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Ab und zu mal melancholisch...

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Ab und zu mal melancholisch...

#1

Beitragvon Sponskonaut » Sa 16. Mär 2013, 00:31

Heute möchte ich mal das Thema "die guten alten Zeiten" ansprechen. :wink:

Momentan bin ich in einer ziemlich melancholischen Stimmung, was bei mir vor allem zu Single-Zeiten relativ oft der Fall war. Aktuell hat es mich aber in der Hinsicht ziemlich "erwischt".

Meistens lasse ich dann meine Jugend und das Erwachsenwerden Revue passieren und denke an viele Sachen und Leute von damals, unter anderem an meinen besten Freund, der vor fast 10 Jahren tödlich verunglückt ist. Sliders ist z.B. für mich eine sehr nostalgische Sendung, die mich oft an die Zeit erinnert, in der ich mit meinem Job ziemlich unglücklich war und mir manchmal wünschte, ich könnte irgendwo anders hin sliden... :wink:

Aber auch wenn man sicherlich die alten Zeiten romantisiert und sie nur noch ziemlich verklärt betrachten kann, muss ich sagen, dass ich auch einige gute Erinnerungen habe und mir manches Mal diese Zeiten zurückwünsche. In der Regel denke ich dann primär an die 90er, in denen ich so allmählich erwachsen wurde, weniger Geldsorgen hatte als heute und die Technik das alltägliche Leben noch nicht so sehr dominiert hat wie heute. Smartphones, Tablets und die ständige Anbindung ans Netz waren damals noch kein Thema - und es ging trotzdem. ;)

Mir wĂĽrden noch ein paar Dinge einfallen, die frĂĽher "besser" waren, auch wenn ich dazusagen muss, dass es mir heute sicherlich nicht schlecht geht.

Wie ist das bei euch, wenn ihr in melancholisch-nostalgischer Stimmung seid? An was aus eurer Vergangenheit denkt ihr dann als Erstes? Und was wĂĽnscht ihr euch vielleicht zurĂĽck?


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#2

Beitragvon Lupos » Sa 16. Mär 2013, 13:28

Das kann durchaus auch mal Interessant sein ,was bei mir allerdings sehr selten vorkommt...
Das kommt daher das ich nicht der Typ für ständige erneuerrungen bin .Das kann man daran sehen das ich mich nicht von Computer ,Handys usw. abhängig gemacht habe, das hat den nachteil wenn Ihr euch so darüber unterhaltet komme ich nicht mit weil ich gar nicht weiß worüber ihr sprecht aber damit komme ich klar ..und so ist mein Leben Technisch gesehen immer das was es immer war...ich muß da nichts nachtrauern
Ebenso ist es mit Beruf und Hobbys...seit der Mondlandung 1969 bin ich Astronomie begeistert und 1980 habe ich unseren Astronomischen Verein MitgegrĂĽndet ...vor 33 Jahren , mit immer noch denselben Freunden :D
bis auf meine Langjährige Armee Zeit war auch Beruflich immer daselbe zumal es in unserem Beruf nicht sonderlich oft zu Neuheiten kommt...also auch da immer das gleiche ...herrlich ....
Silberhochzeit habe ich auch bald ....auch hier immer noch die gleiche Frau [totlachen]
ich habe eigent lich gar keinen groĂźen Grund zurĂĽck zu wollen [cool]
Das soll mal als kurze Antwort erstmal sein ,mir fällt noch mehr ein


wo kämen wir denn da hin ? wenn jeder sagen würde , wo kämen wir denn da hin und niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge

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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#3

Beitragvon Sponskonaut » Sa 16. Mär 2013, 16:49

Also, was das Leben und vor allem die Liebe angeht, hat es sich bei mir absolut positiv entwickelt. In der Hinsicht wĂĽnsche ich mir die alten Zeiten sicherlich nicht zurĂĽck, weil ich da schon ganz andere Zeiten erlebt habe.

Allerdings habe ich das Gefühl, dass es "damals" wesentlich unbeschwerter war und mit den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten immer schwieriger geworden ist. Definitiv hatte ich früher weniger Existenzängste und musste mir weniger Gedanken über das "Morgen" machen.

Was die Technik angeht, muss ich aber auch sagen, dass ich so langsam an meine Grenzen komme, auch wenn ich mich sehr dafĂĽr interesse und damit auch in Zukunft mein Geld verdienen will. Aber wenn man sich mal die Zukunfts-Visionen der Konzerne anschaut (Google-Brille etc.), dann sind da schon ein paar Sachen dabei, die ich nicht so wirklich begrĂĽĂźen kann. Aber das ist dann wieder ein anderes Thema.


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#4

Beitragvon Destiny » Di 30. Apr 2013, 22:15

Ich erinnere mich an die Zeit, in der wir alle nach Hause kamen. Anime schauten, Pokemon spielten und einfach SpaĂź hatten. Heute muss sich ja jeder aufpolieren und aufspielen und mit diesem ganzen Facebook-Zeugs identifizieren. Ich denke auch oft an frĂĽher ...


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#5

Beitragvon Sponskonaut » Mo 6. Mai 2013, 00:17

@Destiny

Ich weiĂź, was du meinst, und habe auch oft den Wunsch noch mal fĂĽr kurze Zeit in diese unbeschwerten Zeiten zurĂĽckzukehren, wobei an vielem nicht mal der (technische) Fortschritt schuld ist, sondern die allgemeine Entwicklung.

Ich vermisse in meinem Freundeskreis z.B. auch einige Leute, mt denen ich viele schöne Erinnerungen verbinde. Aber die meisten Bekanntschaften oder Freundschaften sind einfach eingeschlafen, weil viele weggezogen sind, Kinder bekommen haben, sich die Interessen verlagert haben oder man sich schlicht "auseinandergelebt" hat. Wie gesagt, im Allgemeinen war es damals wesentlich unbeschwerter, und ich habe den Eindruck, dass es in Sachen Existenzängste aktuell an einem Höhepunkt bei mir angelangt ist, was mir große Sorgen bereitet.


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#6

Beitragvon Lupos » Mo 6. Mai 2013, 09:22

Ich glaube in sachen Existensägste ist das wohl fast bei jeden so ..keiner und wirklich keiner kann sich mehr sicher sein


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#7

Beitragvon Sponskonaut » So 19. Mai 2013, 19:49


Lupos hat geschrieben: ..keiner und wirklich keiner kann sich mehr sicher sein

Das ist sicherlich der Fall, wobei ich sehr viele Leute kenne, die jobmäßig ziemlich fest im Sattel sitzen. Ich meinte damit eher die Leute, die von Job zu Job tingeln, nie wissen, was morgen bringen wird, und überhaupt so mies verdienen, dass es zum Leben kaum noch reicht. Ich bin ja froh, dass meine Frau in ihrer Firma so gesetzt ist und relativ gut verdient. Nur deswegen kann ich das mit meiner Selbständigkeit auch in Angriff nehmen. Aber sollte das mal wegbrechen, ist "Holland in Not"... Auch wenn ich damals mit meinem Job superunglücklich war, war es (bis auf das unrühmliche Ende) doch ein Job, den ich sicher hatte. Aber zum Schluss ging es eben einfach nicht mehr. Sollte es mit meiner Selbständigkeit nicht klappen, bin ich wirklich aufgeschmissen. Einen wirklichen festen Job werde ich im Leben nicht mehr kriegen...


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#8

Beitragvon Lupos » So 19. Mai 2013, 22:26

genau das ist das Problem in der heutigen zeit und das wird von der Politik auch reichlich ausgenutzt...Modernes Sklaventum


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#9

Beitragvon Sponskonaut » So 19. Mai 2013, 23:40


Lupos hat geschrieben:genau das ist das Problem in der heutigen zeit und das wird von der Politik auch reichlich ausgenutzt...Modernes Sklaventum

Dito! Und mit diesen unsäglichen Zeitarbeits-Buden habe ich ja auch schon meine Erfahrungen gesammelt... [fire] Genau die sind der Grund, wieso ich es jetzt mit der Selbständigkeit versuche.


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#10

Beitragvon MartyMcFly » So 3. Aug 2014, 13:11

Ich denke auch oft und gerne an frĂĽher zurĂĽck...

Sponskonaut hat geschrieben: Allerdings habe ich das Gefühl, dass es "damals" wesentlich unbeschwerter war und mit den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten immer schwieriger geworden ist. Definitiv hatte ich früher weniger Existenzängste und musste mir weniger Gedanken über das "Morgen" machen.

Absolut. Die "Einfachheit" von früher geht mir ab. Es war alles überschaubarer und der allgemeine "Druck" von außen, der Gesellschaft, etc...ist in der heutigen Zeit auch größer als früher kommt mir vor.
Sponskonaut hat geschrieben: Ich vermisse in meinem Freundeskreis z.B. auch einige Leute, mt denen ich viele schöne Erinnerungen verbinde. Aber die meisten Bekanntschaften oder Freundschaften sind einfach eingeschlafen, weil viele weggezogen sind, Kinder bekommen haben, sich die Interessen verlagert haben oder man sich schlicht "auseinandergelebt" hat.

Mir gehts auch so. Freunde und Bekannte oder Schulkollegen mit denen man eine gute Zeit verbindet, vermisse ich auch sehr.


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Re: Ab und zu mal melancholisch...

#11

Beitragvon Sponskonaut » So 3. Aug 2014, 20:51


MartyMcFly hat geschrieben:Es war alles überschaubarer und der allgemeine "Druck" von außen, der Gesellschaft, etc...ist in der heutigen Zeit auch größer als früher kommt mir vor.

Ja, das fällt mir z.B. immer wieder bei der Jobsuche auf oder wenn man eine Stelle gefunden hat. Ich habe ja auch schon für diverse Zeitarbeits-Klitschen gearbeitet und fand es immer wieder ätzend, wie vielen Leuten man in vielerlei Hinsicht Rechenschaft schuldig ist. Man hat so oft das Gefühl, dass man als "Bittsteller" angekrochen kommen muss und kaum noch die Möglichkeit hat, ein "ehrvolles" Arbeitsleben zu führen...

MartyMcFly hat geschrieben:Mir gehts auch so. Freunde und Bekannte oder Schulkollegen mit denen man eine gute Zeit verbindet, vermisse ich auch sehr.

Auch das ist mir erst vor gut einer Woche mal wieder aufgefallen, als ich einen alten Schulkameraden, mit dem ich damals auch in der Freizeit oft zusammen abhing, nach langer Zeit auf einer Feier getroffen habe. Wir hatten uns recht viel zu erzählen und haben "die gute alte Zeit" Revue passieren lassen. War mal wieder ein sehr nostalgischer Trip, und vor allem haben wir auch festgestellt, dass doch arg viele Leute (in unserem Alter und aus unserer Region) schon gestorben sind; darunter auch mein bester Freund.

Jedenfalls haben sich viele Freundschaften irgendwie in Wohlgefallen aufgelöst, oder die eigenen Interessen haben sich so verändert, dass sich die Wege einfach nicht mehr gekreuzt haben. Es ist oftmals schade, aber am Ende schlicht der Lauf der Dinge.


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