verbuchen kann.

"Utopische linke Sozialromantik" klingt gut, hehe [zwinker]

Das Geräte schon seit Jahrzenten so gebaut werden, dass sie schneller kaputt werden (und wir daher früher ein neues kaufen müssen, usw), ja "ist nun mal so", "gut" für die Wirtschaft und auch für Wohlstand. Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns im Normalfall auch gut. Aber lääängerfristig bringt das leider Probleme (von denen wir ja schon viele erwähnt haben).
Aja, von der irrsinnigen Geldvermehrung in der Finanzwirtschaft ganz zu schweigen...

Sponskonaut hat geschrieben: Ich für meinen Teil habe (leider) schon zu sehr resigniert und glaube fest daran, dass sich die Menschheit brachial selbst zu Grunde richten wird. Man sieht ja jetzt schon sehr gut, dass sie auf dem besten Weg dorthin ist. [feuerwerk] [zwinker]

"Bitter realistisch" gesehen, gebe ich dir recht.

Allerdings braucht es Visionen, Utopien, ja auch Romantik und Hoffnung auf eine bessere Welt, auf ein anderes "System", auch wenn es noch so düster aussehen mag, trotz der skrupellosen ungerechten Welt. Die Menschen gestalten die Welt, wir gestalten sie, im Kleinen und viel schwerer auch im Großen.

Die Hoffnung auf eine Änderung wird zwar immer kleiner, die Türspalte schmaler, aber sie ist noch da, sie muss da sein, die Hoffnung.
Was hätten wir dann noch ohne Vorstellungen einer besseren Zukunft?

Gerne kann mich jeder als Träumer bezeichnen. [moodswing]
Danke für das Kompliment!


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#18

Beitragvon Sponskonaut » Mi 31. Jul 2013, 02:04


MartyMcFly hat geschrieben:Aber ist nicht zu wählen "die Lösung"? Wir sind (zum Glück) in einer Demokratie, wo jeder seine Meinung haben darf und kundtun darf und wählen gehen darf.

Na ja, man muss sich natürlich auch fragen, wie demokratisch es ist, wenn von vornherein erstmal ausgesiebt wird, worüber das Volk "demokratisch" entscheiden darf. Wäre Deutschland z.B. Teil des Europäischen Währungsverbundes, wenn es jemals einen Volksentscheid über den Euro gegeben hätte?

Die Lage ist bei euch vielleicht etwas anders, aber hierzulande sind für mich die einzig wählbare Partei, die Grünen (waren noch nie in der Bundesregierung). Anscheinend "die gescheitesten" von allen. Aus verschiedenen Gründen.

Ich finde bei uns tatsächlich keine einzige Partei, der ich noch was abgewinnen könnte. Ich habe zwar immer Links gewählt und würde mich auch nach wie vor dem "linken Lager" zuschreiben, aber wenn ich mir "die feinen Damen und Herren" (aus allen Parteien) so anschaue, dann kann ich wirklich bei keiner dieser "Volksparteien" guten Gewissens mein Kreuzchen machen... Und wenn man dann teilweise noch sieht, wie dermaßen sich die politischen Parteien selbst demontieren, dann sind das für mich nur noch ganz lächerliche Figuren...

Die Menschen gestalten die Welt, wir gestalten sie, im Kleinen und viel schwerer auch im Großen.

Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich finde, dass da Hopfen und Malz schon verloren sind. Das Problem ist, dass sich jeder nur noch selbst am nähesten ist. Das geht schon im Kleinen los.

Nur mal ein kleines Beispiel, weil es bei mir gerade aktuell ist: Momentan verticke ich über Ebay ein paar Sachen, darunter auch ein Damenbekeidungsstück, das meine Frau geschenkt bekommen hatte. Ebay hat wohl kürzlich das Online-Verkaufsformular überarbeitet (mittlerweile gibt es zwei Reiter für Sofortkauf und Auktion), und ich habe versehentlich, weil das Formular von vornherein auf "Sofortkauf" eingestellt war, die Bluse für 1€ eingestellt. In meiner selbstgeschriebenen Artikelbezeichnung habe ich auch extra viel Spaß bei der Auktion gewünscht und überhaupt mehrmals auf die Auktion verwiesen.

Ebay hat mir jetzt einen Link zu den Ebay-Richtlinien geschickt, aus denen mehr oder weniger hervorgeht, dass jetzt quasi eine 50/50-Situation besteht. Jedenfalls habe ich den Käufer höflich angeschrieben, ihm den Sachverhalt erklärt, aber der hat null Verständnis, besteht scheinbar auf den Kauf und hat meinen Transkationsabbruch (sodass ich die Einstellgebühr gutgeschrieben bekomme) abgelehnt.

Der Punkt ist, dass ich schon etliche Male, wenn ich etwas versteigert habe und der Bieter dann am Ende den Artikel doch nicht wollte, so nett war, den Rücktritt zu gestatten - bin ja kein Unmensch. Aber ich stelle (leider) immer wieder fest, dass man das Verständnis und die Kulanz, die man selbst bereit ist zu geben, nicht mal ansatzweise von seinen "lieben Mitmenschen" zurückbekommt. Das aber nur mal als Beispiel dafür, was das "im Kleinen" anbelangt. [zwinker] Wobei ich da natürlich noch andere Beispiele anbringen könnte, bspw. Erlebnisse aus dem dem Straßenverkehr, worüber ich ja auch schon hier berichtet hatte.

Und auf solche Aktionen wie das Löschen seines Amazon-Kundenkontos, nachdem im TV darüber berichtet wurde, unter welchen Bedingungen die Angestellten dort werkeln müssen, kann ich ebenfalls gut verzichten. Die Kurzschlusshandlungen bringen rein gar nichts, sondern dienen nur dazu, dass sich die Leute als vermeintliche Gutmenschen öffentlich echauffieren können - aber natürlich am besten ohne seinen Hintern von der Couch erheben zu müssen... [rollendeaugen] Es interessiert auch sonst keine Sau, wieviele Leute unter was für miesen Bedingungen tagtäglich ihre paar Kröten mehr als hart erarbeiten müssen. Interessant zu helfen wird es für die Leute nur dann, wenn man schön ein "Event" daraus machen und Bilder auf Facebook dazu posten kann... [rollendeaugen]

Sorry, dass ich mich jetzt so aufrege! Ich würde mich auch noch lange nicht als Misanthrop bezeichnen, aber was ich so erlebt habe und erlebe, zeigt mir immer wieder auf, wie sinnlos es ist, im Großen zu denken, wenn es der Mensch nicht mal schafft, im Kleinen was zu bewegen und wenigstens Verständnis für seine Mitmenschen aufzubringen.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#19

Beitragvon Sponskonaut » Mo 19. Aug 2013, 02:48


MartyMcFly hat geschrieben:Allerdings braucht es Visionen, Utopien, ja auch Romantik und Hoffnung auf eine bessere Welt, auf ein anderes "System", auch wenn es noch so düster aussehen mag, trotz der skrupellosen ungerechten Welt.

Beim Gucken von "Lesch & Co." bin ich die Tage bei der Folge "Vision und Wirklichkeit" angelangt, die wirklich interessant und bislang fast schon die beste war. Hätte die Episode gerne verlinkt, habe aber die komplette Folge nicht auf Youtube gefunden, nur einzelne Auszüge.


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Re: Mülltrennung & Entsorgung

#20

Beitragvon MartyMcFly » So 25. Aug 2013, 13:17

Man stelle sich eine Fläche 40x so groß wie Österreich vor...und verteilt darauf Plastikmüll...es entsteht ein "8. Kontinent" mit
140 Millionen Tonnen...eben Plastikmüll...diese Menge befindet sich schon im Meer
Unvorstellbar! Unglaublich!
http://www.welt.de/dieweltbewegen/sonde ... Muell.html


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